Der Stress bei Breuninger, Berlins Problem nach Biontechs Werksschließungen und das Knarzen beim Holzbaustar Nokera – über die wichtigsten Wirtschaftsthemen informieren wir Sie in unserem Newsletter „Der Tag“.

01.06.2026, 17.23 Uhr

2,5 Milliarden Euro für einen Leuchtturm des deutschen Einzelhandels – das empfanden die Investoren aus Fernost als Mondpreis. Der von den Eigentümern anvisierte Verkauf des Stuttgarter Kaufhauskonzerns Breuninger ist vorerst abgeblasen. Hinter den Kulissen des Vorzeigeunternehmens gärt es aber weiter. Mein Kollege Martin Mehringer kennt die ganze Geschichte und gibt tiefe Einblicke in eine zerstrittene Handelsdynastie . In Zeiten der Flaute verdient auch der Luxushändler nicht mehr so gut wie früher. Hohe Investitionen stehen an, in der Führung herrscht bestenfalls Waffenstillstand: Die beiden Hauptgesellschafter misstrauen einander, und Nachfahren des Gründers fühlen sich um ihr Erbe geprellt. Neue Breuninger-Sonderverkaufsaktionen wären keine Überraschung.

Verblasstes Vorbild: Breuninger-Kaufhaus in Hamburg

Die Wirtschaftsnews des Tages:Robotaxis kommen nach München: Der Fahrdienstvermittler Uber und das israelische KI-Unternehmen Autobrains haben ein gemeinsames Programm in der Stadt angekündigt. Geplant sind Autos der Autonomiestufe 4, bei der Fahraufmerksamkeit oder Fahrer nicht nötig sind. Passagiere können die Fahrt daher wie im herkömmlichen Taxi nutzen.Nun zum gehobenen Reisen: Zwar reisen immer mehr Menschen mit Kreuzfahrtschiffen, im Ultra-Luxus-Segment kommt dieser Boom jedoch nur langsam an. Die Reederei Ritz-Carlton Yacht hat hohe Schulden angehäuft und kämpft um ihr Überleben.Der japanische Investor SoftBank fährt auf der Überholspur. In Tokio legte die Aktie heute 15 Prozent zu, SoftBank ist nun vor Toyota das nach Börsenwert wertvollste Unternehmen Japans. In einem Interview mit dem „Figaro“ hat SoftBank-Chef Masayoshi Son (68) angekündigt, die Rekordsumme von 75 Milliarden Euro in den Ausbau der KI-Infrastruktur in Frankreich zu stecken. Laut Son ist das die bisher größte Investition dieser Art in Europa.Der KI-Chip-Primus Nvidia greift auf dem PC-Markt an und attackiert die Konkurrenz mit einem neuen Chip für Windows-PCs. Der langjährige PC-Platzhirsch Intel strebt seinerseits in das Geschäft mit KI-Infrastruktur.