Zank bei Bitburger, wacklige Sanierung bei der BayWa und das Firmengeflecht von Nationaltorhüter Manuel Neuer – die wichtigsten Wirtschaftsthemen des Tages erfahren Sie in unserem Newsletter „Der Tag“.
26.05.2026, 17.38 Uhr
Hat Ihnen der Blick auf den Aktienmarkt auch schon mal den Tag verdorben? Für die Gesellschafter der Traditionsbrauerei Bitburger dürfte das seit gut 20 Jahren ein vertrautes Gefühl sein. Damals scheiterte ein Verkauf an den Branchenriesen Heineken. 10 Prozent des niederländischen Braukonzerns hätten die Bitburger damals bekommen, heute wäre die Beteiligung fast 4 Milliarden Euro wert. Bei den Verhandlungen hatte sich damals Jan Niewodniczanski (61), eines der vielen Mitglieder der Gründerfamilien, durchgesetzt – gegen seinen Bruder Matthäus (62). Seitdem gärt es bei den Bierbrauern aus der Eifel – und zwar so sehr, dass das im Juni anstehende Gesellschaftertreffen zum Showdown geraten könnte. Dieter Heuskel (75), Vorsitzender des Gesellschafterausschusses, muss dabei dem Vernehmen nach gar um seine Entlastung bangen.
Vorsicht, Glas: Bei Bitburger droht der Familiencrash
Die Wirtschaftsnews des Tages:Der italienische Luxussportwagenbauer Ferrari hat am Montag in Rom sein erstes E-Auto vorgestellt. Während die Konkurrenten Porsche und Lamborghini zuletzt über die gedämpfte Nachfrage für ihre Elektroflitzer klagten, leiten die Italiener mit dem Modell „Luce“ (Licht) einen Kurswechsel ein. Die Vorstellung des 550.000 Euro teuren Fahrzeugs sorgte allerdings an der Börse für Enttäuschung.Das Umfeld für Autozulieferer ist weiter toxisch, das hat eine Analyse der Beratung Berylls by Alixpartners ergeben. Zwar bleibt ein deutscher Zulieferer der größte weltweit, die Aussichten für die hiesige Branche sind jedoch düster. Der Aufsteiger des Jahres kommt dagegen aus China.Der britische Ölkonzern BP feuert seinen Chairman Albert Manifold (63). Grund: Gegenüber dem Verwaltungsrat seien „schwerwiegende Bedenken“ geäußert worden. Der Manager muss seinen Posten als Vorsitzender und Direktor des Verwaltungsrats daher mit sofortiger Wirkung räumen.EZB-Direktorin Isabel Schnabel (54) spricht sich für eine Leitzinserhöhung im Juni aus. Zwar lege sich die EZB nie vorab fest, so Schnabel in einem Interview. Doch der Schock durch den Irankrieg arbeite sich durch die Wirtschaft und treibe die Inflation über „einen beträchtlichen Zeitraum“ vom Zielwert der Notenbank von 2 Prozent weg.






