Bei der Deutschen Bahn läuft so einiges schief, aber kaum etwas läuft so schief wie das Großprojekt Stuttgart 21. Der Konzern werkelt schon so lange im Stuttgarter Untergrund, dass viele (außerhalb Stuttgarts) schon fast vergessen haben dürften, dass es das Milliardenvorhaben überhaupt gibt.
Mein Kollege Michael Machatschke weiß das aber sehr wohl. Ihm liegt ein vertraulicher Bericht für den Bahn-Aufsichtsrat vor, aus dem die volle Dimension der Verzögerung und der Verteuerung von Stuttgart 21 hervorgeht. Der Inhalt in extremer Kürze: Gebaut wird seit 2010, die Fertigstellung war zunächst für 2019 geplant, doch nach derzeitigem Stand wird es wohl 2030 werden – frühestens. Die Kosten dürften bis dahin weiter ausufern, von einst 2,5 Milliarden Euro auf 11,5 Milliarden Euro – mindestens.
Immerhin, Bahn-Konzernchefin Evelyn Palla (53) will nicht am bisherigen Prozedere des Verteuerns und Verschiebens festhalten. Wie ihre Chancen auf einen pannenfreien Endspurt stehen, erfahren Sie hier.
Aufräumarbeiten: Bahn-Chefin Evelyn Palla hat einen Wust von Problemfeldern geerbt, darunter Stuttgart 21
Johannes Simon / SZ Photo / picture alliance






