Machtkampf bei N26, EU-Check bei Media Markt, Ingenieursüberhang bei den Währungshütern – über die wichtigsten Wirtschaftsthemen informieren wir Sie in unserem Newsletter „Der Tag“

27.05.2026, 17.12 Uhr

Es hätte das schnelle Comeback und auch eine Art Rehabilitierung werden sollen: Valentin Stalf (40), der Mitgründer und langjährige Co-Chef der Berliner Digitalbank N26, wollte sich nach mm-Informationen Ende Juni eigentlich in den Aufsichtsrat des Unternehmens wählen lassen. Stalf hatte 2025 auf Druck von Investoren seinen Posten als Co-CEO räumen müssen. Auch die Finanzaufsicht hatte wachsendes Misstrauen signalisiert. Stalf ließ erkennen, dass er nach dem Abschied aus dem Operativen möglichst bald in den Aufsichtsrat einziehen wollte. Doch aus diesem Plan wird erst einmal nichts , haben meine Kollegen Katharina Slodczyk und Caspar Schlenk herausgefunden: Stalf unterlag in einem Machtkampf hinter den Kulissen.

Ausgebremst: N26-Gründer Valentin Stalf

Die Wirtschaftsnews des Tages:EU-Kommissarin Teresa Ribera (56) hat offenbar Bedenken gegen den Einstieg des chinesischen E-Commerce-Riesen JD.com bei Ceconomy (Media Markt, Saturn). Sie will den milliardenschweren Deal auf unlautere Subventionen überprüfen, berichtet die „FT“.Der US-Investor Bill Ackman (60), der den Musikkonzern Universal Music Group (UMG) übernehmen will, hat einen ​Korb bekommen. Der Chef des UMG-Großaktionärs Bollore, Cyrille Bollore (40), erteilt Ackmans Vorstoß ‌eine klare Absage.Vom Autogeschäft ins All: Klaus Rosenfeld (60), der Chef des großen Autozulieferers Schaeffler, will mit dem US-Satellitenhersteller Spire ein europäisches Raumfahrtgeschäft aufbauen.Die deutsche Wirtschaft dürfte 2026 schwächer wachsen als bislang erwartet. Auch der Sachverständigenrat der „fünf Weisen“ hat heute seine Prognose gesenkt. Die Berater der Bundesregierung sehen außerdem dringenden Reformbedarf in den Sozialversicherungssystemen.