Ein Blick in die Meldungen der vergangenen Wochen macht deutlich: Kaum eine Branche ist vor der wirtschaftlichen Krise gefeit. Nach einer kurzen Aufhellung im Verlauf des vergangenen Jahres führen die wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten dazu, dass der IHK-Konjunkturklimaindex in Mecklenburg-Vorpommern im Frühsommer 2026 auf Talfahrt geht. Nach Angaben der Industrie-und Handelskammer zu Rostock ist dieser auf 88 Punkte gefallen. Sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen der Unternehmen seien deutlich schlechter als vor einem Jahr, als sich nach der vorgezogenen Bundestagswahl erste Anzeichen einer Erholung gezeigt hätten. Grundlage der Auswertung sind die Antworten von 245 Unternehmen, die zwischen Mitte April und Anfang Mai 2026 befragt wurden.

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IHK-Präsident Klaus-Jürgen Strupp äußerte sich besorgt über den Verlust wirtschaftlicher Substanz in der Region. „Kleine Gewerbetreibende, der Händler um die Ecke oder die Floristin von gegenüber machen den Laden einfach dicht“, sagte Strupp. Bei etwa jeder zehnten Betriebsschließung habe es sich 2024 um eine Insolvenz gehandelt. Von Bund und Land forderte er strukturelle Reformen: Wo eigene Gestaltungsmöglichkeiten bestünden, müsse die Politik „umgehend die Handbremsen lösen“.