Drei Jahre Stillstand in Deutschland gehen auch an Mecklenburg-Vorpommern nicht spurlos vorbei. Im Umkehrschluss ist die Verunsicherung im Nordosten weiter gewachsen – und das betrifft alle Branchen. Besonders deutlich stellt sich die Lage im Handel, der Logistik und im Verkehrsgewerbe dar. Hoffnungen auf eine Verbesserung zu Jahresbeginn haben sich einfach nicht erfüllt.
Das ergab die neue Konjunkturumfrage der drei Industrie- und Handelskammern, die jetzt in Schwerin präsentiert wurde. Etwas mehr als 700 der rund 7000 angeschriebenen Unternehmen hatten daran teilgenommen. Aus Sicht der Kammern ist das ein repräsentativer Durchschnitt, der durchaus belastbare Rückschlüsse auf die Lage der Gesamtwirtschaft zulässt.
Zugleich betonten die IHK-Präsidenten aus Schwerin, Rostock und Neubrandenburg, dass die geringe Beteiligung an der Umfrage definitiv kein Zeichen für Zufriedenheit ist. Viele Unternehmer nähmen nicht teil, weil sie andere Sorgen haben. In Krisenzeiten sinke erfahrungsgemäß die Teilnahmequote. „Wenn sich alle beteiligt hätten, würden die Zahlen unter Umständen nur noch schlechter aussehen“, waren sich die drei IHK-Präsidenten bei der Vorstellung der Zahlen einig.
Frust über Bundes- und Landesregierung wächst










