Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen stammen von ukrainischen oder russischen Behörden und lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesRussland meldet nach ukrainischen Drohnenangriffen Tote und VerletzteRussische Drohne trifft Hochhaus in RumänienUkraine will 20 schwedische Kampfjets kaufen„Falle“ Moskaus – Kallas warnt vor Gesandten-DebatteSelenskij bittet USA per Brief um Hilfe bei FlugabwehrVon der Leyen: Russland hat erneut eine Grenze überschrittenRussland hat nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit dem Drohneneinschlag in Rumänien erneut eine Grenze überschritten. „Wir stehen voll und ganz solidarisch an der Seite Rumäniens und seines Volkes“, erklärte sie in einem Beitrag auf der Plattform X. „Während wir unsere Sicherheits- und Abschreckungsmaßnahmen, insbesondere an unserer Ostgrenze, weiter verstärken, werden wir den Druck auf Russland weiter erhöhen.“Nach den Worten der EU-Außenbeauftragten ​Kaja Kallas darf Russland den europäischen Luftraum nicht ungestraft verletzen. Der Absturz der russischen Drohne im rumänischen Galați sei eine eklatante und schwerwiegende Verletzung der Souveränität des Nato- und EU-Staates und des europäischen Luftraums, schrieb Kallas auf X. Russland habe schon vor langer Zeit aufgehört, Grenzen zu respektieren. Sie erklärte zudem, dass sie mit der rumänischen Außenministerin Oana Țoiu gesprochen habe, um Rumänien die Solidarität der EU zu versichern. Ähnlich wie die EU äußerte sich die Nato. Das rücksichtslose Verhalten Russlands sei eine Gefahr für alle, schrieb Nato-Generalsekretär Mark Rutte auf X. Der Vorfall zeige erneut, dass die Auswirkungen des illegalen Angriffskrieges nicht an den Grenzen haltmachten. Die Nato sei bereit, jeden Zentimeter ihres Territoriums zu verteidigen. Das Bündnis werde seine Abschreckung und Verteidigung stärken und die Ukraine weiterhin unterstützen. Reaktionen kamen auch aus einigen EU-Staaten, etwa aus Frankreich und Österreich. Der österreichische Kanzler Christian Stocker sprach von einer „weiteren gefährlichen Eskalation“ und nannte den russischen Angriff absolut verabscheuungswürdig. Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot bezeichnete den Vorfall in Rumänien als verantwortungslos. Der französische Europaminister Benjamin Haddad sagte: „Russland hat nicht nur die Ukraine angegriffen, sondern auch die europäische Sicherheitsarchitektur bedroht.“Präsident Nicușor Dan: Rumänien werde keinen Übergriff des Ukraine-Kriegs auf eigene Bevölkerung zulassenRumänien wird ​es nach den Worten von Präsident Nicușor Dan nicht hinnehmen, dass der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine auf seine Bevölkerung übergreift. Er habe das Außenministerium aufgefordert, unverzüglich eine Reihe von Maßnahmen bezüglich der Beziehungen zu Russland vorzulegen, erklärt Dan. Diese müssten „dieser sehr ernsten Lage angemessen“ sein. Eine Maßnahme ist die Einbestellung des russischen Botschafters in Bukarest.Außerdem verlangt Rumänien als EU- und Nato-Land mehr Mittel zur Abwehr. Wie das Außenministerium in Bukarest mitteilte, habe man das Nato-Generalsekretariat über den Vorfall informiert und um eine Beschleunigung des Transfers von Drohnen-Abwehrtechnik nach Rumänien gebeten. Rumänien werde diese „gravierende Verletzung des internationalen Rechts und seines Luftraums mit diplomatischen Maßnahmen beantworten“, hieß es weiter in der Erklärung des Außenministeriums auf Facebook. „Die Russische Föderation trägt die direkte Verantwortung für diese schlimme und verantwortungslose Aktion. Rumänien wird mit maximaler Entschlossenheit dafür eintreten, dass der internationale Druck auf die Russische Föderation zum sofortigen und umfassenden Ende des Beschusses verstärkt wird.“Russland meldet nach ukrainischen Drohnenangriffen Tote und VerletzteBei einem ukrainischen Drohnenangriff im russisch kontrollierten Teil der ostukrainischen Region Donezk sind nach Angaben der dortigen Behörden drei Menschen getötet worden. Mitarbeiter eines Wasserversorgers seien in einem Auto in Wuhlehirsk nördlich der Stadt Donezk unterwegs gewesen, als Drohnen das Fahrzeug getroffen hätten, teilte der von Russland eingesetzte Verwaltungschef auf Telegram mit. Ein vierter Mann sei schwer verletzt worden. Berichte über Tote und Verletzte infolge ukrainischer Luftangriffe gab es auch aus Russland. In Wolschski im Gebiet Wolgograd sei ein Mann getötet worden, wie Gouverneur Andrej Botscharow mitteilte. Zudem sei eine Frau verletzt worden. Auch in der russischen Grenzregion Brjansk ist nach Angaben des amtierenden Gouverneurs ein Mensch bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf ein Dorf ums Leben gekommen.Im Gebiet Jaroslawl gab es nach Behördenangaben ebenfalls einen massiven ukrainischen Drohnenangriff. Industrieobjekte für die Lagerung von Treibstoffen seien getroffen worden, sagte der zuständige Gouverneur. Ein Brand werde gelöscht. Verletzte gebe es nicht. Auch in der Hafenstadt Temrjuk brach laut Behörden nach dem Absturz von Trümmern einer abgeschossenen Drohne ein Feuer aus. Verletzte gebe es in dem Kurort am Asowschen Meer nicht, hieß es. Insgesamt haben die russischen Streitkräfte nach Angaben des Verteidigungsministeriums in der Nacht 208 russische Drohnen abgefangen.Unterdessen meldeten die ukrainischen Luftstreitkräfte, dass Russland die Ukraine mit einer ballistischen Rakete vom Typ Iskander und 232 Drohnen angegriffen habe. 217 Drohnen seien unschädlich gemacht worden, es habe aber auch Einschläge gegeben. Zu den Treffern oder Schäden machte die ukrainische Flugabwehr keine näheren Angaben.Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hatte Drohnenattacken im russischen Hinterland angekündigt. Nach seiner Darstellung sollen durch die Angriffe etwa auf Anlagen der Ölindustrie Moskau die für die Kriegswirtschaft wichtigen Einnahmen aus dem Energieexport genommen werden. Ein weiteres Ziel sei, den Aggressor durch den Druck der Angriffe an den Verhandlungstisch zu zwingen.Ukraine: Russland hat türkisches Schiff angegriffenDie russischen Streitkräfte haben nach ukrainischen Angaben ein türkisches Schiff mit Drohnen angegriffen. Das unter der Flagge Vanuatus fahrende Frachtschiff sei in der Nacht zum Freitag von der südukrainischen Region Odessa in Richtung Türkei gefahren, teilte die ukrainische Marine mit. Zwei Besatzungsmitglieder seien verletzt und von der Marine in Sicherheit gebracht worden. Ein Feuer sei rasch gelöscht worden.Russische Drohne trifft Hochhaus in RumänienIn der ostrumänischen Grenzstadt Galați ist nachts eine russische Drohne in ein mehrstöckiges Wohnhaus eingeschlagen. Dabei bricht im zehnten Stock ein Feuer aus. Die Zahl der Verletzten ist noch unklar. Zwei Menschen werden dem rumänischen Innenministerium zufolge leicht verletzt, örtliche Medien berichten von vier Verletzten. Das Verteidigungsministerium erklärt, Russland greife in der Ukraine nahe der Grenze erneut zivile Ziele und Infrastruktur mit Drohnen an – eine Drohne sei dabei in den rumänischen Luftraum eingedrungen und stürzte über dem Hochhaus ab. Rumänien lässt nach eigenen Angaben zwei F‑16-Kampfjets aufsteigen, unterstützt von einem Hubschrauber. Die rumänische Regierung spricht von einer „schweren und unverantwortlichen Eskalation“. Man werde die notwendigen diplomatischen Maßnahmen ergreifen, um auf diesen schwerwiegenden Verstoß gegen das Völkerrecht und die Verletzung seines Luftraumes zu reagieren, teilt das Außenministerium mit. Zudem wird im mehr als 400 Kilometer entfernten Ort Băsești im Kreis Maramureș im Nordwesten Rumäniens eine Drohne ohne Sprengladung entdeckt. Örtliche Behörden sichern das Gebiet ab, die Herkunft des Fluggeräts wird untersucht.Rumänien meldet seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine immer wieder Drohnen, Trümmerfunde und Luftraumverletzungen im Grenzgebiet. Galați liegt nahe der Ukraine und in der Nähe des häufig angegriffenen ukrainischen Donauhafens Reni. Rumänien ist Mitglied der Nato und der EU.Kein automatischer Schutz für russische Wehrpflichtige in DeutschlandWehrpflichtige aus Russland haben ​nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Berlin-Brandenburg nicht automatisch Anspruch auf Schutz in Deutschland. Allein der zu erwartende Wehrdienst begründe keinen Anspruch auf den sogenannten subsidiären Schutz, entschied ​das Gericht und kippte damit eine anderslautende Entscheidung der Vorinstanz. Das Verwaltungsgericht Berlin ⁠hatte einem 2004 geborenen Russen noch Schutz gewährt. Es begründete dies mit der Wahrscheinlichkeit, dass dieser sich dem Druck nicht widersetzen könne, ​als ​sogenannter Vertragssoldat in den völkerrechtswidrigen Krieg gegen die ‌Ukraine geschickt zu werden.Diese Einschätzung teilte das ‌OVG jedoch nicht. Der Senat ist nicht überzeugt, dass dem Kläger mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit drohe, gegen seinen Willen als „Vertragssoldat“ ​verpflichtet zu ​werden. Als Grundwehrdienstleistender drohe ihm kein Einsatz ​in der Ukraine, hieß es in der Begründung. Die Ableistung des einjährigen Grundwehrdienstes allein stelle keine unmenschliche oder erniedrigende Behandlung dar.Subsidiärer Schutz wird Menschen ‌gewährt, denen in ihrem Heimatland ernsthafter Schaden droht, die aber nicht die Kriterien für die Anerkennung ‌als Geflüchteter erfüllen. ‌Dazu zählen die Todesstrafe, Folter oder eine ernsthafte Bedrohung des ​Lebens infolge eines bewaffneten Konflikts.Die Rechtslage in Deutschland ist in dieser Frage uneinheitlich. ​Während die untergeordneten Verwaltungsgerichte in Berlin zuvor Schutz gewährt ‌hatten, schloss sich das OVG Berlin-Brandenburg nun der Linie anderer Oberverwaltungsgerichte an. Das OVG Berlin-Brandenburg ⁠ließ keine Revision zu. ‌Dagegen kann ‌jedoch Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt werden. Ukraine will 20 schwedische Kampfjets kaufenDie Ukraine will 20 schwedische Kampfjets des neuen Typs Jas 39 Gripen E/F kaufen. Dafür wolle das Land 2,5 Milliarden Euro aus einem EU-Kredit aufwenden, wie die schwedische Regierung mitteilte. „Wenn die Ukraine den geplanten Kauf tätigt, beabsichtigt Schweden zudem, 16 Gripen-C/D-Flugzeuge als bilaterale Hilfe zu spenden“, hieß es. Diese älteren Modelle könnten ab nächstem Jahr geliefert werden. Die neuen Jas 39 Gripen E/F, die über stärkere Motoren, eine höhere Reichweite, ein fortschrittlicheres Radar und modernere Elektronik verfügen, sollten ab 2030 bereitstehen.Außerdem werde Schweden mit Ausbildung und technischer Wartung unterstützen, sagte Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij in Uppsala. „Die Flieger sind mit einer hervorragenden Bewaffnung ausgestattet, die uns im Kampf gegen die Russen helfen wird“, so Selenskij.Im vergangenen Herbst hatten Schweden und die Ukraine eine Absichtserklärung unterschrieben, die den Weg für den Kauf von bis zu 150 schwedischen Kampfjets durch die Ukraine ebnen sollte. Die Vereinbarung vom Donnerstag sei nun „der erste Schritt auf dieser gemeinsamen Reise“, sagte Kristersson.„Falle“ Moskaus – Kallas warnt vor Gesandten-DebatteDie EU wird vorerst keinen Chefverhandler für mögliche Ukraine-Friedensgespräche mit Russland ernennen. Bei einem informellen Außenministertreffen in Zypern lehnten führende Mitgliedstaaten wie Deutschland Vorschläge in diese Richtung entschieden ab. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas warnte Befürworter zudem eindringlich vor weiteren öffentlichen Diskussionen zum Thema. „Es ist eine Falle, in die Russland uns locken will“, sagte sie. Die russische Taktik sehe vor, dass man darüber diskutiere, wer mit Russland spreche, und Russland dann bereits auswähle, wer geeignet sei und wer nicht.In Brüssel und in den anderen europäischen Hauptstädten hatte es zuletzt wieder verstärkt Diskussionen darüber gegeben, ob die EU einen Vertreter für mögliche Verhandlungen mit Russland benennen sollte. Als potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten wurden dabei die frühere deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der finnische Präsident Alexander Stubb genannt sowie Mario Draghi, der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank.Russlands Präsident Wladimir Putin brachte Gerhard Schröder ins Spiel, der von Bundesregierung und EU jedoch als Kandidat ausgeschlossen wird. Schröder gilt wegen seiner Nähe zum Kremlchef als nicht vermittelbar.Nach dem Willen von Kallas soll nun statt über Personen zunächst über Strategiefragen geredet werden. Es gelte zu besprechen, was die Kerninteressen und die zentralen Forderungen der EU seien, erklärte sie bei dem Ministertreffen. Dabei könne es neben der Ukraine auch um andere Dinge wie etwa die russische Truppenpräsenz in Georgien oder Moldau oder die Einmischung Moskaus in Wahlen gehen. „Natürlich ist das ein maximalistischer Ansatz, aber auch Russlands Ansatz hat bislang maximalistische Forderungen vertreten“, sagte sie.Ukraine: Zwei Tote durch russischen Drohnenangriff im Gebiet SumyIm Gebiet Sumy in der Nordukraine sind nach ukrainischen Angaben zwei Menschen bei einem russischen Drohnenangriff getötet worden. Der Mann und die Frau seien am Morgen auf einem Feldweg in der Gemeinde Welyka Pyssariwka nur wenige Kilometer von der Grenze zu Russland entfernt unterwegs gewesen, teilte die regionale Staatsanwaltschaft mit.USA: Botschaft in Kiew bleibt trotz russischer Drohungen geöffnetDie US-Botschaft in Kiew hält ihren Betrieb aufrecht, ungeachtet der russischen Aufforderung an Ausländer und Diplomaten zur Ausreise. „Die US-Botschaft ist geöffnet. ​Es gibt keine Änderungen an unseren Abläufen, und anderslautende Berichte sind falsch“, teilte die Vertretung auf der Plattform X mit. Russland hatte vor geplanten Angriffen zur Evakuierung aufgerufen. Wegen der Drohungen Moskaus bestellten mehrere EU-Staaten die russischen Botschafter in ihren Hauptstädten ein. Selenskij bittet USA per Brief um Hilfe bei FlugabwehrDer ukrainische ​Präsident Wolodimir Selenskij hat US-Präsident Donald Trump angesichts russischer Angriffe um weitere Luftabwehrsysteme gebeten. In einem Brief an Trump und den US-Kongress bezeichnete er ballistische Raketen als den letzten großen Vorteil ⁠Moskaus auf dem Schlachtfeld. Die Ukraine sei bereit, die benötigten Patriot-Systeme und Abfangraketen zu kaufen.Die US-Raketen für ​das Patriot-System ​sind aktuell die einzige Möglichkeit der Ukraine, ‌russische ballistische Raketen abzuschießen. Zwar kauft ‌die Regierung in Kiew seit Trumps Amtsantritt Patriot-Raketen über die Nato-Initiative PURL, die von europäischen Verbündeten finanziert ​wird. Das ​derzeitige Liefertempo werde der Bedrohung aber ​nicht mehr gerecht, erklärte Selenskij. Zudem droht der Krieg in Iran die ohnehin knappen Ressourcen weiter zu verknappen. Solange der ‌russische Präsident Wladimir Putin bei konventionellen Waffen im Vorteil sei, werde er diplomatische ‌Lösungen meiden, sagte ‌Selenskij.Wie akut der Mangel an Flugabwehrraketen ​ist, zeigte sich bei einem massiven russischen Angriff am Sonntag. Nach ​Angaben der ukrainischen Luftwaffe feuerte Russland 30 ballistische Raketen ‌ab, von denen nur elf abgefangen werden konnten. Russland habe auch zwei atomar bestückbare Mittelstreckenraketen vom Typ Oreschnik abgefeuert, erklärte Selenskij. Eine davon sei in der Region Kiew eingeschlagen, die ⁠andere sei in den besetzten Gebieten in der ‌Region ‌Donezk niedergegangen.Russland: Haben drei „Storm Shadow“-Raketen abgeschossen Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau drei Marschflugkörper vom Typ Storm Shadow abgefangen. Einzelheiten ​werden in den Meldungen staatlicher russischer Nachrichtenagenturen bisher nicht genannt. Zuvor hatten die Besatzungsbehörden in Sewastopol auf der 2014 von Russland annektierten ⁠Halbinsel Krim erklärt, die ukrainischen Streitkräfte hätten in der Nacht zum Mittwoch mit Drohnen und Storm Shadows angegriffen. Die Storm-Shadow-Raketen werden von einem französisch-britischen Konsortium hergestellt. In Frankreich heißen sie Scalp. ​Russland hatte ​wegen eines früheren Einsatzes dieser Waffen durch die Ukraine bereits die Botschafter ‌Großbritanniens und Frankreichs einbestellt. Ukrainischer General: Wendepunkt im Krieg innerhalb von sechs Monaten möglichDie Ukraine hat nach Einschätzung eines ranghohen Militärkommandeurs ein Zeitfenster von sechs Monaten, um im Krieg gegen Russland die Initiative auf dem Schlachtfeld zurückzugewinnen. Dies sei entscheidend, um die eigene Position für künftige ​Friedensgespräche zu stärken, sagte Brigadegeneral Andrij Bilezkyj der Nachrichtenagentur Reuters in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview.„Ich glaube, die nächsten sechs bis neun ⁠Monate sind ein Wendepunkt“, erklärte Bilezkyj an einem geheimen Ort unter der Erde in der nordöstlichen Region Charkiw. Besonders die kommenden sechs Monate seien kritisch. Der Kommandeur des angesehenen Dritten Armeekorps ​der Ukraine ​zeigte sich überzeugt, dass die russischen Streitkräfte erschöpft und nicht mehr zu ‌größeren Durchbrüchen in der Lage seien. Wenn es dem ukrainischen ‌Militär gelinge, neuen Schwung zu entwickeln, könne es die Initiative an der Front übernehmen. Dies dürfte Russland dazu zwingen, seine Pläne für die vollständige Eroberung der ostukrainischen Region Donezk aufzugeben.Die ​Kontrolle über Donezk ​gilt als Hauptstreitpunkt bei den von den USA unterstützten Friedensgesprächen. ​Während Russland die gesamte Region beansprucht, weigert sich die Ukraine, Gebiete aufzugeben, die von russischen Truppen bisher nicht erobert werden konnten.Russland und Ukraine überziehen sich mit schweren AngriffenRussland und die Ukraine haben in der Nacht erneut schwere Angriffe mit Drohnen und Raketen gegeneinander gestartet. In der südrussischen Hafenstadt Taganrog am Asowschen Meer sind nach offiziellen Angaben zwei Menschen durch einen Raketenangriff verletzt worden. Laut dem unabhängigen Internetportal Astra wurde bei der Attacke ein Werk zur Flugzeugreparatur getroffen. Einschläge gab es demnach auch in Tuapse, Woronesch und auf der von Russland annektierten Krim.In Tuapse am Schwarzen Meer soll einmal mehr die örtliche Raffinerie Ziel der Angriffe gewesen sein. Das Ausmaß der Schäden ist noch unklar. Laut russischen Angaben lösten Drohnen-Trümmer im Hafengelände einen Brand aus. In Woronesch wurde Berichten zufolge ein Militärflugplatz getroffen.Auf der Krim gab es Einschläge in der Hauptstadt Simferopol und dem Marinehafen Sewastopol. Die Hafenstadt sei mit Drohnen und Marschflugkörpern attackiert worden, teilte der zuständige Gouverneur mit. Er berichtete von Schäden an der Filiale der russischen Zentralbank und einem Wohnhaus. Personen kamen seinen Angaben zufolge nicht zu Schaden. Medienberichte über einen Einschlag im Hauptquartier der Schwarzmeerflotte wurden offiziell bislang nicht bestätigt.Auf der Gegenseite wurden in der ostukrainischen Region Dnipropetrowsk sechs Menschen durch russische Angriffe verletzt, darunter ein Minderjähriger. Das russische Militär habe bei den Attacken Drohnen, Artillerie und gelenkte Gleitbomben eingesetzt, schrieb der zuständige Militärgouverneur.Einschläge gab es demzufolge auch in der Region Tschernihiw nördlich von Kiew. Ein Unternehmen in der Stadt sei beschädigt worden, Verletzte gebe es nicht, teilte der Chef der örtlichen Militärverwaltung mit.Russland erlaubt Banken eigene DrohnenabwehrRussland hat der Zentralbank und anderen Finanzinstituten per Gesetz erlaubt, Drohnen in Eigenregie abzuschießen. Das geht aus einem Dokument der Staatsduma hervor. Demnach dürfen die Notenbank, die Sberbank und der russische Geldtransportverband künftig eigene Abwehrsysteme betreiben und ihr Personal bewaffnen, ein Einsatz von Spezialkräften ist dafür nicht mehr nötig. Die Institute tragen die Kosten für die Abwehr selbst, wie der Leiter des Duma-Finanzausschusses Anatoli Aksakow dem Nachrichtenportal RBC sagte. Der Chef des russischen Unternehmensverbandes, Alexander Schochin, teilt Präsident Wladimir Putin zudem mit, dass auch andere Firmen den Kauf schwerer Waffen zum Schutz ihrer Infrastruktur finanzieren wollten. Mehr ladenTickarooLive Blog Software