Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen stammen von ukrainischen oder russischen Behörden und lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesRussland fliegt heftige Luftangriffe auf ukrainische StädteRussische Drohnen greifen Kiew an – Brand in InnenstadtUkraine zerstört Brücke zwischen Donezk und MariupolBundesregierung warnt aufgrund verstärkter ukrainischer Drohnenangriffe vor Reisen in ganz RusslandEU zahlt Ukraine Milliarden für Drohnenbeschaffung ausAuswärtiges Amt verurteilt russischen Angriff auf KiewDas Auswärtige Amt (AA) hat den schweren russischen Luftangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew und weitere Teile des Landes verurteilt. „Menschen wurden im Schlaf getötet oder verletzt, Wohnhäuser zerstört und zivile Infrastruktur wie eine medizinische Einrichtung schwer beschädigt“, sagte ein AA-Sprecher. Die Bilder aus der Nacht seien „erschütternd“ und zeigten einmal mehr: „Russland setzt seinen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine mit unverminderter Brutalität fort.“Kremlchef Wladimir Putin zeige keine Verhandlungsbereitschaft. „Er setzt weiter auf Raketen- und Drohnenterror gegen die Bevölkerung, während Russland an der Front enorme Verluste bei seiner Aggression gegen die Ukraine erleidet“, sagte der Sprecher. Deswegen erhöhe Deutschland mit seinen Partnern den Druck auf Moskau. Auf dem Nato-Gipfel in Ankara in der kommenden Woche werde es auch um die Unterstützung für die Ukraine gehen. Bei den russischen Angriffen auf Kiew seien mindestens 13 Menschen getötet worden, schrieb der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij in sozialen Netzwerken. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko gab es mindestens 86 Verletzte. Die Angriffswelle traf erneut zahlreiche Wohnhäuser und andere zivile Objekte.Litauen plant Aufhebung von Verfassungsverbot für AtomwaffenLitauens Präsident Gitanas Nauseda zufolge einigen sich die Parlamentsparteien auf einen Plan zur Aufhebung des verfassungsrechtlichen Verbots von Atomwaffen auf litauischem Boden. „Die geopolitische Lage verschlechtert sich“, sagt Nauseda. Die Verfassung sei unter völlig anderen geopolitischen Umständen geschrieben worden. Es gebe zwar keine unmittelbaren Pläne, Atomwaffen in Litauen zu lagern. Die Aufhebung der Bestimmung solle jedoch sicherstellen, dass das Land bei einer Änderung der Sicherheitslage handlungsfähig bleibe.Ulrike PutzDenkfabrik: Russische Verluste steigen schneller als die der UkrainerUS-Kriegsexperten zufolge haben die ukrainischen Verteidiger im Abwehrkampf gegen Russland zuletzt bemerkenswerte Erfolge erzielt und die Verluste des Gegners stark in die Höhe getrieben. Laut einem Lagebericht der in Washington ansässigen Denkfabrik CSIS (Center for Strategic and International Studies) machen der russischen Armee neben ihrer stotternden Bodenoffensive und vereinzelten Geländegewinnen der Ukrainer vor allem die zunehmenden Gefallenenzahlen in den eigenen Reihen zu schaffen.Insgesamt seien seit Kriegsbeginn im Februar 2022 rund zwei Millionen Soldaten getötet, verletzt oder vermisst gemeldet worden, heißt es in dem Bericht – allein 1,4 Millionen davon auf russischer Seite. Während das Verhältnis zwischen russischen und ukrainischen Verlusten die meiste Zeit über bei 2:1 oder 3:1 gelegen habe, sei es im ersten Halbjahr 2026 schätzungsweise auf 8:1 gestiegen. Hauptgrund dafür sei der verstärkte und äußerst wirkungsvolle Einsatz ukrainischer Kampfdrohnen.Die Gesamtzahl der russischen Gefallenen gab CSIS mit 400 000 bis 450 000 an, auf ukrainischer Seite seien es 125 000 bis 150 000. Ende Januar hatte die Bilanz noch bei etwa 325 000 getöteten Russen und 100 000 bis 140 000 Ukrainern gestanden. Inzwischen übersteige die monatliche Zahl der russischen Verluste auch die der Neurekrutierungen, hieß es weiter.Das CSIS stützt sich bei den Zahlen nach eigenen Angaben auf Informationen des Militärs, der Geheimdienste und Regierungen verschiedener Länder. Die Angaben der Denkfabrik gelten als vergleichsweise zuverlässig, sind angesichts der schwer durchschaubaren Quellenlage und gezielten Desinformation beider Kriegsparteien aber dennoch mit Vorsicht zu genießen – zumal die Ukrainer von Waffen und Geheimdiensterkenntnissen aus den USA profitieren.Während beide Kriegsparteien täglich gegnerische Verluste vermelden, legen sie höchst selten eigene Opferzahlen dar. Es gilt als sicher, dass sowohl Russlands Führung als auch die der Ukraine eigene Verluste herunterspielen und jene in den Reihen des Gegners aufbauschen. Andere Schätzungen decken sich nicht mit den offiziellen Zahlen aus Moskau und Kiew.Ulrike PutzRussische Drohnen greifen Kiew an – Brand in InnenstadtBei einem schweren russischen Angriff mit Drohnen und Raketen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind in der Nacht zum Donnerstag mindestens fünf Menschen verletzt worden. Zudem wurden mehrere Wohngebäude getroffen, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. In einem beschädigten neunstöckigen Wohnhaus seien Menschen eingeschlossen, das Dach eines weiteren Hochhauses stehe in Flammen. Klitschko zufolge wurde Kiew auch mit ballistischen Raketen angegriffen. Einem Reporter der Nachrichtenagentur Reuters zufolge waren in der Stadt mehrere Explosionen zu hören.Zudem geriet das Dach eines Hotels an dem zentralen Schewtschenko-Boulevard in Brand. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hatte zuvor vor einem nächtlichen Angriff gewarnt. Er habe deshalb seinen Aufenthalt in der irischen Hauptstadt Dublin verkürzt, den er zum Beginn der sechsmonatigen EU-Ratspräsidentschaft Irlands besucht hatte. Auf inoffiziellen Telegram-Kanälen veröffentlichte Bilder zeigten, wie Anwohner in U-Bahn-Stationen Schutz suchten.Tote bei russischen Angriffen auf Odessa und CharkiwBei einem russischen Raketenschlag sind im südukrainischen Gebiet Odessa mindestens zwei Menschen getötet worden. 13 weitere seien verletzt worden, teilte Militärgouverneur Oleh Kiper auf Telegram mit. Infolge des Angriffs gebe es Schäden auf dem Gelände eines Unternehmens. Ein ausgelöster Brand wurde seinen Angaben nach gelöscht.Auch in der ostukrainischen Großstadt Charkiw hat es nach Behördenangaben einen Toten durch russische Gleitbombenangriffe gegeben. Ein 15-Jähriger sei getötet worden, schrieb Bürgermeister Ihor Terechow auf Telegram. 32 weitere seien verletzt worden. Russland griff demnach mit sieben Gleitbomben drei Stadtteile an.Merz: Nato-Gipfel soll Ukraine neue Finanzzusage gebenDeutschland will sich auf dem Nato-Gipfel in der nächsten Woche für eine neue Finanzhilfe der europäischen Partner für die Ukraine starkmachen. „Die Bundesregierung schlägt vor, dass wir Kiew, als europäische Nato-Alliierte, eine neue Finanzierungszusage geben“, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz. Er hoffe, dass die Regierung in Moskau daraus die richtigen Schlüsse ziehe und zu Gesprächen über einen Waffenstillstand bereit sei. „Wir werden in unserer Unterstützung für die Ukraine nicht nachlassen“, erklärte Merz. Es liege nur an dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, jetzt diese Gespräche zu führen und den Krieg zu beenden.Ukraine zerstört Brücke zwischen Donezk und MariupolDas ukrainische Militär greift seit mehreren Wochen systematisch Brücken im russisch besetzten Teil des Landes an. Jetzt wurde eine Brücke zwischen den Großstädten Donezk und Mariupol zerstört. Damit ist eine wichtige Straßenverbindung in dem von Russland besetzten Gebiet unterbrochen worden, um die Logistik der russischen Armee zu erschweren. „Unter anderem wurde eine Straßenbrücke über den Fluss Malyj Kaltschyk nahe Hranitne im Gebiet Donezk getroffen“, teilte der Generalstab in Kiew mit. In sozialen Netzwerken veröffentlichte Bilder zeigten die Trümmer des Bauwerks im Flusstal gut 20 Kilometer nördlich der Hafenstadt Mariupol. Es existiert jedoch eine Umgehungsroute für den Straßenverkehr aus Richtung Norden in die Hafenstadt Mariupol am Asowschen Meer. Welche Waffe bei dem Angriff eingesetzt wurde, teilte das Militär nicht mit. Den Angaben des Generalstabs zufolge wurden zudem eine Eisenbahnbrücke im Luhansker Gebiet und eine weitere für die Logistik wichtige Querung in der Region Donezk getroffen.Bundesregierung warnt aufgrund verstärkter ukrainischer Drohnenangriffe vor Reisen in ganz RusslandDas Auswärtige Amt hat seine Reisewarnung für Russland angesichts der verstärkten ukrainischen Drohnenangriffe massiv ausgeweitet. Gewarnt wird jetzt vor Reisen im ganzen Land, bisher galt dies nur für die an die Ukraine angrenzenden Gebiete. Begründet wird dieser Schritt damit, dass in ganz Russland mit „erheblicher Gefährdung“ durch Drohnen beziehungsweise Trümmerteile von Drohnen zu rechnen sei. Für deutsche Staatsangehörige und deutsch-russische Doppelstaatler bestehe zudem die Gefahr willkürlicher Festnahmen.Die Ukraine hat in ihrem Abwehrkampf gegen Russland die Drohnenangriffe auf das Nachbarland zuletzt massiv ausgeweitet und dabei auch Ölraffinerien, Industrieanlagen und Militäreinrichtungen tief im russischen Hinterland getroffen.Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass nun auch das Stadtgebiet und die weitere Umgebung von Moskau, die Umgebung von Sankt Petersburg sowie die Leningrader Oblast und andere Orte in Russland verstärkt Ziel massiver Drohnenangriffe seien. „Das Abwehrsystem um Moskau wurde zwar deutlich ausgebaut; dennoch ist es infolge von Drohnenangriffen beziehungsweise aufgrund herabfallender Wrackteile zu teilweise erheblichen Schäden gekommen“, heißt es in der Reisewarnung.Auch der Flugverkehr sei betroffen. „Insbesondere im Westen der Russischen Föderation, aber auch bis weit in die Mitte sowie den Süden des Landes kommt es aus Sicherheitsgründen immer wieder zur mehrstündigen Sperrung von Flughäfen“, so das Auswärtige Amt. Dies könne zur Annullierung Hunderter Flüge und zu chaotischen Verhältnissen an betroffenen Flughäfen führen. Der direkte Flugverkehr zwischen Russland und Deutschland sowie anderen europäischen Staaten ist eingestellt, jedoch sind Flüge über internationale Drehkreuze wie Istanbul möglich.Infolge von Beschädigungen russischer Raffinerien komme es auch zu Engpässen in der Kraftstoffversorgung, heißt es in der Reisewarnung. Teilweise gebe es Mengenbeschränkungen bei der Kraftstoffausgabe, auch in Moskau. „Ferner können Angriffe auf das öffentliche Verkehrsnetz, insbesondere den Zugverkehr, nicht ausgeschlossen werden.“Ukraine: Russland beschießt Tankstellen im Gebiet DnipropetrowskNach Angaben aus der Ukraine wurden bei russischen Luftangriffen in der Nacht im ukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk fünf Tankstellen getroffen. Mehrere Brände seien ausgebrochen, teilte der Gouverneur des Gebiets, Oleksandr Hanscha, auf Telegram mit. Eine Frau sei getötet worden, außerdem gebe es drei Verletzte.In der Nacht zuvor waren Angriffe auf Tankstellen aus dem nördlichen Gebiet Sumy gemeldet worden. Der ukrainische Branchendienst Naftorynok hat seit April bereits mehr als 140 solcher Attacken gezählt. Sie wirken wie eine Antwort auf die zunehmende Treibstoffkrise in Russland – zunächst auf der besetzten Krim, dann auch in vielen anderen Regionen. Im Land des Angreifers ist Benzin knapp geworden wegen ukrainischer Treffer auf Raffinerien und Versorgungswege. Russland, ein Großexporteur von Öl, führt deshalb nach Kreml-Angaben Gespräche über mögliche Treibstoffimporte.Ihrerseits griffen die ukrainischen Streitkräfte in den Morgenstunden die russische Stadt Pensa an. Sie liegt südöstlich von Moskau und etwa 550 Kilometer von der Ukraine entfernt. Die Gebietsverwaltung bestätigte einen Angriff, äußerte sich aber nicht zu Schäden. Augenzeugen berichteten in sozialen Medien von Rauchsäulen über einem oder mehreren Rüstungsbetrieben. Als Zielorte genannt wurden eine Kugellagerfabrik und ein Institut für Elektromechanik, das Navigationshilfen für Flugzeuge und Raketen entwickelt.Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij bestätigte auf dem Portal X einen Angriff auf einen Rüstungsbetrieb in Pensa, der Raketenteile entwickele und herstelle. Er berichtete außerdem von einem Angriff auf die Raffinerie von Ufa am Ural, die 1300 Kilometer von der Ukraine entfernt liegt.Tote durch russische Gleitbombenangriffe auf SaporischschjaIn der südostukrainischen Großstadt Saporischschja sind mindestens zwei Menschen bei russischen Gleitbombenangriffen getötet worden. 15 weitere Zivilisten seien verletzt worden, teilte der Militärgouverneur des Gebiets Saporischschja, Iwan Fedorow, bei Telegram mit. Insgesamt seien sieben derartige Bomben auf die Industriestadt abgeworfen worden. Den Angaben nach wurde dabei auch das Gebäude eines Kindergartens stark beschädigt.Die russisch-ukrainische Frontlinie verläuft rund 20 Kilometer südlich der Stadt. Gleitbomben werden von russischen Kampfflugzeugen aus großer Höhe und sicherer Entfernung zur ukrainischen Flugabwehr abgeworfen und gleiten dann mit Hilfe von Satellitennavigation ins Ziel. EU zahlt Ukraine Milliarden für Drohnenbeschaffung ausDie Ukraine erhält das erste Geld für die Drohnenbeschaffung aus dem 90 Milliarden Euro schweren Unterstützungsdarlehen der EU. Die Europäische Kommission beginne heute mit der Auszahlung von 3,9 Milliarden Euro, wie sie mitteilte. In einer ersten Tranche sollen insgesamt sechs Milliarden Euro für Drohnen nach Kiew fließen. Der Einsatz von Drohnen sei eine Schlüsselfähigkeit, die es der Ukraine ermögliche, dem Angriffskrieg Russlands standzuhalten.Weitere Zahlungen sollen in den kommenden Tagen erfolgen. Das Geld soll die Beschaffung von Drohnen abdecken und sich gleichzeitig auf Munition, Flugkörper und Luftverteidigungssysteme erstrecken.Vergangene Woche waren bereits rund drei Milliarden Euro Makrofinanzhilfen aus dem riesigen Unterstützungskredit an die Ukraine ausgezahlt worden. Von den neuen EU-Finanzhilfen in Höhe von 90 Milliarden Euro sind 60 Milliarden für verteidigungsrelevante Ausgaben vorgesehen.Die EU hatte im April den Weg für den Unterstützungskredit freigemacht, nachdem der ehemalige ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán ihn zuvor monatelang blockiert hatte. Das Finanzierungskonzept sieht vor, das Geld für das Darlehen zu günstigen Konditionen am Kapitalmarkt aufzunehmen. Die Ukraine soll das Geld nur dann zurückzahlen müssen, wenn Russland nach einem Ende seines Angriffskriegs Entschädigungszahlungen für die entstandenen Schäden leistet.Russland meldet massive Drohnenangriffe auf Region Moskau – Baby soll getötet worden seinRussland hat am Morgen wieder massive Drohnenangriffe auf mehrere Landesteile gemeldet. Mit solchen Attacken – oft auf das russische Hinterland – trägt die Ukraine immer wieder den Krieg ins Land des Angreifers zurück. Besonders betroffen war an diesem Tag erneut die Region Moskau. Infolge eines Drohnenangriffs wurde dort nach russischen Behördenangaben ein sechs Monate altes Baby getötet. Eine Drohne habe ein Wohnhaus in der Stadt Jegorjewsk (etwa 100 Kilometer südöstlich der Hauptstadt) in Brand gesetzt, teilte der Gouverneur der Region Moskau, Andrej Worobjow, in sozialen Netzwerken mit. Das verletzte Kind sei auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben.60 Drohnen seien über Orten rings um die Hauptstadt abgeschossen oder elektronisch ausgeschaltet worden, schrieb Worobjow. Er sprach auch von Schäden an einem Verwaltungsgebäude in Dubna, mehr als 100 Kilometer nordöstlich von Moskau. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij schrieb in sozialen Medien von einem Treffer auf das Zentrum für Weltraumkommunikation in Dubna. Die Anlage diene zur Aufklärung und Koordinierung russischer Besatzungstruppen in der Ukraine, schrieb er. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.Kiew hatte das Zentrum in Dubna bereits in der vergangenen Woche attackiert. Die ukrainische Armee habe zudem zuletzt vier ähnliche russische Anlagen in den Regionen Moskau und Wladimir attackiert, erklärte Selenskij.Nicht weit von Dubna entfernt, im benachbarten Gebiet Twer, wurde nach Behördenangaben eine Frau getötet. Drohnentrümmer seien in ein Wohnhaus gestürzt. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, landesweit seien in der Nacht zu Dienstag 419 ukrainische Drohnen abgefangen worden. Im Gebiet Belgorod, das direkt an die Ukraine grenzt, kam nach örtlichen Angaben bei einem Drohnenangriff ein Mann ums Leben, vier Personen wurden verletzt.Über der Ukraine wurden nach Angaben der Luftwaffe in Kiew in der Nacht 138 von 154 angreifenden russischen Drohnen abgewehrt.Russland will wegen Engpässen Treibstoff importierenAngesichts von Versorgungsengpässen im Zuge ukrainischer Angriffe verhandelt Russland mit anderen Ländern über den Import von Treibstoff. Dies werde aber nur zu akzeptablen Preisen geschehen, teilt Kremlsprecher Dmitrij Peskow mit. Welche Staaten als Lieferanten infrage kommen, wollte er nicht sagen.Die Ukraine hat ihre Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur in den vergangenen Monaten verstärkt. Dies führte in Russland, dem drittgrößten Ölproduzenten der Welt, zu weitreichenden Treibstoffengpässen und Preisanstiegen.Die Treibstoffkrise, die auf der 2014 von Russland annektierten Krim ihren Anfang nahm, hat inzwischen fast sämtliche Regionen des Landes erfasst. Lange Schlangen bilden sich an den Tankstellen, die noch Benzin verkaufen. Auf der Krim geben die Tankstellen derweil Treibstoff gar nicht mehr an Privatpersonen ab.Auch der russische Präsident Wladimir Putin räumte zuletzt Treibstoffprobleme ein. „An den Tankstellen gibt es Warteschlangen, die benötigten Benzinsorten sind nicht immer vorrätig“, sagte Putin vor zwei Tagen. Er bestätigte auch, dass über ein Exportverbot für Diesel-Treibstoff nachgedacht werde. Russland habe inzwischen begonnen, seine Benzinreserven anzuzapfen, so Putin.Ukraine: Frau stirbt nach russischem Gleitbombenangriff in CharkiwIn der Großstadt Charkiw ist nach ukrainischen Angaben eine 23-jährige Frau durch einen russischen Gleitbombenangriff getötet worden. Weitere zwölf Menschen seien verletzt worden, teilte der Gouverneur des Gebiets Charkiw, Oleh Synjehubow, auf Telegram mit. Eine der Verletzten sei in „sehr schwerem Zustand“ in ein Krankenhaus gebracht worden.Die Bombe sei zentrumsnah eingeschlagen. Es habe starke Schäden an Geschäftsgebäuden, Unternehmen und anderer Infrastruktur gegeben. Charkiw ist nur etwas mehr als 20 Kilometer von der russischen Grenze entfernt.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Ukraine News: Auswärtiges Amt verurteilt russischen Angriff auf Kiew
Die Bilder aus der Nacht seien „erschütternd“. Die Angriffswelle trifft erneut zahlreiche Wohnhäuser und andere zivile Objekte.








