Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen stammen von ukrainischen oder russischen Behörden und lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesUkrainischer Geheimdienst: Nordkorea verlegt Raketeneinheit nach WestrusslandGemüsehändler in Cherson angegriffen – Selenskij spricht von Drohnen-„Safari“ Selenskij entlässt Botschafterin in WashingtonRussland: Tote und Verletzte nach ukrainischen GegenangriffenSelenskij ernennt Umjerow zum neuen GeheimdienstchefMassiver Angriff auf die Region Kiew – viele Tote und VerletzteDurch einen massiven russischen Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew und deren Umland sind nach Behördenangaben mindestens 15 Menschen getötet worden. 14 Zivilisten kamen im Kiewer Gebiet ums Leben, wie der Katastrophenschutz mitteilte. In der Hauptstadt war zunächst von einem Toten die Rede. Außerdem habe es Dutzende Verletzte gegeben.In Kiew brachen mehrere große Brände aus, es gab Berichte über Schäden in mindestens sieben Bezirken der Stadt. Unter anderem wurden Lagerhäuser zerstört, auch ein 20-stöckiges Wohnhaus wurde nach Medienberichten getroffen. In den angrenzenden Landkreisen Browary, Fastiw und Butscha wurden nach Angaben des Zivilschutzes ebenfalls Lagerhäuser attackiert. Nach Informationen der ukrainischen Eisenbahn gab es mehrere Tote an einer Bahnstation in Browary, als eine Rakete ein Logistikzentrum in der Nähe traf.Das russische Verteidigungsministerium in Moskau sprach von einem Massenangriff mit Präzisionswaffen, der sich gegen Logistik- und Verteilzentren militärischer Güter gerichtet habe.Erst in der Nacht zum Samstag hatte Russland Kiew mit ballistischen Raketen beschossen. Dabei wurden mindestens neun Menschen getötet und mehr als 30 verletzt. Die Ukraine hat nach eigenen Angaben nicht mehr genug Abfangraketen, um ballistische Raketen abzuwehren.Ukrainischer Geheimdienst: Nordkorea verlegt Raketeneinheit nach WestrusslandEine nordkoreanische Raketeneinheit hat dem ukrainischen Geheimdienst zufolge mit der Verlegung in den Westen Russlands begonnen und könnte für Angriffe auf die Ukraine eingesetzt werden. Die Einheit könne mit 120 ballistischen Raketen und sechs Startrampen ausgerüstet werden, erklärte Andrij Tschernjak vom Militärgeheimdienst. Demnach plant Russland, die ungefähr 90 nordkoreanischen Soldaten in der westrussischen Region Woronesch zu stationieren.Russland hat seit Ende 2023 bereits zahlreiche nordkoreanische Raketen auf die Ukraine abgefeuert. Die Entsendung einer eigenen Einheit wäre eine Ausweitung der ohnehin umfassenden militärischen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern. Sie hatten 2024 einen gegenseitigen Verteidigungspakt unterzeichnet. Ukrainischen Angaben zufolge hat Nordkorea zudem Millionen Artilleriegranaten geliefert und 14 000 Soldaten in die russische Region Kursk entsandt.Russland: Lager des Onlinehändlers Wildberries brennt in TulaIn der russischen Region Tula ist nach Angaben des zuständigen Gouverneurs bei einem ukrainischen Drohnenangriff ein Logistikzentrum des Onlinehändlers Wildberries in Brand geraten. Ein Mensch sei verletzt worden. Der russische Marktführer Wildberries bestätigte den Angriff auf Telegram. Die Beschäftigten seien in Sicherheit gebracht worden, die Lieferströme würden umgeleitet.Nach Angaben des Gouverneurs wurden zudem zwei Industrieanlagen in der Stadt Nowomoskowsk und im Gebiet Uslowaja sowie zwei Wohnhäuser in einem anderen Teil der Region Tula beschädigt.Die ukrainischen Streitkräfte haben seit Mitte Juli mehr als ein Dutzend Anlagen von Wildberries mit Drohnen angegriffen und zum Teil erheblich beschädigt.Wildberries-Lager in Samara nach Angriff abgebranntEin bei einem ukrainischen Drohnenangriff getroffenes Lagerhaus des Onlinehändlers Wildberries in der russischen Region Samara ist vollständig ausgebrannt. Alle dort gelagerten Waren seien zerstört worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf einen Vertreter der Regionalregierung.Ukrainische Drohnen hatten das Lagerhaus am Sonntag angegriffen, wie der Gouverneur der Region mitgeteilt hatte. Der Standort liegt etwa 800 Kilometer von den vordersten ukrainischen Militärstellungen entfernt.Ukraine: Tote durch russische AngriffeNach Angaben aus der Ukraine hat es an diesem Dienstag infolge russischer Angriffe mehrere Todesopfer gegeben. In der nordostukrainischen Stadt Sumy wurden dem Chef der Militärverwaltung zufolge zwei Mädchen im Alter von fünf und zehn Jahren sowie eine Frau getötet. Russland habe Gleitbomben eingesetzt. Davon seien sechs in zivile Infrastruktur eingeschlagen, zwei konnten demnach abgewehrt werden.In Mykolajiw im Süden der Ukraine kam nach Angaben des Militärgouverneurs eine 89-Jährige ums Leben. Sieben weitere Menschen wurden demnach verletzt. Mehrere Wohnhäuser und ein Auto seien beschädigt worden.Sewastopol: Russischer Soldat erschießt mehrere MenschenAuf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim hat ein russischer Soldat nach Behördenangaben mindestens vier Menschen erschossen. Er habe zuerst das Feuer auf Kameraden eröffnet und dabei einen Militärangehörigen getötet, teilte der von Moskau eingesetzte Gouverneur der Stadt Sewastopol, Michail Raswoschajew, auf Telegram mit. Anschließend habe der Soldat im Nachbardorf Chmelnizkoje drei Zivilisten umgebracht und drei weitere verletzt. Der mutmaßliche Täter sei festgenommen worden. Zum Motiv der Tat wurde bisher nichts bekanntgegeben.Lilly ZerbstRussland meldet mehrere ukrainische DrohnenangriffeAm frühen Dienstagmorgen hat Russland mehrere ukrainische Drohnenangriffe auf russisches Gebiet gemeldet. Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die Region Moskau starben nach russischen Angaben fünf Menschen. Zudem gab es sechs Verletzte. Das teilte der Gouverneur der Region, Andrej Worobjow, auf Telegram mit. Insgesamt seien in der Nacht auf Dienstag nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums 320 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört worden.Außerdem wurden in der Nähe des russischen Schwarzmeerhafens Noworossijsk nach Angaben der türkischen Schifffahrtsbehörde bei einem Drohnenangriff auf das Frachtschiff "Nadezhda" drei Besatzungsmitglieder schwer verletzt. Am Montag kommen bei einer mutmaßlichen Drohnenexplosion am Badeort Archipo-Ossipowk im Südwesten Russlands sieben Menschen ums Leben. Das teilte die örtlichen Behörden mit. Weitere 40 Menschen wurden verletzt. Ein Video von der Explosion am Badestrand kursierte am Montag in den sozialen Medien und wurde durch die New York Times verifiziert.Russland: Wildberries-Lager in Twer bei Angriff beschädigtBei einem ukrainischen Drohnenangriff ist nach russischen Angaben ein Lagerhaus des Onlinehändlers Wildberries in der Region Twer getroffen worden. Das Gebäude sei beschädigt worden, teilte Gouverneur Vitali Koroljow mit. Es sei niemand verletzt worden. Zuvor hat Wildberries mitgeteilt, dass sein Lager in der Nähe von Sankt Petersburg in Brand geraten sei. Es gebe keine Verletzten.Selenskij entlässt Botschafterin in WashingtonDer ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hat die Botschafterin in den USA, Olha Stefanischyna, von ihrem Amt entbunden. Das Präsidialamt in Kiew veröffentlichte den Erlass mit der Veränderung auf dem für die Ukraine überragend wichtigen Posten in Washington. Die frühere Vizeministerpräsidentin Stefanischyna schrieb auf Facebook, sie habe selbst um ihre Entlassung gebeten.Mit Berichten über eine mögliche Ablösung der Botschafterin hatte in Kiew Mitte Juli Selenskijs jüngste Regierungsumbildung begonnen. Nachfolgerin hätte demnach die abgelöste Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko werden sollen, die den Posten aber Medienberichten zufolge abgelehnt hat. Derzeit ist über eine Nachfolgeregelung nichts bekannt.Sowohl Stefanischyna in Washington als auch Swyrydenko von Kiew aus ist es gelungen, einen guten Draht zur Führung von US-Präsident Donald Trump zu halten - trotz der wechselhaften Ukraine-Politik der US-Regierung. Zuletzt versprach Trump der Ukraine eine Lizenz zum Bau von Patriot-Flugabwehrraketen, stellte seine Zusage aber wenig später wieder infrage.Lilly ZerbstUkraine: Mehrere Tote nach russischem Angriff auf TankstelleBei einem russischen Angriff auf eine Tankstelle in der Südostukraine sind mindestens drei Menschen getötet worden. Darunter sei ein acht Jahre alter Junge. Das teilt der Chef der Militärverwaltung der Region Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, auf Telegram mit. Sechs weitere Menschen im Alter von 20 bis 60 Jahren seien bei der Attacke auf die Tankstelle im Kreis Krywyj Rih verletzt worden. Ein Feuer sei am Einschlagsort ausgebrochen.Lilly ZerbstRussland: Tote und Verletzte nach ukrainischen GegenangriffenIn der Schwarzmeerregion sind infolge ukrainischer Gegenangriffe nach russischen Angaben mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Sechs Personen wurden dem Gouverneur des russischen Gebiets Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, zufolge in dem kleinen Badeort Archipo-Ossipowka getötet. Drei von ihnen seien minderjährig. Weitere rund 40 Menschen seien verletzt worden. Kondratjew zufolge waren Drohnentrümmer herabgestürzt. Er warf Kiew einen Angriff auf die Zivilbevölkerung vor, die nichts mit Militärinfrastruktur zu tun habe. Auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim stieg die Zahl der Toten infolge eines ukrainischen Angriffs nach Angaben des von Moskau eingesetzten Statthalters Sergej Aksjonow auf vier Menschen. Zuvor hatte er von drei Toten und zwei Verletzten gesprochen. Details nannte er nicht. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte am Morgen mit, 131 ukrainische Drohnen über russischen Regionen und der annektierten Krim abgewehrt zu haben. Die Angaben sind nicht unabhängig überprüfbar, lassen aber Rückschlüsse auf die Intensität der ukrainischen Gegenangriffe zu.Lorenz ZeckSelenskij ernennt Umjerow zum neuen GeheimdienstchefDer ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hat den Chefunterhändler Rustem Umjerow zum neuen Chef des Auslandsgeheimdienstes ernannt. Umjerow, der auch schon Verteidigungsminister gewesen war, bleibe in der neuen Funktion weiter zuständig für die zuletzt unter US-Vermittlung geführten Verhandlungen mit Russland, teilt Selenskij mit.Zuletzt war Umjerow Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates. Als Geheimdienstchef soll er auch den Export ukrainischer Drohnen sowie deren Integration in die Verteidigungssysteme anderer Staaten koordinieren, sagte Selenskij bei einem Treffen mit Diplomaten. Demnach gibt es inzwischen Verträge mit neun Staaten, weitere Abkommen seien geplant.Russland meldet wieder Angriff auf Wildberries-LagerBei einem neuen ukrainischen Drohnenangriff auf den größten russischen Versandhändler Wildberries ist laut Angaben aus Russland ein Logistikzentrum im Gebiet Wladimir in Brand geraten. Die Mitarbeiter seien in Sicherheit gebracht worden, teilte das Unternehmen mit. Gouverneur Alexander Awdejew sprach von zwei Verletzten.Die Ukraine greift seit Mitte Juli die Wildberries-Anlagen an und wirft dem Versandhändler vor, auch Bedarf für den russischen Angriffskrieg zu liefern. Russische Behörden dagegen sprechen von Terroranschlägen gegen zivile Infrastruktur. Der Angriff im Gebiet Wladimir – ungefähr 190 Kilometer östlich von Moskau – war der mittlerweile 18., wie russische Medien berichteten.Nach Schätzungen von Wirtschaftsanalysten hat Wildberries durch die seit Wochen andauernden Angriffe bisher etwa 20 Prozent seiner Lagerkapazitäten verloren. Der Schaden wird auf 280 Milliarden Rubel (etwa drei Milliarden Euro) geschätzt.Zudem gab es am Montagmorgen in der russischen Stadt Belgorod Berichte über Angriffe aus der Ukraine auf die technische Universität. In sozialen Netzwerken kursierten nicht sofort überprüfbare Aufnahmen, die das brennende Hochschulgebäude zeigen sollen. Der Telegram-Kanal „Pepel“ (Deutsch: Asche) meldete, dass das Bauwerk komplett ausgebrannt sei. Behördenangaben gab es dazu bisher nicht. Die Universität gilt als ein regionales Zentrum für die Entwicklung und Erprobung von Drohnen. Sie hatte mit der Studienrichtung auch offiziell um Studenten in sozialen Netzwerken geworben.Tote und Verletzte bei russischem Angriff auf Saporischschja Bei russischen Luftangriffen auf die ukrainische Großstadt Saporischschja sind nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Weitere 21 Personen seien bei den Explosionen zweier Gleitbomben in der Stadt verletzt worden, teilte der regionale Militärverwalter Iwan Fedorow auf Telegram mit. Mehrere Wohnhäuser seien bei dem Angriff beschädigt worden. In der südukrainischen Stadt Cherson wurde bei einem Drohnenangriff auf ein Auto eine Frau getötet, wie die Regionalverwaltung mitteilte. Zwei weitere Insassen des Wagens wurden dabei verletzt.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Ukraine News: Massiver Angriff auf die Region Kiew – viele Tote und Verletzte
Nach Angaben aus der Ukraine setzt Russland unter anderem Raketen ein. Berichten zufolge werden Lagerhäuser zerstört, auch ein 20-stöckiges Wohnhaus wird getroffen.









