Rettungsdienst: 14 Tote bei russischem Raketenangriff auf KiewRussland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew und ihre Umgebung in der Nacht abermals mit ballistischen Raketen angegriffen. Dabei sind nach Angaben des Rettungsdienstes 14 Menschen getötet worden. 27 weitere Menschen seien verletzt worden, teilt der Rettungsdienst auf Telegram mit. Zudem seien mehrere Lagerhäuser in der Region um Kiew beschädigt worden.Vanessa AngermannGouverneur: Lager des Online-Händlers Wildberries brennt in TulaIn der russischen Region Tula ist nach Angaben des Gouverneurs bei einem ukrainischen Drohnenangriff ein Logistikzentrum des Online-Händlers Wildberries in Brand geraten. Ein Mensch sei verletzt worden, teilt Dmitri Miljajew auf Telegram mit. Der russische Marktführer Wildberries bestätigt den Angriff auf Telegram. Die Beschäftigten seien in Sicherheit gebracht worden, die Lieferströme würden umgeleitet. Die ukrainischen Streitkräfte haben seit Mitte Juli mehr als ein Dutzend Anlagen von Wildberries mit Drohnen angegriffen und zum Teil erheblich beschädigt.Miljajew zufolge wurden zudem zwei Industrieanlagen in der Stadt Nowomoskowsk und im Gebiet Uslowaja sowie zwei Wohnhäuser in einem anderen Teil der Region Tula beschädigt.Russland meldet Angriffe auf Schiffe in ukrainischen Häfen Russische Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau drei Schiffe im ukrainischen Hafen Mykolajiw sowie ein weiteres im Schwarzen Meer vor Odessa angegriffen. Diese würden „im Interesse des ukrainischen Militärs“ genutzt, teilte das Ministerium mit. Im Hafen von Tschornomorsk attackierten russische Truppen demnach zudem ein Containerterminal und eine Lagerhalle für Drohnen und Drohnenteile. Polnische Luftwaffe fängt russisches Aufklärungsflugzeug abDie polnische Luftwaffe hat nach Regierungsangaben bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Tage ein russisches Aufklärungsflugzeug über der Ostsee abgefangen. Der russische Aufklärer vom Typ Il-20 sei 56 Kilometer nordöstlich von Koszalin unterwegs gewesen, schrieb Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz auf der Plattform X. Dort hätten ihn zwei polnische Kampfflugzeuge abgefangen. Der polnische Luftraum sei nicht verletzt worden, hieß es aus dem Verteidigungsministerium.„Russland führt erneut provokative Aktionen in der Nähe der Grenzen der NATO-Staaten durch und testet damit die Wachsamkeit und Einsatzbereitschaft der Verteidigungssysteme des Bündnisses“, schrieb Kosiniak-Kamysz weiter. Bereits am Montag und am vergangenen Freitag war es zu ähnlichen Vorfällen mit russischen Aufklärern über der Ostsee gekommen.Die russischen Erkundungsflüge vor der Küste des NATO-Mitglieds Polen hatten laut Warschauer Angaben zuletzt wieder zugenommen. Schon Mitte Juli fing die polnische Luftwaffe an drei Tagen in Folge russische Kampfflugzeuge ab. Beim sogenannten Abfangen in der Luft nehmen die Piloten Sichtkontakt zur gegnerischen Besatzung auf und signalisieren, dass deren Flugzeug sich entfernen soll.In Polen und den baltischen Staaten gibt es Befürchtungen, dass Russland wegen seiner Probleme im Ukrainekrieg vermehrt NATO-Staaten unter anderem mit Aufklärungsflügen provozieren könnte.Wildberries-Lager in Russland vollständig ausgebrannt Die Ukraine hat abermals an mehreren Stellen den größten russischen Versandhändler Wildberries angegriffen. In der russischen Region Samara soll ein Lager vollständig ausgebrannt sein. Alle dort gelagerten Waren seien zerstört worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf einen Vertreter der Regionalregierung. Ukrainische Drohnen hatten das Lagerhaus am Sonntag angegriffen, wie der Gouverneur der Region mitgeteilt hatte. Der Standort liegt rund 800 Kilometer von den vordersten ukrainischen Militärstellungen entfernt. Nach einer Attacke auf ein Lagerhaus in der Siedlung Krasny Bor im Gebiet Leningrad um die Metropole St. Petersburg brach nach Angaben von Gouverneur Alexander Drosdenko ein Feuer aus. Das Unternehmen bestätigte einen Brand an einem Logistikzentrum in Krasny Bor. Die Mitarbeiter seien rechtzeitig in Sicherheit gebracht worden, Verletzte gebe es nicht.Im Moskauer Gebiet kamen nach Angaben von Gouverneur Andrej Worobjow fünf Menschen bei einem ukrainischen Drohnenangriff ums Leben. Zehn Personen seien verletzt worden, sechs von ihnen wurden demnach in Krankenhäuser gebracht. Bei der Stadt Tschechow brachen Feuer in einem Industriegebiet aus, wie er mitteilte. Den größten Brand gab es demnach bei einem Lagerhaus, das auch von Wildberries genutzt werde. In sozialen Medien kursierten nicht überprüfbare Fotos, die Rauch über einem Lagerhaus und evakuierte Mitarbeiter zeigen sollen.In der nordwestlich von Moskau gelegenen Region Twer sprachen Behörden ebenfalls von Schäden an einem Wildberries-Lager. Herabstürzende Drohnentrümmer hätten eine Wand der Lagerhalle im Dorf Emmaus beschädigt, hieß es. Mitarbeiter seien nicht verletzt worden.Vier Tote nach russischen AngriffenNach russischen Angriffen auf die ukrainischen Städte Sumy und Mykolajiw sind nach Angaben der Ukraine vier Menschen ums Leben gekommen. Dem Chef der Militärverwaltung in Sumy, Oleh Hryhorow, zufolge wurden in der nordöstlich gelegenen Stadt zwei Mädchen im Alter von fünf und zehn Jahren sowie eine Frau getötet. Russland habe Gleitbomben eingesetzt. Davon seien sechs in zivile Infrastruktur eingeschlagen, zwei konnten demnach abgewehrt werden.In Mykolajiw im Süden der Ukraine kam nach Angaben von Militärgouverneur Heorhij Reschetilow eine 89 Jahre alte Frau ums Leben. Sieben weitere Menschen wurden demnach verletzt. Mehrere Wohnhäuser und ein Auto seien beschädigt worden.Sewastopol: Russischer Soldat erschießt mehrere Menschen Auf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim hat ein russischer Soldat nach Behördenangaben mindestens vier Menschen erschossen. Er habe zuerst das Feuer auf Kameraden eröffnet und dabei einen Militärangehörigen getötet, teilte der von Moskau eingesetzte Gouverneur der Stadt Sewastopol, Michail Raswoschajew, bei Telegram mit. Anschließend habe der Soldat im Nachbardorf Chmelnizkoje drei Zivilisten umgebracht und drei weitere verletzt. Der mutmaßliche Täter sei festgenommen worden. Zum Motiv der Tat wurde vorerst nichts bekanntgegeben. Russland: Haben sieben Frachtschiffe angegriffen Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau sieben Frachtschiffe mit Drohnen angegriffen. Sie hätten im ukrainischen Hafen von Mykolajiw gelegen beziehungsweise seien im Schwarzen Meer unterwegs gewesen, meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf das Ministerium. Russland hat solche Angriffe mehrfach damit begründet, dass Rüstungsgüter für das ukrainische Militär transportiert würden. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Angaben nicht. Gouverneur: Fünf Tote bei ukrainischem Angriff auf Region Moskau Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Region Moskau sind nach russischen Angaben fünf Menschen getötet worden. Zudem seien sechs Menschen verletzt worden, teilt der Gouverneur der Region, Andrej Worobjow, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Ein Lagerhaus sei in Brand geraten, das Feuer sei aber inzwischen gelöscht worden. Auch ein Privathaus und ein Auto seien beschädigt worden. Russland: Haben 320 ukrainische Drohnen abgefangen Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau in der Nacht 320 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Betroffen gewesen seien 19 Regionen. Wie viele gegnerische Drohnen entdeckt wurden oder ihr Ziel erreicht haben, teilt Russland nicht mit. Gouverneur: Lagerhalle bei St. Petersburg von Drohnen getroffen Bei einem Drohnenangriff in der Nähe der russischen Metropole St. Petersburg ist ein Lagerhaus getroffen worden. Das teilt der Gouverneur der Region, Alexander Drosdenko, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Um was für ein Lagerhaus und um welche Firma es sich handelt, lässt er offen. Die Ukraine hat wiederholt Lagerhäuser von Online-Händlern wie dem russischen Marktführer Wildberries angegriffen und begründet dies damit, dass sie auch vom russischen Militär genutzt werden.Das Nachbarland Finnland hat als Reaktion auf den jüngsten Angriff bei St. Petersburg im östlichen Finnischen Meerbusen eine vorübergehende Flugverbotszone eingerichtet, wie die finnischen Streitkräfte auf der Online-Plattform X mitteilen. Finnland ist Mitglied der EU und der Nato und teilt eine gut 1300 Kilometer lange Grenze mit Russland. Früherer Militärchef Saluschnyj hält Nato-Beitritt der Ukraine für ausgeschlossen Der ehemalige Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee, Walerij Saluschnyj, sieht keine Aussicht auf einen Nato-Beitritt seines Landes. „Leider werden wir niemals wirklich beitreten“, wurde der jetzige Botschafter in Großbritannien am Montag vom Medium „Evropeiska Pravda“ zitiert. Er habe dies bei einem Treffen ukrainischer Botschafter gesagt. „Ich kenne die Nato sehr gut. Etwa zwölf Jahre lang habe ich persönlich daran gearbeitet, sicherzustellen, dass wir die Nato-Standards erfüllen, und jedes Jahr habe ich Märchen darüber gehört, wie wir jeden Tag der Nato beitreten würden.“Saluschnyj begründete seine Einschätzung damit, dass die Ukraine die militärischen Standards für einen Beitritt in keiner Weise erfülle. Es sei „unmöglich, mit dem Entwicklungsstand der ukrainischen Streitkräfte ... einer Organisation beizutreten, die sich von Doktrinen des Zweiten Weltkriegs leiten lässt“. Dem Land fehle die Technologie, die in den Nato-Mitgliedstaaten bereits im Einsatz sei, darunter Raketenabwehr und Weltraumfähigkeiten.Das strategische Ziel der Mitgliedschaft in der Nato und der Europäischen Union ist in der ukrainischen Verfassung verankert. Saluschnyj war 2024 wegen Meinungsverschiedenheiten mit Präsident Wolodymyr Selenskyj über die Kriegsführung gegen Russland als Oberbefehlshaber entlassen worden. Meinungsumfragen zum Vertrauen der Wähler sehen ihn etwa auf Augenhöhe mit Selenskyj. Russland lehnt eine ukrainische Nato-Mitgliedschaft kategorisch ab. Selenskyj entlässt ukrainische Botschafterin Stefanischyna in den USADer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Montag die ukrainische Botschafterin in den USA, Olha Stefanischyna, entlassen. Stefanischyna erklärte, sie habe um ihre Entlassung gebeten. Stefanischyna war früher Justizministerin der Ukraine und im Juli vergangenen Jahres zur Botschafterin ernannt worden. Zunächst war unklar, wer nun auf Stefanischyna folgt.Die Botschaft in den USA ist für die Ukraine von besonderer Bedeutung. Das von Russland angegriffene Land ist auf US-Waffenlieferungen und Geheimdienstinformationen angewiesen.Die Beziehungen zwischen Selenskyj und US-Präsident Donald Trump waren angespannt, zuletzt zeigte sich Trump eher wohlwollend gegenüber Selenskyj. Trump kündigte zuletzt, die USA würden der Ukraine „das Recht geben, Patriots herzustellen“. Kurze Zeit später äußerte sich Trump hingegen zurückhaltender. Das Patriot-System spielt eine zentrale Rolle beim Schutz ukrainischer Städte und Infrastruktur insbesondere vor ballistischen Raketen.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Ukraine-Liveticker: Viele Tote und Verletzte bei russischem Raketenangriff auf Kiew | FAZ
Rettungsdienst meldet 14 Tote und 27 Verletzte +++ Ukraine attackiert abermals Wildberries-Lager in Russland +++ Selenskyj entlässt ukrainische Botschafterin in den USA +++ alle Neuigkeiten im Liveblog
















