Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen stammen von ukrainischen oder russischen Behörden und lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesFünf Tote bei russischem Angriff auf Frachter nahe Odessa Ukraine gründet Raketenabwehr-Bund mit Deutschland und weiteren europäischen StaatenWadephul: EU-Sanktionen gegen Russland noch in dieser WocheUkraine: Drohnen treffen 15 russische Schiffe im Asowschen MeerRussland: Drei Tote bei ukrainischem Drohnenangriff auf Region MoskauRussland greift Kiew und weitere Städte wieder mit Raketen anRusslands Militär hat die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht erneut mit ballistischen Raketen angegriffen, die aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit schwierig abzuwehren sind. Im Zentrum der Dreimillionenstadt waren gut ein halbes Dutzend Explosionen zu hören. Nach Behördenangaben brachen in mindestens zwei Stadtteilen Brände aus, teils ausgelöst durch herabgestürzte Trümmerteile. Im Bezirk Holosiivskyi sollen zwei Lagerhallen gebrannt haben. Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge brannten zudem Autos, nachdem Drohnenteile in einem östlichen Vorort niedergegangen sind. Opfer wurden aus der Hauptstadt zunächst nicht gemeldet. Auch andere Städte sind Ziele der Angriffe: In Saporischschja wurden bei einem Drohnenangriff den Rettungsdiensten zufolge elf Menschen verletzt. In der Region Charkiw gab es nach Angaben des Gouverneurs sechs Verletzte. Kurz zuvor hatten in Paris mehrere Mitgliedstaaten der sogenannten Koalition der Willigen eine Initiative zur Stärkung der ukrainischen Flugabwehr ins Leben gerufen. Mehr zu dem neuen Bündnis lesen Sie hier: Acht Tote durch ukrainische Drohnenangriffe in DonezkBei ukrainischen Drohnenangriffen in den von Russland kontrollierten Teilen der ​Region Donezk werden nach russischen Angaben acht Menschen getötet. Darunter befinde sich eine vierköpfige Familie, teilt der von Moskau eingesetzte Verwaltungschef Denis Puschilin auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Vier weitere Menschen seien ums Leben gekommen, als ihre Fahrzeuge von Drohnen getroffen wurden. Eine ukrainische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. Fünf Tote bei russischem Angriff auf Frachter nahe Odessa Bei einem russischen Luftangriff auf einen ausländischen Frachter in der Ukraine sind mindestens fünf Besatzungsmitglieder getötet worden. Außerdem habe es auf dem Schiff unter der Flagge von Togo zwölf Verletzte gegeben, teilte der Militärgouverneur des Gebietes Odessa, Oleh Kiper, auf Telegram mit. Der Frachter sei während des Entladens von Mineraldünger in einem Schwarzmeerhafen bei Odessa getroffen worden.In Odessa selbst wurden durch den nächtlichen Angriff mehr als ein Dutzend Busse in einem Fuhrpark zerstört oder beschädigt, wie Kiper mitteilte. Wohnhäuser und ein Sanatorium seien beschädigt worden. Der Gouverneur sprach von mindestens fünf Verletzten.Moskaus Angriff auf den Schiffsverkehr in Odessa wirkt dabei wie eine Antwort auf die ukrainischen Drohnenattacken gegen russische Tankschiffe im Asowschen Meer. Über Nacht seien dort weitere 15 Schiffe getroffen worden, schrieb der Kommandeur der ukrainischen Drohnentruppen, Robert Browdi, auf Telegram. Es gehe um sieben Tanker, fünf Frachter, eine Fähre und zwei Schlepper. Von russischer Seite gab es dazu keine Angaben.In den vergangenen acht Tagen seien 105 russische Schiffe beschädigt worden, erklärte Browdi. Die genaue Zahl ist nicht überprüfbar. Allerdings sind in den vergangenen Tagen Dutzende Treffer beobachtet worden, die Schiffe auf dem Asowschen Meer manövrierunfähig gemacht haben. Russland hofft, mit der Tankerflotte fehlenden Treibstoff auf die Halbinsel Krim zu bringen Ukraine gründet Raketenabwehr-Bund mit Deutschland und weiteren europäischen StaatenWegen anhaltender russischer Angriffe auf die Ukraine haben sich Deutschland, Frankreich und sieben weitere Länder mit der Ukraine in einer neuen Koalition zur Raketenabwehr zusammengeschlossen. Angesichts der ballistischen Bedrohung habe man eine klare Entscheidung getroffen, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nach der Gründung der rein defensiven Koalition gegen ballistische Raketen in Paris.„Wir schützen die Ukraine, stärken unsere gemeinsame Sicherheit und bauen ein Europa der Verteidigung auf. “Frankreichs Präsident Emmanuel Macron„Mit der Gründung der Raketenabwehr-Koalition stärken wir die Fähigkeiten, die Europa benötigt“, sagte Macron. Beteiligt sind außerdem Dänemark, Italien, die Niederlande, Norwegen, Spanien, Schweden und Großbritannien. Ziel des neuen Bündnisses ist eine industrielle Zusammenarbeit, um bestehende Raketenabwehrsysteme zu ergänzen.„Durch die Bündelung unserer industriellen Verteidigungsbasis, unserer Forschung und unserer operativen Erfahrung ist es unser Ziel, eine gemeinsame Abwehrkapazität gegen ballistische Raketen für Europa aufzubauen und relevante unterstützende Aktivitäten zu fördern“, hieß es in einer Erklärung.Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij sagte vor dem Pariser Treffen, es gehe um den Aufbau eines neuen Raketenabwehrsystems. Die Ukraine arbeitet an einem eigenen System namens Freyja, das eine kostengünstige und leistungsfähige Alternative zum Patriot-System darstellen soll. US-Präsident Donald Trump hatte der Ukraine beim Nato-Gipfel in Ankara eine Lizenz zum Bau von Munition für das Flugabwehrsystem Patriot in Aussicht gestellt. Doch das ist eine langfristige Lösung, aktuell ist die Munition vor Ort knapp, und Russland nutzt das aus. Wadephul: EU-Sanktionen gegen Russland noch in dieser WocheBundesaußenminister Johann Wadephul fordert, den Druck der Europäischen Union auf Russland weiter zu erhöhen. Er erwarte, „dass wir uns in dieser Woche auf ein 21. Sanktionspaket verständigen sollten“, sagt Wadephul vor Beratungen der EU-Außenminister in Brüssel. Es werde jetzt vor allem ein Ölpreisdeckel ​gebraucht. „Das ist ein sehr wirkungsvolles Instrument“, betont Wadephul. „Ich bin zuversichtlich, dass das in dieser Woche gelingt.“ Ein Ölpreisdeckel verbietet westlichen Dienstleistern, russisches Öl zu transportieren oder zu versichern, sofern der Verkaufspreis über einer festgelegten Grenze liegt.Die Staaten ‌der Europäischen Union haben sich nach Angaben der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas noch nicht auf das geplante 21. Sanktionspaket gegen Russland geeinigt. Es gebe noch offene Fragen, sagt Kallas vor einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel. Sie hoffe jedoch, dass die Mitgliedstaaten sich bei den anstehenden Beratungen darauf verständigen könnten, 250 weitere russische Personen und Einrichtungen auf die Sanktionsliste zu setzen. Dies wäre die größte Zahl an Einzelpersonen ⁠und Organisationen, die die EU auf einen Schlag auf die Liste setzen würde. Unterdessen hat Großbritannien neue Sanktionen gegen Russland verhängt und dabei Cyber-Netzwerke ins Visier genommen. Die Regierung in London wirft den Netzwerken vor, Chaos und Spaltung in Europa säen zu wollen. Die Maßnahmen richten sich gegen 24 Personen und Organisationen, die hinter „destruktiven Cyber- und Hybridoperationen“ stehen sollen, teilt die britische Regierung mit. Darunter seien Cyberkriminelle ​aus Netzwerken mit Verbindungen zu russischen Geheimdiensten. Zudem seien führende Vertreter des russischen Militärgeheimdienstes GRU von den Sanktionen betroffen, denen die Leitung von Cyber- und Hybridangriffen vorgeworfen wird.Ukraine: Drohnen treffen 15 russische Schiffe im Asowschen MeerUkrainische Drohnen haben in der Nacht zum Montag nach Angaben des Militärs 15 russische Schiffe im Asowschen Meer getroffen. Darunter seien sieben Tanker, teilt der Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, über den Kurzmitteilungsdienst ​Telegram mit. Damit steige die Gesamtzahl der in den vergangenen acht Tagen getroffenen Schiffe auf 105.Zudem meldete der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU Angriffe auf zwei russische Patrouillenboote im Schwarzen Meer sowie Autofähren in Kertsch im Osten der von Russland annektierten Halbinsel Krim und im Hafen Kawkas. Es wurden auch Anlagen der russischen Öl-Infrastruktur angegriffen. In der Nacht seien ein Öllager in der südrussischen Kaukasus-Region Stawropol sowie drei Lagertanks an einer Ölverladestelle im Hafen Kawkas in der südlichen Schwarzmeer-Region Krasnodar getroffen worden, teilt der SBU mit. Der russische Gouverneur von Stawropol bestätigt einen Angriff auf eine Industrieanlage in der Region. Angaben zum genauen Ziel des Angriffs macht er jedoch nicht. Die ​verstärkten Angriffe der Ukraine auf die russische Ölindustrie haben in Russland zu massiven Treibstoffengpässen geführt.Russland greift erneut ukrainischen Hafen Tschornomorsk an Der ukrainische Agrarkonzern Kernel hat nach eigenen Angaben den Betrieb seiner Hafenanlagen in Tschornomorsk am Schwarzen Meer nach schweren Beschädigungen durch russische Raketen- und Drohnenangriffe eingestellt. Bei ​den Angriffen von Freitag bis Sonntag seien Lager- und Umschlagsanlagen unter anderem für Getreide und Sonnenblumenöl beschädigt worden, teilt das Unternehmen mit. ⁠Wann der Betrieb wieder aufgenommen werden könne, sei unklar. Das russische Verteidigungsministerium erklärt hingegen, die Angriffe im Hafen von Tschornomorsk hätten Infrastruktur gegolten, die für Militärgüter der ukrainischen Streitkräfte ​genutzt werde.Russland: Drei Tote bei ukrainischem Drohnenangriff auf Region MoskauBei ukrainischen Drohnenattacken sind nahe der Hauptstadt Moskau nach russischen Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet und fünf weitere verletzt worden. Die Menschen kamen beim Absturz einer Drohne in der Siedlung Pionerski in der Stadt Istra ums Leben, wie der Gouverneur der Region Moskau, Andrej Worobjow, bei Telegram mitteilte. „In fünf Privathäusern brachen Brände aus“, sagte er. Im Laufe der Nacht seien 81 Drohnen abgeschossen worden.In Solnetschnogorsk schlug laut Worobjow eine Drohne in einem Mehrfamilienhaus ein. Zwei Menschen seien verletzt worden. Im Moskauer Gebiet wurden demnach mehrere Wohnhäuser beschädigt. Das russische Verteidigungsministerium teilte am Morgen mit, dass in der Nacht in verschiedenen Regionen insgesamt 342 ukrainische Drohnen abgeschossen worden seien. Zu Treffern macht das Ministerium wie in den meisten Fällen keine Angaben. Luzia GeierEU und Ukraine-Unterstützer beraten über weitere HilfenDie sogenannte Koalition der Willigen aus westlichen Unterstützerländern der Ukraine kommt heute zu Beratungen in Paris zusammen. Bei den Gesprächen des von Frankreich und Großbritannien angeführten Bündnisses zur Absicherung eines möglichen Waffenstillstands zwischen Russland und der Ukraine soll es nach Angaben des französischen Präsidenten Emmanuel Macron unter anderem um das Thema Raketenabwehr und mögliche gemeinsame Militärmanöver gehen. Die Bundesregierung hat die Teilnahme von Kanzler Friedrich Merz (CDU) bestätigt. Unklar war, ob auch der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij bei den Beratungen in Paris dabei sein wird.Selenskij bemüht sich nach Kräften darum, neue Munition für die Patriot-Flugabwehrsysteme seines Landes von den Partnern zu bekommen. Sie sind die wirksamste Abwehrwaffe gegen Russlands ballistische Raketen. Doch die Lenkflugkörper PAC-3 sind knapp, die Produktion in den USA läuft langsam. US-Präsident Donald Trump hatte der Ukraine beim Nato-Gipfel in Ankara eine Lizenz zum Bau von Munition für das Flugabwehrsystem Patriot in Aussicht gestellt. Doch das ist eine langfristige Lösung.Bei dem Treffen in Paris wird auch über Sicherheitsgarantien für die Ukraine und weitere Maßnahmen zur Unterstützung des Landes gesprochen werden. Beim Nato-Gipfel in Ankara gab es neue Hilfszusagen für die Ukraine.Russland: Mehrere Tote bei ukrainischen Angriffen nahe AKW Saporischschja Bei ukrainischen Angriffen auf die von russischen Truppen besetzte Stadt Enerhodar sind mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Weitere vier Bewohner der Stadt in der Nähe des Atomkraftwerks Saporischschja seien verletzt worden, sagten Alexej Lichatschow, Leiter der russischen Atombehörde Rosatom, sowie der von Moskau eingesetzte regionale Gouverneur Jewgenij Balizkij. Die Angaben konnten nicht unabhängig geprüft werden.Lichatschow warf europäischen Politikern und Organisationen nach Angaben der Staatsagentur Tass vor, sich „hinter dem Deckmantel europäischer Politkorrektheit zu verstecken“ oder die Angriffe gegen Enerhodar „einfach zu ignorieren“. Nach seiner Darstellung kamen seit Ende April im Stadtgebiet mindestens elf Bewohner bei ukrainischen Angriffen ums Leben.Enerhodar mit ursprünglich etwa 53 000 Einwohnern liegt in der Nähe des von Russland kontrollierten Atomkraftwerks Saporischschja. Das Kernkraftwerk gilt als größter Arbeitgeber der Bewohner der Stadt. Das größte Atomkraftwerk Europas steht seit März 2022 unter russischer Kontrolle. Es produziert derzeit keinen Strom. Mehrere ukrainische Rückeroberungsversuche scheiterten. Ein Team der internationalen Atombehörde IAEA ist ständig vor Ort, um die Lage zu beobachten und durch seine Präsenz einen Atomunfall zu verhindern. Selenskij kündigt Regierungsumbau anDer ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hat eine Kabinettsumbildung angekündigt. Er begründete das unter anderem mit einem außenpolitischen Strategiewechsel, um Beziehungen zu Schlüsselpartnern zu stärken.„Wir haben festgestellt, dass für die Veränderung eine Erneuerung des Ministerkabinetts nötig ist“, schrieb Selenskij auf der Plattform X. Er schlug die Ablösung ​von Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko vor. In seinem Post dankte er Swyrydenko für ihre Arbeit und kündigte an, ihr die Leitung der Diplomatie mit den wichtigsten Partnern der Ukraine anzubieten. Er erwarte, dass das Parlament ‌den entsprechenden Änderungen in der Regierung zustimme.Swyrydenko bestätigte kurz darauf auf Telegram ihren Abgang. Es sei ihr eine Ehre gewesen, die Regierung in dieser schwierigen Zeit zu führen, schrieb sie. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen die von Russland betriebene Invasion. Sie sei bereit, dem Land in anderer Funktion auch weiter zu dienen, schrieb Swyrydenko.Kandidaten für die Nachfolge Swyrydenkos nannte der Präsident nicht. Die 40-Jährige ist erst seit Juli 2025 als Ministerpräsidentin im Amt. Zuvor war sie Vizeregierungschefin und Wirtschaftsministerin der Ukraine. Als Regierungschefin löste sie Denys Schmyhal ab, den Selenskij bereits vor Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine ernannt hatte.Luzia GeierKlitschko warnt vor Zunahme russischer Angriffe auf KiewKiews Bürgermeister Vitali Klitschko spricht angesichts mehrerer schwerer russischer Luftangriffe in den vergangenen Tagen von einer weiteren Eskalation des Ukraine-Kriegs durch Moskau. Er habe so etwas seit Kriegsbeginn noch nicht erlebt. „Die Angriffe mit russischen ballistischen Raketen sind schlimmer als je zuvor“, sagte er der Bild am Sonntag. Innerhalb einer Woche hat das russische Militär Kiew dreimal schwer aus der Luft angegriffen. Dabei setzte es neben Drohnen auch Marschflugkörper und ballistische Raketen ein. Die Folgen für die ukrainische Hauptstadt sind verheerend. Dutzende Menschen kamen ums Leben, mehr als 100 wurden verletzt. Die Einschläge haben viele Wohnhäuser in Kiew beschädigt oder ganz zerstört.Die von Kremlchef Wladimir Putin betriebene Eskalation sei auch auf die neue Stärke der Ukraine auf dem Schlachtfeld zurückzuführen, zeigte sich Klitschko überzeugt. Putin stehe so unter Druck, „dass er jetzt offenbar Kiew kaputt bomben will, bevor der Winter beginnt“, sagte der frühere Box-Weltmeister. Klitschko rief die westlichen Partner der Ukraine zu weiteren Hilfen bei der Flugabwehr auf. Gerade beim Abfangen ballistischer Raketen ist Kiew auf Systeme wie die von den USA produzierten Patriot-Komplexe angewiesen.Luzia GeierSelenskij fordert raschere Umsetzung von WaffenabkommenDer ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij setzt sich für eine raschere Bereitstellung vereinbarter Waffenlieferungen ein. „Ich bereite Änderungen in den diplomatischen Bemühungen der Ukraine vor“, sagt er in seiner abendlichen Videoansprache, und:„Wir brauchen eine neue Ebene der Zusammenarbeit mit unseren Partnern, um sicherzustellen, dass Vereinbarungen über Waffenlieferungen erfüllt werden.“Wolodimir SelenskijGetroffene Abmachungen müssen viel schneller und vollständiger umgesetzt werden. Dies gelte auch für die jüngst mit US-Präsident Donald Trump getroffene Vereinbarung, wonach die Ukraine eine Lizenz zur eigenen Produktion von Patriot-Flugabwehrraketen erhält. Der Ukraine mangelt es an Munition für ihre Patriot-Systeme, um russische ballistische Raketen abzufangen.Selenskij will Militärs nach Einschlägen in Munitionslager bei Kiew bestrafenBei einem russischen Raketenangriff explodierten vor einigen Tagen nahe Kiew Munitionslager – nun will der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij die verantwortlichen Beamten bestrafen. Es sei eindeutig verboten gewesen, Depots in der Stadt Wyschnewe anzulegen, „doch all diese Vorschriften wurden missachtet“, klagte Selenskij in seiner abendlichen Videobotschaft. Dabei gebe es genügend Plätze in der Ukraine, um solche Depots in sicherer Entfernung von Wohnhäusern aufzubauen. Laut Selenskij waren für den Verstoß gegen die Sicherheitsvorschriften Leiter zweier Staatsbetriebe verantwortlich. Gegen sie und andere Manager werde ermittelt.Das russische Militär hatte in der Nacht zum 6. Juli einen massiven Angriff mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern auf die Ukraine gestartet. Ziel war neben Kiew auch die Stadt Wyschnewe unmittelbar westlich der ukrainischen Hauptstadt. Durch den Einschlag und die Folgeexplosionen kamen in Wyschnewe nach Behördenangaben neun Menschen ums Leben, Dutzende wurden verletzt. Wegen der andauernden Explosionsgefahr mussten die Behörden Hunderte Anwohner in Sicherheit bringen. Tagelang kämpften die Einsatzkräfte gegen die Flammen. Tote und Verletzte in Sumy nach russischem GleitbombenangriffDas russische Militär hat durch den Abwurf von Gleitbomben auf die nordostukrainische Stadt Sumy offenbar mindestens vier Menschen getötet. „Darunter ist auch ein Mädchen“, sagte der Bürgermeister von Sumy, Artem Kobsar, in einem auf seinem Telegramkanal geteilten Video. Der Chef der Militärverwaltung von Sumy, Oleh Hryhorow, teilte später mit, dass die Zahl der Verletzten auf 17 gestiegen sei. Eine Bushaltestelle sei getroffen worden. Auf dem Video von Bürgermeister Kobsar sind ein Bombenkrater im Asphalt und ein zerfetzter Kleinbus in einem Wohngebiet zu sehen. Die örtlichen Behörden warnten vor weiteren Angriffen.Russland setzt gegen die Ukraine häufig Gleitbomben ein. Sie werden von Flugzeugen noch weit von der Front entfernt abgeworfen und schweben dann über eine Entfernung von mehreren Kilometern in Richtung Ziel. Obwohl die Waffen gelenkt sind, gelten sie als nicht besonders zielsicher. Immer wieder treffen sie zivile Objekte.Mehr ladenTickarooLive Blog Software