Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen stammen von ukrainischen oder russischen Behörden und lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesEU zahlt Ukraine Milliarden für Drohnenbeschaffung ausRussland meldet massive Drohnenangriffe auf Region Moskau – Baby soll getötet worden seinRussland will wegen Engpässen Treibstoff importierenPutin lehnt ukrainischen Vorschlag zu Stopp von Langstreckenangriffen abPutin glaubt weiter an Sieg in der UkraineBundesregierung warnt aufgrund verstärkter ukrainischer Drohnenangriffe vor Reisen in ganz RusslandDas Auswärtige Amt hat seine Reisewarnung für Russland angesichts der verstärkten ukrainischen Drohnenangriffe massiv ausgeweitet. Gewarnt wird jetzt vor Reisen im ganzen Land, bisher galt dies nur für die an die Ukraine angrenzenden Gebiete. Begründet wird dieser Schritt damit, dass in ganz Russland mit „erheblicher Gefährdung“ durch Drohnen beziehungsweise Trümmerteile von Drohnen zu rechnen sei. Für deutsche Staatsangehörige und deutsch-russische Doppelstaatler bestehe zudem die Gefahr willkürlicher Festnahmen.Die Ukraine hat in ihrem Abwehrkampf gegen Russland die Drohnenangriffe auf das Nachbarland zuletzt massiv ausgeweitet und dabei auch Ölraffinerien, Industrieanlagen und Militäreinrichtungen tief im russischen Hinterland getroffen.Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass nun auch das Stadtgebiet und die weitere Umgebung von Moskau, die Umgebung von Sankt Petersburg sowie die Leningrader Oblast und andere Orte in Russland verstärkt Ziel massiver Drohnenangriffe seien. „Das Abwehrsystem um Moskau wurde zwar deutlich ausgebaut; dennoch ist es infolge von Drohnenangriffen beziehungsweise aufgrund herabfallender Wrackteile zu teilweise erheblichen Schäden gekommen“, heißt es in der Reisewarnung.Auch der Flugverkehr sei betroffen. „Insbesondere im Westen der Russischen Föderation, aber auch bis weit in die Mitte sowie den Süden des Landes kommt es aus Sicherheitsgründen immer wieder zur mehrstündigen Sperrung von Flughäfen“, so das Auswärtige Amt. Dies könne zur Annullierung Hunderter Flüge und zu chaotischen Verhältnissen an betroffenen Flughäfen führen. Der direkte Flugverkehr zwischen Russland und Deutschland sowie anderen europäischen Staaten ist eingestellt, jedoch sind Flüge über internationale Drehkreuze wie Istanbul möglich.Infolge von Beschädigungen russischer Raffinerien komme es auch zu Engpässen in der Kraftstoffversorgung, heißt es in der Reisewarnung. Teilweise gebe es Mengenbeschränkungen bei der Kraftstoffausgabe, auch in Moskau. „Ferner können Angriffe auf das öffentliche Verkehrsnetz, insbesondere den Zugverkehr, nicht ausgeschlossen werden.“Ukraine: Russland beschießt Tankstellen im Gebiet DnipropetrowskNach Angaben aus der Ukraine wurden bei russischen Luftangriffen in der Nacht im ukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk fünf Tankstellen getroffen. Mehrere Brände seien ausgebrochen, teilte der Gouverneur des Gebiets, Oleksandr Hanscha, auf Telegram mit. Eine Frau sei getötet worden, außerdem gebe es drei Verletzte.In der Nacht zuvor waren Angriffe auf Tankstellen aus dem nördlichen Gebiet Sumy gemeldet worden. Der ukrainische Branchendienst Naftorynok hat seit April bereits mehr als 140 solcher Attacken gezählt. Sie wirken wie eine Antwort auf die zunehmende Treibstoffkrise in Russland – zunächst auf der besetzten Krim, dann auch in vielen anderen Regionen. Im Land des Angreifers ist Benzin knapp geworden wegen ukrainischer Treffer auf Raffinerien und Versorgungswege. Russland, ein Großexporteur von Öl, führt deshalb nach Kreml-Angaben Gespräche über mögliche Treibstoffimporte.Ihrerseits griffen die ukrainischen Streitkräfte in den Morgenstunden die russische Stadt Pensa an. Sie liegt südöstlich von Moskau und etwa 550 Kilometer von der Ukraine entfernt. Die Gebietsverwaltung bestätigte einen Angriff, äußerte sich aber nicht zu Schäden. Augenzeugen berichteten in sozialen Medien von Rauchsäulen über einem oder mehreren Rüstungsbetrieben. Als Zielorte genannt wurden eine Kugellagerfabrik und ein Institut für Elektromechanik, das Navigationshilfen für Flugzeuge und Raketen entwickelt.Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij bestätigte auf dem Portal X einen Angriff auf einen Rüstungsbetrieb in Pensa, der Raketenteile entwickele und herstelle. Er berichtete außerdem von einem Angriff auf die Raffinerie von Ufa am Ural, die 1300 Kilometer von der Ukraine entfernt liegt.Tote durch russische Gleitbombenangriffe auf SaporischschjaIn der südostukrainischen Großstadt Saporischschja sind mindestens zwei Menschen bei russischen Gleitbombenangriffen getötet worden. 15 weitere Zivilisten seien verletzt worden, teilte der Militärgouverneur des Gebiets Saporischschja, Iwan Fedorow, bei Telegram mit. Insgesamt seien sieben derartige Bomben auf die Industriestadt abgeworfen worden. Den Angaben nach wurde dabei auch das Gebäude eines Kindergartens stark beschädigt.Die russisch-ukrainische Frontlinie verläuft rund 20 Kilometer südlich der Stadt. Gleitbomben werden von russischen Kampfflugzeugen aus großer Höhe und sicherer Entfernung zur ukrainischen Flugabwehr abgeworfen und gleiten dann mit Hilfe von Satellitennavigation ins Ziel. EU zahlt Ukraine Milliarden für Drohnenbeschaffung ausDie Ukraine erhält das erste Geld für die Drohnenbeschaffung aus dem 90 Milliarden Euro schweren Unterstützungsdarlehen der EU. Die Europäische Kommission beginne heute mit der Auszahlung von 3,9 Milliarden Euro, wie sie mitteilte. In einer ersten Tranche sollen insgesamt sechs Milliarden Euro für Drohnen nach Kiew fließen. Der Einsatz von Drohnen sei eine Schlüsselfähigkeit, die es der Ukraine ermögliche, dem Angriffskrieg Russlands standzuhalten.Weitere Zahlungen sollen in den kommenden Tagen erfolgen. Das Geld soll die Beschaffung von Drohnen abdecken und sich gleichzeitig auf Munition, Flugkörper und Luftverteidigungssysteme erstrecken.Vergangene Woche waren bereits rund drei Milliarden Euro Makrofinanzhilfen aus dem riesigen Unterstützungskredit an die Ukraine ausgezahlt worden. Von den neuen EU-Finanzhilfen in Höhe von 90 Milliarden Euro sind 60 Milliarden für verteidigungsrelevante Ausgaben vorgesehen.Die EU hatte im April den Weg für den Unterstützungskredit freigemacht, nachdem der ehemalige ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán ihn zuvor monatelang blockiert hatte. Das Finanzierungskonzept sieht vor, das Geld für das Darlehen zu günstigen Konditionen am Kapitalmarkt aufzunehmen. Die Ukraine soll das Geld nur dann zurückzahlen müssen, wenn Russland nach einem Ende seines Angriffskriegs Entschädigungszahlungen für die entstandenen Schäden leistet.Russland meldet massive Drohnenangriffe auf Region Moskau – Baby soll getötet worden seinRussland hat am Morgen wieder massive Drohnenangriffe auf mehrere Landesteile gemeldet. Mit solchen Attacken – oft auf das russische Hinterland – trägt die Ukraine immer wieder den Krieg ins Land des Angreifers zurück. Besonders betroffen war an diesem Tag erneut die Region Moskau. Infolge eines Drohnenangriffs wurde dort nach russischen Behördenangaben ein sechs Monate altes Baby getötet. Eine Drohne habe ein Wohnhaus in der Stadt Jegorjewsk (etwa 100 Kilometer südöstlich der Hauptstadt) in Brand gesetzt, teilte der Gouverneur der Region Moskau, Andrej Worobjow, in sozialen Netzwerken mit. Das verletzte Kind sei auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben.60 Drohnen seien über Orten rings um die Hauptstadt abgeschossen oder elektronisch ausgeschaltet worden, schrieb Worobjow. Er sprach auch von Schäden an einem Verwaltungsgebäude in Dubna, mehr als 100 Kilometer nordöstlich von Moskau. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij schrieb in sozialen Medien von einem Treffer auf das Zentrum für Weltraumkommunikation in Dubna. Die Anlage diene zur Aufklärung und Koordinierung russischer Besatzungstruppen in der Ukraine, schrieb er. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.Kiew hatte das Zentrum in Dubna bereits in der vergangenen Woche attackiert. Die ukrainische Armee habe zudem zuletzt vier ähnliche russische Anlagen in den Regionen Moskau und Wladimir attackiert, erklärte Selenskij.Nicht weit von Dubna entfernt, im benachbarten Gebiet Twer, wurde nach Behördenangaben eine Frau getötet. Drohnentrümmer seien in ein Wohnhaus gestürzt. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, landesweit seien in der Nacht zu Dienstag 419 ukrainische Drohnen abgefangen worden. Im Gebiet Belgorod, das direkt an die Ukraine grenzt, kam nach örtlichen Angaben bei einem Drohnenangriff ein Mann ums Leben, vier Personen wurden verletzt.Über der Ukraine wurden nach Angaben der Luftwaffe in Kiew in der Nacht 138 von 154 angreifenden russischen Drohnen abgewehrt.Russland will wegen Engpässen Treibstoff importierenAngesichts von Versorgungsengpässen im Zuge ukrainischer Angriffe verhandelt Russland mit anderen Ländern über den Import von Treibstoff. Dies werde aber nur zu akzeptablen Preisen geschehen, teilt Kremlsprecher Dmitrij Peskow mit. Welche Staaten als Lieferanten infrage kommen, wollte er nicht sagen.Die Ukraine hat ihre Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur in den vergangenen Monaten verstärkt. Dies führte in Russland, dem drittgrößten Ölproduzenten der Welt, zu weitreichenden Treibstoffengpässen und Preisanstiegen.Die Treibstoffkrise, die auf der 2014 von Russland annektierten Krim ihren Anfang nahm, hat inzwischen fast sämtliche Regionen des Landes erfasst. Lange Schlangen bilden sich an den Tankstellen, die noch Benzin verkaufen. Auf der Krim geben die Tankstellen derweil Treibstoff gar nicht mehr an Privatpersonen ab.Auch der russische Präsident Wladimir Putin räumte zuletzt Treibstoffprobleme ein. „An den Tankstellen gibt es Warteschlangen, die benötigten Benzinsorten sind nicht immer vorrätig“, sagte Putin vor zwei Tagen. Er bestätigte auch, dass über ein Exportverbot für Diesel-Treibstoff nachgedacht werde. Russland habe inzwischen begonnen, seine Benzinreserven anzuzapfen, so Putin.Ukraine: Frau stirbt nach russischem Gleitbombenangriff in CharkiwIn der Großstadt Charkiw ist nach ukrainischen Angaben eine 23-jährige Frau durch einen russischen Gleitbombenangriff getötet worden. Weitere zwölf Menschen seien verletzt worden, teilte der Gouverneur des Gebiets Charkiw, Oleh Synjehubow, auf Telegram mit. Eine der Verletzten sei in „sehr schwerem Zustand“ in ein Krankenhaus gebracht worden.Die Bombe sei zentrumsnah eingeschlagen. Es habe starke Schäden an Geschäftsgebäuden, Unternehmen und anderer Infrastruktur gegeben. Charkiw ist nur etwas mehr als 20 Kilometer von der russischen Grenze entfernt.Ukraine: Viele Tote und Verletzte nach russischen AngriffenIn der Großstadt Dnipro in der Ukraine sind nach Behördenangaben mindestens fünf Menschen bei einem russischen Angriff getötet worden. 28 seien verletzt worden, schrieb der Chef der Militärverwaltung der Region Dnipropetrowsk, Oleksandr Hanscha, auf Telegram. Auch ein privates Unternehmen sei bei der Attacke beschädigt worden. Die regionale Staatsanwaltschaft sprach von einem Raketenangriff. Dnipro ist ein wichtiger Standort der ukrainischen Rüstungsindustrie.Auch im benachbarten Gebiet Saporischschja meldeten Behörden Opfer. Drei Menschen seien getötet und acht weitere verletzt worden, schrieb Militärgouverneur Iwan Fedorow auf Telegram. Das russische Militär habe einen Bus in einem Bezirk von Saporischschja mit einer Drohne attackiert. Das russische Militär habe einen Bus in einem Bezirk von Saporischschja mit einer Drohne attackiert. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij sprach neben den Attacken in Dnipro und Saporischschja auch von Angriffen auf die Energieinfrastruktur in den Regionen Sumy, Odessa und Tschernihiw sowie Schlägen in den Gebieten Cherson und Charkiw. Er sagte einmal mehr, dass sein Land mehr Mittel für die Flugabwehr, vor allem gegen ballistische Raketen brauche. Russische Besatzungsbehörden melden StromausfälleIn den russisch besetzten Teilen der Südukraine gibt es nach Angaben der von Moskau eingesetzten Behörden Stromausfälle. „Alle Kreise des Gebiets Cherson sind ganz oder teilweise ohne Strom“, schrieb der Chef der dortigen russischen Besatzungsverwaltung, Wladimir Saldo, auf Telegram. Energieversorger und Einsatzkräfte arbeiteten daran, die Stromversorgung in den Haushalten so schnell wie möglich wiederherzustellen. Einen direkten Zusammenhang zu ukrainischen Angriffen stellte Saldo bisher nicht her. Er teilte jedoch mit, dass im Laufe der Nacht 34 ukrainische Drohnen unschädlich gemacht worden seien.Auch der von Russland für das Gebiet Saporischschja eingesetzte Gouverneur Jewgeni Balizki meldete in der Nacht Notabschaltungen. Er schrieb von Schäden an Energieanlagen nach ukrainischen Angriffen auf das Stromnetz.Putin lehnt ukrainischen Vorschlag zu Stopp von Langstreckenangriffen abDer russische Präsident Wladimir Putin hat einen ukrainischen Vorschlag für einen gegenseitigen Verzicht auf Langstreckenangriffe abgelehnt. Russland werde stattdessen an seinem Ziel festhalten, die vier Regionen Donezk, Luhansk, Cherson und Saporischschja vollständig einzunehmen, sagte Putin am späten Sonntagabend in einem Interview des russischen Staatsfernsehens. Er werte den Vorstoß aus Kiew lediglich als Versuch, den Druck auf die ukrainischen Truppen entlang der 1250 Kilometer langen Frontlinie zu lindern. Eine Rettung der Regierung in Kiew gehöre nicht zu den russischen Plänen. Eine Stellungnahme des ukrainischen Präsidialamtes liegt bisher nicht vor.Putin besteht seit Langem darauf, dass die Ukraine ihre verbleibenden Stellungen in der Region Donezk im Donbass aufgibt, und machte dies zur zentralen Bedingung für jedes Friedensabkommen. Sieben Monate nach dem Einmarsch im Jahr 2022 annektierte Russland die vier Regionen – die Regionen Donezk und Luhansk im Donbass sowie Cherson und Saporischschja, die es nur teilweise kontrolliert. Mit Blick auf die verstärkten ukrainischen Drohnenangriffe auf die russische Ölindustrie räumte Putin ein, dass diese zu Treibstoffengpässen in verschiedenen Regionen geführt hätten. Russland habe die Lage jedoch im Griff. Als wichtigste Aufgabe nannte er einen raschen und deutlichen Ausbau der Produktion von Flugabwehrsystemen. Zugleich betonte Putin, dass die ukrainischen Angriffe auf die Infrastruktur keinerlei Auswirkungen auf das Geschehen an der Front hätten.Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hatte Putin in diesem Monat in einem offenen Brief ein persönliches Treffen vorgeschlagen, was der russische Staatschef jedoch ablehnte. Zur Beendigung des Krieges erwartet Putin nun eine Wiederaufnahme der US-geführten diplomatischen Bemühungen. Sobald die heiße Phase des Konflikts zwischen den USA, Israel und Iran überwunden sei, rechne er mit einem erneuten Besuch der US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Moskau. Putin bestätigte jüngste Äußerungen von US-Außenminister Marco Rubio, wonach bei den Gesprächen mit US-Präsident Donald Trump in Alaska im vergangenen Jahr zwar US-Vorschläge erörtert worden seien, jedoch keine formelle Einigung erzielt worden sei. "Niemand hat etwas unterzeichnet, aber wir haben über bestimmte Möglichkeiten zur Beendigung des Konflikts in der Ukraine gesprochen", sagte Putin. Die US-Seite habe dabei um Kompromisse gebeten. Bei möglichen Friedensverhandlungen könnte Putin zufolge zudem der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko helfen. Vorwürfe aus Kiew, wonach Russland versuche, das Nachbarland stärker in den Konflikt hineinzuziehen, ließ er unkommentiert.Ukraine: Fünf Tote bei russischen Angriffen im Süd- und NordostenBei russischen Angriffen im Südosten und Nordosten der Ukraine wurden nach Angaben örtlicher Behörden mindestens fünf Menschen getötet. In der südöstlichen Stadt Saporischschja kamen zwei Menschen ums Leben, 16 weitere wurden verletzt, teilt der regionale Gouverneur Iwan Fedorow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. In der nordöstlichen Grenzregion Charkiw kam eine Person bei einem Raketenangriff auf die Stadt Smijiw ums Leben, acht weitere wurden verletzt, darunter zwei Kinder, erklärt Gouverneur Oleh Synjehubow. Zudem starb nach Polizeiangaben ein Beamter bei der Evakuierung von Anwohnern in einer anderen Gemeinde der Region. In der ebenfalls an Russland grenzenden Region Sumy wurde nach Angaben des dortigen Gouverneurs eine ältere Frau getötet.Putin glaubt weiter an Sieg in der UkraineTrotz deutlicher Rückschläge seiner Truppen an den Fronten in der Ukraine gibt sich der russische Präsident Wladimir Putin weiterhin siegessicher. Die russische Armee werde weiterhin alles unternehmen, um die Ziele der Spezialoperation, wie der Angriffskrieg gegen die Ukraine in Moskau offiziell genannt wird, umzusetzen, betonte Putin in einem Interview.Er begründete seinen Optimismus unter anderem mit einem angeblich „katastrophalen Personalmangel“ der ukrainischen Streitkräfte und behauptete, dass den russischen Streitkräften der Vorschlag unterbreitet worden sei, die Kampfhandlungen auf vier Gebiete in der Ostukraine zu beschränken. Das würde Kiew die Möglichkeit geben, Truppen aus anderen Gebieten in diese Regionen zu verlegen. „Aber die Rettung des Kiewer Regimes ist nicht Teil unserer Pläne.“Seiner Ansicht nach strebe der Westen weiterhin danach, Russland eine strategische Niederlage zuzufügen. „Dort werden zwar vereinzelt verschiedene Gerüchte laut, dass man dies angeblich nicht mehr anstrebe, aber offiziell hat niemand diese These von der Tagesordnung gestrichen“, sagte Putin. „Wozu brauchen sie dann aber die Einstellung der Kampfhandlungen und die Friedensverhandlungen, von denen sie immer häufiger sprechen und an denen sie teilnehmen wollen?“Putin hat bisher jede friedliche Lösung und den Weg zu möglichen Friedensgesprächen abgelehnt. Auch ein Angebot aus Kiew zu einem direkten Gespräch mit dem ukrainischen Staatschef Wolodimir Selenskij wies er zurück. Moskau beharrt stattdessen auf seinen Maximalforderungen, zu denen unter anderem die komplette Kontrolle über den Donbass gehört. Selenskij plant Gedenkstätte für Helden der UkraineDer ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hat ein Gesetzesprojekt zur Errichtung einer Gedenkstätte für herausragende Persönlichkeiten der Ukraine ins Leben gerufen. „Die Namen aller Helden, die in verschiedenen Jahrhunderten und Epochen für die Ukraine gekämpft und die Ukraine inspiriert haben, werden vereint und für immer in unsere Geschichte eingeschrieben“, sagte Selenskij zum Tag der Verfassung.Er will die Gedenkstätte in Kiew errichten lassen. Sein Präsidialamtschef Kyrylo Budanow sagte:„Niemand wird den Ukrainern jemals wieder vorschreiben, welche Helden sie verehren, welche Feiertage sie begehen oder welche Geschichte sie lernen sollen.“Kyrylo Budanow, ukrainischer Präsidialamtschef„Für dieses Recht auf freie Selbstbestimmung und nationale Unabhängigkeit haben unsere Vorfahren jahrhundertelang gekämpft, und genau dafür vergießen unsere Soldaten heute ihr Blut“, so Budanow.Der Hinweis auf Selbstbestimmung galt auch als Stichelei in Richtung des Nachbarn Polen, dessen Präsident Karol Nawrocki in einem Geschichtsstreit Selenskij einen hohen Orden aberkannt hatte.Putin räumt Treibstoffprobleme einKremlchef Wladimir Putin hat eine Krisensitzung zu den aktuellen russischen Versorgungsproblemen mit Treibstoff einberufen. Zuallererst müssten die Auswirkungen der wiederholten ukrainischen Angriffe gegen Raffinerien und anderen Objekten der Erdölindustrie abgefedert werden. „Wir müssen die Folgen terroristischer Anschläge auf unsere zivilen Einrichtungen und die Infrastruktur reduzieren“, wurde er von der Staatsagentur Tass zitiert. An der Sitzung nahmen Vertreter diverser Ministerien und der wichtigsten Erdöl-Produzenten Russlands teil.„An den Tankstellen gibt es Warteschlangen, die benötigten Benzinsorten sind nicht immer vorrätig.“Wladimir Putin, Russlands PräsidentDie zuletzt verstärkten ukrainischen Angriffe gegen die Erdölindustrie in Russland haben zu ernsthaften Versorgungsproblemen geführt. Putin bestätigte, dass man über ein Exportverbot für Diesel-Treibstoff nachdenke. Russland habe begonnen, seine Benzinreserven anzuzapfen.Putin erwartet schon im Juli eine deutliche Erhöhung der Produktion der wichtigsten Treibstoffarten. „Die sich stellenden außergewöhnlichen Aufgaben werden gelöst, und zwar klar, zügig und kompetent im Interesse des Landes und unserer Bürger“, kündigte er an.In einem Fernsehinterview forderte Putin eine stärkere Luftabwehr gegen die ukrainischen Drohnenangriffe auf die Ölinfrastruktur. Die erste Aufgabe bestehe darin, die Produktion der am dringendsten benötigten Systeme schnell hochzufahren.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Ukraine News: Bundesregierung warnt wegen ukrainischer Angriffe vor Reisen in ganz Russland
Begründet wird der Schritt damit, dass mit „erheblicher Gefährdung“ durch Drohnen beziehungsweise Trümmerteile von Drohnen zu rechnen sei.







