Die EU-Kommission kündigte an, sie werde den Kauf der Mehrheitsanteile an der Muttergesellschaft Ceconomy AG durch JD.com auf unfaire Subventionen aus Peking prüfen. Das Unternehmen habe in China möglicherweise von direkten Staatshilfen, Steuervorteilen und günstigen Krediten profitiert, begründete die Kommission ihr Vorgehen. Sie will nun prüfen, ob solche Hilfen dazu geführt haben, dass JD.com ein höheres Angebot machen und so die bisherigen Anteilseigner überzeugen konnte.Die EU-Kommission will außerdem prüfen, ob die Übernahme den Wettbewerb im europäischen Binnenmarkt verzerren würde. Nach EU-Recht hat sie bis zum 2. Oktober Zeit für eine endgültige Entscheidung. Sie betonte, dass deren Ergebnis offen sei. JD.com könnte sich im Laufe der Untersuchung auch zu bestimmten Zusagen verpflichten, um Wettbewerbsverzerrungen zu verhindern.

Prüfung unter sicherheitspolitischen GesichtspunktenJD bezeichnete die Untersuchung am Donnerstag als »normalen Verfahrensschritt«. Der Konzern habe »im Zusammenhang mit der Transaktion keine ausländischen Subventionen erhalten, die den Wettbewerb im EU-Binnenmarkt verzerren könnten«, teilte ein Sprecher mit. Das Unternehmen werde mit den Ermittlern zusammenarbeiten.