PfadnavigationHomePolitikAuslandKaja KallasEU-Chefdiplomatin droht Russland mit „verheerenden Konsequenzen“ bei Angriff auf Nato-LandStand: 07:24 UhrLesedauer: 3 MinutenDie Estin Kaja KallasQuelle: AFP/NICOLAS TUCATKaja Kallas verschärft den Ton gegenüber Moskau und warnt Russland vor den Folgen eines Angriffs auf ein Nato-Land. Zugleich macht die EU deutlich, dass sie vorerst keinen eigenen Russland-Gesandten benennt.Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat Russland vor einem Angriff auf ein Nato-Mitglied gewarnt. „Ein Angriff auf die Nato hätte verheerende Konsequenzen für Russland“, sagte sie dem Magazin „Spiegel“. Kallas verwies auf „die permanenten Drohungen Russlands“, die sich zuletzt auch gegen ausländische Diplomaten gerichtet hätten. Das zeige vor allem eines: „Russland ist in diesem Krieg in einer Sackgasse angelangt. Nun will Moskau zeigen, dass es die Macht hat, Menschen zu terrorisieren: mit Angriffen auf Zivilisten in der Ukraine, aber auch mit Drohungen gegen andere Staaten“, sagte Kallas. „Wenn Moskau eines dieser Länder bedroht, bedroht es die Nato als Ganzes“, betonte sie.Mehr von WELT in der Google-Suche: WELT als Medium bevorzugenKallas warnte vor russischen Ablenkungsmanövern bei möglichen Verhandlungen. „Wenn Russland vorgeben will, wer als Verhandler überhaupt infrage kommt, will es uns in eine Falle locken: Moskau will, dass wir über Personalien sprechen statt über Inhalte“, sagte sie mit Blick auf den Vorschlag des russischen Präsidenten Wladimir Putin, nach dem der frühere Kanzler Gerhard Schröder eine Rolle spielen könnte. Kallas zufolge hat sich Putin „verkalkuliert“: „Nach dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump hoffte er anderthalb Jahre lang, die Ukraine in Verhandlungen auf dem Silbertablett serviert zu bekommen.“ Putin habe jedoch feststellen müssen, dass er „die Rechnung nicht ohne die Ukraine und die Europäer machen kann“.EU wird vorerst keinen Russland-Gesandten ernennenDie EU will vorerst keinen Chefverhandler für mögliche Ukraine-Friedensgespräche mit Russland ernennen. Ein solcher Schritt werde von Kallas und führenden EU-Staaten wie Deutschland derzeit nicht als sinnvoll angesehen, sagten mehrere ranghohe EU-Beamte und Diplomaten der Nachrichtenagentur dpa am Rande eines informellen Außenministertreffens in Zypern.Statt über Personen soll zunächst über Strategiefragen geredet werden. „Wir müssen uns darauf verständigen, worüber wir mit Russland sprechen wollen“, sagte eine EU-Beamtin. Es gelte zu klären, wie die EU diplomatische Bemühungen um ein Ende des russischen Angriffskrieges unterstützen könnte.Zugleich ist den Angaben zufolge geplant, die Vorbereitungen für weitere Russland-Sanktionen voranzutreiben. Demnach wird nicht davon ausgegangen, dass Russlands Präsident Wladimir Putin zum derzeitigen Zeitpunkt überhaupt verhandlungsbereit ist.Informationen der dpa zufolge wollen die EU-Kommission und der Auswärtige Dienst der EU bereits an diesem Donnerstag in vertraulichen Gesprächen mit Vertretern von Mitgliedstaaten einen Vorschlag für das mittlerweile 21. Paket mit Russland-Sanktionen vorstellen. Es soll demnach unter anderem den Finanzsektor und Zulieferer der Rüstungsindustrie treffen.Spekulationen über Merkel und Draghi In Brüssel und in den anderen europäischen Hauptstädten hatte es zuletzt wieder verstärkt Diskussionen darüber gegeben, ob die EU einen Vertreter für mögliche Verhandlungen mit Russland benennen sollte. Als potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten wurden dabei die frühere deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der finnische Präsident Alexander Stubb genannt sowie Mario Draghi, der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank.Russlands Präsident Putin brachte zudem öffentlich den Namen des früheren deutschen Kanzlers Gerhard Schröder ins Spiel. Sowohl die aktuelle Bundesregierung als auch EU-Vertreter schlossen den 82 Jahre alten Vertrauten Putins allerdings als Kandidaten aus. „Wir Europäer entscheiden selbst, wer für uns spricht. Niemand anders“, sagte etwa Bundeskanzler Friedrich Merz.ll mit dpa
Ukraine-Krieg: EU-Chefdiplomatin Kallas droht Russland mit „verheerenden Konsequenzen“ bei Angriff auf Nato-Land - WELT
Kaja Kallas verschärft den Ton gegenüber Moskau und warnt Russland vor den Folgen eines Angriffs auf ein Nato-Land. Zugleich macht die EU deutlich, dass sie vorerst keinen eigenen Russland-Gesandten benennt.















