Der Ebola-Patient an der Charité Berlin ist auf dem Weg der Besserung. Peter Stafford, Arzt aus den USA, sowie seine Frau und die vier Kinder befinden sich weiterhin in der Sonderisolierstation auf dem Campus Virchow. „Die Blutwerte sind fast normal“, sagte Leif-Erik Sander, Direktor an der Klinik für Infektiologie und Intensivmedizin des Universitätsklinikums, an diesem Mittwoch. „Wir sind optimistisch.“Stafford war am 20. Mai in den frühen Morgenstunden per Flugzeug aus der Demokratischen Republik Kongo auf dem BER eingetroffen. Er hatte sich im Osten des Landes mit dem Ebola-Virus infiziert, mit der Bundibugyo-Variante. Sie war bisher bei zwei Ausbrüchen aufgetreten, die Erfahrungen damit sind überschaubar. Weder eine Therapie noch eine Impfung gibt es dagegen.

Bei dem Arzt sei eine sehr hohe Viruslast festgestellt worden, berichtete Sander. Er habe typische Symptome gezeigt und sei sehr geschwächt gewesen. Das behandelnde Team entschied sich für eine kombinierte antivirale Therapie. Sie schlug an. „Nach der symptomatischen Behandlung hat sich der Zustand des Patienten stabilisiert. Die Viruslast ist sehr stark abgefallen.“ Eine intensivmedizinische Behandlung sei zu keinem Zeitpunkt erforderlich gewesen. Dennoch habe ein Team für den Fall bereitgestanden, dass sich der Zustand des US-Arztes verschlechtert hätte.Um die Sonderintensivstation verlassen zu können, muss Stafford mindestens 78 Stunden lang symptomfrei sein. Es folgen zwei Tests, die negativ sein müssen. „Wir warten eher einen Tag länger als zu früh“, sagte Sander.