Der mit dem Ebolavirus infizierte Arzt Peter Stafford aus den USA wird weiter an der Charité behandelt. Auch seine Ehefrau und die vier Kinder sind in der Sonderisolierstation auf dem Campus Virchow des Berliner Uniklinikums untergebracht. Jetzt hat sich die Charité erstmals offiziell dazu geäußert.
„Bei dem Patienten wurde das Bundibugyo-Virus, eine Art des Ebolavirus, mit einem PCR-Test eindeutig nachgewiesen“, heißt es in einer Mitteilung vom Freitag zum Zustand des Arztes: „Er zeigt deutliche Krankheitssymptome und ist stark geschwächt, aber er ist momentan nicht kritisch krank und benötigt derzeit keine intensivmedizinischen Maßnahmen oder Organersatzverfahren.“ Da sich der Verlauf der Erkrankung aber ändern könne, werde er weiterhin engmaschig überwacht und behandelt.
Die Ehefrau und die Kinder des Patienten, die als Hochrisikokontakte eingestuft werden, sind gegenwärtig symptomfrei und befinden sich in einem getrennten Teil der Station in Quarantäne. In einem ersten PCR-Test konnte keine Ebolavirusinfektion nachgewiesen werden.
„Neben der bestmöglichen medizinischen Versorgung ist es das Ziel der Charité, die Familie in dieser schwierigen Situation gesamthaft zu unterstützen“, heißt es in der Mitteilung. „Auf der Station besteht die Möglichkeit einer Betreuung durch Psychologinnen und Psychologen der Charité, außerdem wurde ein Patientenzimmer soweit möglich kindgerecht gestaltet und mit Spielzeug ausgestattet, um den Kindern eine Beschäftigungs- und Ablenkungsmöglichkeit zu schaffen.“











