Stand: 22.05.2026 • 13:31 Uhr
Zwei Tage nach der Aufnahme eines mit Ebola infizierten US-Bürgers in der Berliner Charité hat das Krankenhaus erstmals Informationen zum Gesundheitszustand veröffentlicht. Auch die Familie des Erkrankten ist in der Charité.
Der US-amerikanische Ebola-Patient in der Berliner Charité ist nach Angaben des Universitätsklinikums sehr geschwächt, aber aktuell in keinem kritischen Zustand. Bei ihm sei das Bundibugyo-Virus, eine Variante des Ebola-Virus, mit einem PCR-Test eindeutig nachgewiesen worden, teilte die Charité am Freitag mit. Der 39 Jahre alte Mann zeige deutliche Krankheitssymptome, benötige jedoch derzeit keine intensivmedizinischen Maßnahmen.
Die Ehefrau und die vier Kinder des Patienten, die als Hochrisikokontakte eingestuft werden, sind den Angaben nach aktuell symptomfrei. Sie sind in einem getrennten Teil der Station in Quarantäne. Mit ihrem Ehemann und Vater haben sie über eine Glasscheibe Kontakt, über eine Sprechanlage könnten sie miteinander reden. Der US-amerikanische Arzt war in der Nacht zu Mittwoch in der Charité aufgenommen worden, seine Ehefrau und Kinder eine Nacht später.
Die Sonderisolierstation der Charité auf dem Campus Virchow-Klinikum ist eine geschlossene und geschützte Einheit, die getrennt vom regulären Klinikbetrieb ist, so dass kein Kontakt zu anderen Patientinnen und Patienten entstehen kann. Weder für die Bevölkerung noch für Patientinnen und Patienten der Charité besteht daher Gefahr, wie das Bundesgesundheitsministerium betonte.










