Pleiten, Pech und Pannen passieren im Sendebetrieb von ARD und ZDF regelmäßig. Man könnte auch sagen: Manipulation, Mogelei, Machenschaften. Früher haben ARD und ZDF das schlicht beschwiegen oder geleugnet.

Jetzt jedoch sind die Mängel so offensichtlich, die Polit-Mätzchen so lächerlich geworden, dass der Druck der Bürger auf die Sendeanstalten wächst. Intendanten und Programmdirektoren der Öffentlich-Rechtlichen greifen deshalb zu ungewöhnlichen Mitteln: Sie lassen eine Nachrichtenchefin um Entschuldigung bitten oder eine Redaktion, die verfälschend über eine Studie zur Diskriminierung berichtet hatte, den Kotau machen.

Plötzliche Entschuldigungen: Was ist da los?

Vor zwei Jahren, beim Correctiv-Debakel mit der Berichterstattung über den dramatischen Text „Geheimplan gegen Deutschland“, war so viel Einsicht bei den Programmverantwortlichen noch undenkbar. Denn bis heute fehlt die Berichterstattung der Öffentlich-Rechtlichen über die kassierten Unterlassungsurteile in Sachen eigener Berichterstattung mit massiven Falschbehauptungen. Bis heute hat kein Intendant um Entschuldigung gebeten, dass ARD und ZDF hier journalistische Standards in die Tonne geklopft haben, dass sie Millionen Menschen mit ihrer Falschberichterstattung beliefert haben.