PfadnavigationHomeDebatteArtikeltyp:MeinungSPDWie Bärbel Bas die Migration verherrlicht – und die Deutschen beleidigtStand: 17:33 UhrLesedauer: 3 MinutenBärbel Bas (SPD), Bundesministerin für Arbeit und Soziales, beim Tag der JobcenterQuelle: Carsten Koall/dpaAus Afrika und Asien zieht die Bundesrepublik kaum Arbeitsmigranten an, dafür umso mehr Asylsuchende. Jeder zweite Bürgergeldempfänger ist Ausländer, zwei Drittel haben Migrationshintergrund. Doch die SPD ignoriert die offensichtliche Fehlentwicklung.In Deutschland wurden 2025 fast 310.000 Ausländer eingebürgert, wie Recherchen der WELT AM SONNTAG ergaben. Das ist ein Rekordwert. Und infolge der beiden großen Flüchtlingswellen aus Syrien und der Ukraine dürfte der Trend auch in den kommenden Jahren anhalten. SPD, Grüne und Linke feiern, weil damit die deutsche Gesellschaft immer vielfältiger werde. Und in der Tat handelt es sich bei den Eingebürgerten im Regelfall um gut integrierte Migranten, die arbeiten, Steuern zahlen und unbescholten sind. Solche Neubürger können die rasant alternden Deutschen gut als Verstärkung gebrauchen. Doch zur Wahrheit gehört auch: In Deutschland leben zu viele Ausländer, die den Bürgern auf der Tasche liegen. Wer ins hiesige Sozialsystem einwandert und hier oft erst nach etlichen Jahren – wenn überhaupt – einen vollwertigen Job hat, verursacht der Gesellschaft hohe Kosten. Leider gilt dies für einen beträchtlichen Teil derjenigen, die als „Schutzsuchende“ einreisen. Laut den jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamts leben mittlerweile 3,2 Millionen Flüchtlinge in Deutschland. Damit hat sich die Zahl mehr als verfünffacht gegenüber dem Niveau, das bis 2013 üblich war.Lesen Sie auchDer gewaltige Anstieg ist die Konsequenz der von der früheren Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eingeleiteten und von der späteren Ampel-Koalition begeistert fortgesetzten Politik der offenen Grenzen, die auch von der jetzigen schwarz-roten Koalition nur teilweise zurückgenommen wurde. Was noch immer fehlt für eine echte Migrationswende, ist eine konsequente Rückführung von Menschen, deren Fluchtgrund – etwa der frühere Bürgerkrieg in Syrien – inzwischen entfallen ist. Doch diesen Schritt geht die Koalition im Gegensatz zu anderen europäischen Regierungen bisher nicht. Selbst bei Straftätern gelingt in Deutschland selten die Ausweisung. Die minimale Rückführungsrate ist einer der Hauptgründe, warum sich die Zusammensetzung der ausländischen Bevölkerung binnen der letzten zehn Jahre stark verändert hat. Kamen bis 2015 vor allem Arbeitsmigranten aus anderen EU-Staaten nach Deutschland, so wächst seither vor allem die Gruppe der Drittstaatler. Allerdings zieht die Bundesrepublik aus Afrika und Asien nur wenige Arbeitsmigranten an, aber dafür umso mehr Asylsuchende. Als SPD-Chefin Bärbel Bas kürzlich behauptete, es gebe keine Einwanderung ins Sozialsystem, widersprachen ihr deshalb auch zahlreiche SPD-Kommunalpolitiker, die tagtäglich mit den verheerenden Folgen der ungeregelten Migration konfrontiert sind. Denn nicht nur die öffentlichen Kassen werden dadurch überstrapaziert, sondern auch Schulen sowie der Wohnungsmarkt.Fehlentwicklungen müssen benannt werdenNun hat Arbeitsministerin Bas noch einmal nachgelegt. In ihrer Rede auf dem „Aktionstag Zusammenhalt in Vielfalt“ propagierte die Sozialdemokratin mehr Zuwanderung, weil die deutsche Bevölkerung sonst „einheitsgrau“ oder gar „einheitsbraun“ werde. Braun als Farbe der Nazis wird dabei offensichtlich für alle verwandt, die eine grenzenlos großzügige Willkommenskultur kritisch sehen.Doch die Tatsache, dass mittlerweile jeder zweite Bürgergeldempfänger Ausländer ist und sogar zwei Drittel von ihnen einen Migrationshintergrund haben, verdeutlicht die Fehlentwicklung. Im Gegensatz zu Bas haben die meisten Bürger keine Scheuklappen auf. Dass die Wirtschaft ausländische Fachkräfte gut gebrauchen kann, stellen sie gar nicht infrage. Aber es ist absurd, wenn die SPD-Vorsitzende Migranten per se als Mittel zur Veredelung der deutschen Gesellschaft anpreist.