PfadnavigationHomePolitikDeutschlandMigrationsdebatte„Es wandert niemand in unsere Sozialsysteme ein“, sagt Bas – Kritik von SPD und CDUVeröffentlicht am 07.05.2026Lesedauer: 2 MinutenNach Bärbel Bas’ Aussage zur Einwanderung ins Sozialsystem ordnet WELT‑Redakteurin Marie Droste die Lage ein: Der Anteil ausländischer Bürgergeldempfänger ist seit 2015 deutlich gestiegen. „Man muss sich fragen, wie sie auf diese Aussage kommt“, so Droste.Sozialministerin Bärbel Bas glaubt nicht, dass Menschen wegen der Sozialleistungen nach Deutschland kommen. Sogar aus der eigenen Partei heißt es, dies sei eine „völlig weltfremde Einschätzung“.Bundessozialministerin Bärbel Bas (SPD) stößt mit einer Aussage über den Zusammenhang von Migration und dem Sozialsystem auf Kritik aus der Union, aber auch aus der SPD. In der Regierungsbefragung im Bundestag sagte die SPD-Chefin auf eine Frage des AfD-Abgeordneten René Springer, warum nicht bei der Einwanderung in die Sozialsysteme gespart werde: „Es wandert niemand in unsere Sozialsysteme ein.“ Die Arbeitsministerin verwies auf den Fachkräftemangel im Land. Die Unternehmen brauchten jeden, der hier im Land sei und arbeiten könne.Unionsfraktionsvize Günter Krings widersprach Bas' Aussage. „Wir haben es leider zugelassen, dass unser Sozialsystem einen echten Anreiz für irreguläre Zuwanderung bietet. Deshalb reduzieren wir diese Anreize und setzen durch Zurückweisungen die Asylzuständigkeiten in Europa wieder konsequent durch“, sagte der CDU-Politiker der „Bild“. Zudem gebe es „zu viele Menschen, die aus anderen EU-Staaten zu uns kommen, hier nur wenige Stunden pro Woche arbeiten und im Übrigen Sozialhilfe beziehen“. Das sei ein Problem, „das wir dringend lösen müssen“. Lesen Sie auchDer ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Joe Weingarten sagte dem Portal „The Pioneer“ zu den Worten der Ministerin: „Das ist eine völlig weltfremde Einschätzung. Mit der steht sie auch in der SPD weitgehend alleine: Jeder verantwortliche Kommunalpolitiker könnte ihr aus seiner Stadt genügend Beispiele geben, die das Gegenteil belegen.“„Natürlich wird in unser Sozialsystem eingewandert. Und das nicht zu wenig“Der CDU-Landrat des Saale-Orla-Kreises, Christian Herrgott, sagte der „Bild“: „Da spricht ideologischer Wunsch gegen Realität. Natürlich wird in unser Sozialsystem eingewandert. Und das nicht zu wenig.“ Und weiter: „Die Menschen haben ein feines Gespür dafür, ob man ihnen Märchen erzählt oder die Dinge realistisch bewertet. Solche Aussagen wie von Frau Bas sind ein Konjunkturprogramm für die AfD.“Matthias Jendricke, SPD-Landrat in Nordhausen, sagte der Zeitung zu seiner Parteifreundin: „Wenn ich weiß, in Deutschland bekomme ich das höchste Maß an sozialer Absicherung und die entsprechende Rechtsstaatlichkeit dazu, dann wirkt das.“Und der CDU-Abgeordnete Sepp Müller sagte WELT TV, Bas‘ Satz sei „faktisch falsch“. Knapp die Hälfte der Grundsicherungsempfänger seien Menschen mit Migrationshintergrund. „Was die Bundesarbeitsministerin richtigerweise gesagt hat: Wir brauchen Einwanderung in den Arbeitsmarkt. Das ist ihre Aufgabe, diesen zu begleiten. Hier unterstützen wir gerne als Unionsfraktion.“ Deshalb gelte: „Keine Einwanderung in die Grundsicherung, sondern Einwanderung in den Arbeitsmarkt.“säd mit dpa
Migrationsdebatte: „Es wandert niemand in unsere Sozialsysteme ein“, sagt Bas – Kritik von SPD und CDU - WELT
Sozialministerin Bärbel Bas glaubt nicht, dass Menschen wegen der Sozialleistungen nach Deutschland kommen. Sogar aus der eigenen Partei heißt es, dies sei eine „völlig weltfremde Einschätzung“.






