Israel weitet laut Militärvertreter Bodeneinsatz in Libanon ausIsraels Armee hat ihre Bodeneinsätze im Nachbarland Libanon ausgeweitet. Ziel sei es, die direkte Bedrohung für die israelischen Bürger sowie israelische Soldaten abzuwehren, sagte ein Militärvertreter der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Die israelische Armee habe „gezielte“ Einsätze auch in Gegenden jenseits der sogenannten gelben Linie begonnen, die sechs bis zehn Kilometer entfernt von der israelischen Grenze in Südlibanon verläuft. Hinter dieser Linie waren bereits zuvor israelische Bodentruppen stationiert. In dieser Zone liegen auch Dutzende libanesische Dörfer. Aus libanesischen Sicherheitskreisen will die dpa zudem erfahren haben, dass es seit dem Aufruf der israelischen Armee zur Evakuierung der Stadt Nabatija mindestens 20 Angriffe gegeben habe. Schwere israelische Angriffe im Süden des Landes deuteten demnach auf eine mögliche Ausweitung der Bodenoffensive in Richtung Norden hin. Laut mehreren Medien sollen israelische Bodentruppen auch Einsätze nördlich des Litani-Flusses ausführen. Dieser verläuft etwa 30 Kilometer nördlich der israelischen Grenze. Gemäß einem früheren Abkommen sollten sich die Hizbullah-Kämpfer hinter diesen Fluss zurückziehen. Unter anderem die israelische Nachrichtenseite „ynet“ berichtete, Ziel der Ausweitung der Bodeneinsätze sei es auch, gegen die von der Hizbullah eingesetzten Sprengstoffdrohnen vorzugehen und die von Iran unterstützte Miliz weiter zurückzudrängen. Israels Armee hatte am Nachmittag wieder Beschuss mit mehreren mit Sprengstoff beladenen Drohnen der Miliz gemeldet. Explosion an Tanker vor der Küste OmansVor der Küste Omans hat sich an einem Tanker nach einem mutmaßlich iranischen Angriff eine Explosion ereignet. Der Kapitän habe eine Explosion am Schiffsrumpf gemeldet, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) heute mit. Die Besatzung sei in Sicherheit, es sei aber Treibstoff ausgetreten und ins Meer geströmt. Schiffe in der Nähe wurden aufgerufen, die Gegend vorsichtig zu befahren. Weil sich die Explosion nahe der Wasserlinie ereignete, könnte es sich um einen Angriff mit einem Drohnenboot handeln oder mit einer Haftmine, die am Schiffsrumpf angebracht wurde.Seit Beginn des Irankriegs vor drei Monaten wurden mehrfach Schiffe in der Straße von Hormus und angrenzenden Gewässern angegriffen. Weil die Meerenge faktisch für den Schiffsverkehr geschlossen ist, stecken nach US-Angaben rund 22.500 Seeleute an Bord von mehr als 1.550 Handelsschiffen im Persischen Golf fest. Bericht: Teilweise wieder Zugang zum Internet in IranDie nahezu vollständige Internetblockade in Iran ist einem Bericht zufolge teilweise wieder aufgehoben worden. Live-Daten zeigten, dass Internetverbindungen nach mehr als zwei Monaten teils wiederhergestellt worden seien, berichtete die auf Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks auf der Plattform X. Es handelte sich demnach um „die längste landesweite Internetabschaltung in der jüngeren Geschichte“. Unklar sei jedoch, ob die Wiederherstellung von Dauer sein wird.Daten des IT-Unternehmens Cloudflare zeigten am Dienstag einen Anstieg des Webtraffics im Vergleich zu den vergangenen Wochen.Am Montag hatte Präsident Massud Peseschkian die Freischaltung des internationalen Internets iranischen Angaben zufolge angeordnet. Ein konkretes Datum für die Entsperrung wurde bislang nicht genannt. Mitte Mai hatten iranische Medien jedoch über eine mögliche Freischaltung am 5. Juni berichtet. Israelische Armee Einwohner der libanesischen Stadt Nabatije zur Flucht aufDie israelische Armee hat eine Evakuierungsaufforderung für die Stadt Nabatije im Süden des Libanon herausgegeben. „Zu ihrer eigenen Sicherheit“ sollten die Bewohner ihre Häuser räumen und sich in Gegenden „nördlich des Flusses Sahrani“ zurückziehen, schrieb der arabischsprachige Armeesprecher Avichay Adraee am Dienstag im Onlinedienst X.Die israelische Armee rechtfertigte die Evakuierungsaufforderung mit möglicherweise bevorstehenden Angriffen gegen Einrichtungen der proiranischen Hizbullah-Miliz. „Jeder, der sich in der Nähe von Hizbullah-Mitgliedern, ihren Einrichtungen oder ihrem militärischen Gerät aufhält, setzt sein Leben aufs Spiel“, heißt es in der Mitteilung weiter. Staatsmedium: Iran fordert Freigabe von 24 Milliarden Dollar Iran verlangt die Freigabe von im Ausland eingefrorenen Geldern in Höhe von rund 24 ⁠Milliarden Dollar. Dies müsse in die Absichtserklärung mit den USA eingehen, die derzeit ausgehandelt werde, meldet die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf das Umfeld des iranischen Verhandlungsteams. Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf sei nach Qatar gereist, um dort eine Einigung auf ‌einen entsprechenden Mechanismus zu erzielen, heißt es in dem Bericht weiter. Nach Angriffen auf RaketenstellungenDie iranische Revolutionsgarde behält sich das Recht auf Vergeltung ⁠für jegliche Verletzungen der Waffenruhe durch die USA vor. Dieses Recht sei legitim, teilte die Garde staatlichen Medien zufolge mit. Zudem meldete sie, dass Flugabwehreinheiten eine US-Drohne des Typs MQ-9 abgeschossen hätten. Sie ‌hätten außerdem das Feuer auf ein Kampfflugzeug eröffnet, das in den iranischen Luftraum eingedrungen sei. Khamenei-Kanal: Golfstaaten bieten keinen Schutz mehr für US-StützpunkteDie USA können ⁠sich nach einer Erklärung auf dem Telegram-Kanal von Irans Oberstem Führers Modschtaba Khamenei künftig nicht mehr auf den Schutz ihrer Militärstützpunkte durch die Golfstaaten verlassen. Es ‌werde für die USA in der Region keinen sicheren Hafen mehr geben, betont Khamenei in der Mitteilung. Khamenei war zum Nachfolger seines Vaters ernannt worden, nachdem ‌dieser zu Beginn des ‌Kriegs getötet worden war. Er soll allerdings selbst verletzt worden sein. Öffentlich ist er seit seiner Ernennung nicht in Erscheinung getreten, was Spekulationen über seinen Gesundheitszustand schürte.US-Militär: Angriffe auf Ziele im Iran und Minenleger-BooteTrotz Waffenruhe und laufenden Verhandlungen zur Beilegung des Kriegs hat das US-Militär Ziele im Iran angegriffen. Im Süden des Landes wurden Raketenstellungen getroffen und im Bereich der Straße von Hormus Boote attackiert, die Minen in der Meerenge verlegen sollten, wie das US-Militär mitteilte. Das für die Golfregion zuständige US-Zentralkommando (Centcom) teilte mit, die jüngsten Angriffe dienten dem Schutz der Truppen vor Bedrohungen durch das iranische Militär. Zu den Zielen der Angriffe zählten den Angaben zufolge „Raketenabschussrampen sowie iranische Schiffe, die versuchten, Minen zu legen“. Genaue Angaben zu den Orten und den Umfang der Angriffe machte das Zentralkommando nicht. Es erklärte aber ausdrücklich, die US-Streitkräfte würden sich angesichts der seit Anfang April geltenden Waffenruhe im Iran-Krieg derzeit „zurückhalten“. Iranische Medien berichteten, es habe nach einem US-Angriff im Bereich der Insel Larak in der Straße von Hormus mehrere Tote gegeben. Das US-Militär machte zunächst keine Angaben zu möglichen Opfern und nannte keine weiteren Details zu den Angriffen auf iranische Ziele. Mathias PeerGespräche mit Iran dauern laut Rubio noch anDie Verhandlungen mit Iran über ‌ein erstes Abkommen könnten sich US-Außenminister Marco Rubio zufolge noch etwas hinziehen. Es gebe in Qatar ‌derzeit ‌Gespräche über die genaue Formulierung, was noch einige Tage dauern könne, sagt er. Zu den jüngsten ​US-Angriffen in Iran ⁠erklärt Rubio, die Seewege müssten frei bleiben. „Die Meerengen müssen offen sein, ​sie werden auf die eine oder andere Weise ⁠offen sein“, ‌sagte Rubio.Mathias PeerUSA greifen Ziele in Iran anDas US-Militär hat trotz der Waffenruhe im Süden Irans Raketenstellungen angegriffen sowie im Bereich der Straße von Hormus Boote attackiert, die Minen in der Meerenge verlegen wollten. Die „Angriffe zur Selbstverteidigung“ dienten dem Schutz der Truppen vor Bedrohungen durch das iranische Militär, erklärte ein Sprecher des zuständigen Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom). Das US-Militär übe sich im Rahmen der aktuellen Waffenruhe in Zurückhaltung, verteidige aber seine eigenen Verbände. Iranische Medien berichteten, es habe nach einem US-Angriff im Bereich der Insel Larak in der Straße von Hormus mehrere Tote gegeben. Das US-Militär machte zunächst keine Angaben zu möglichen Opfern und nannte keine weiteren Details zu den Angriffen auf die iranischen Ziele. Mathias PeerAngereichertes Uran soll laut Trump zerstört werdenDas in Iran bereits angereicherte Uran soll nach den Worten von US-Präsident Donald Trump in den USA oder an einem anderen Ort zerstört werden. Entweder es werde „sofort“ an die USA übergeben, um in die Vereinigten Staaten gebracht und dort zerstört zu werden, oder in Zusammenarbeit und Abstimmung mit Iran vor Ort oder andernorts zerstört, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Der Prozess solle von Atomenergie-Experten überwacht werden, meinte Trump – und verwies auf die „Atomenergie-Kommission“. Unklar war zunächst, ob er damit eine US-Behörde oder möglicherweise die Internationale Atomenergie-Organisation IAEO mit Sitz in Wien meint.Offen blieb auch, ob Trump einen aktuellen Stand aus Verhandlungen rund um ein mögliches Rahmenabkommen für ein Ende des Iran-Kriegs spiegelte – also ob es bislang nur eine Forderung ist, die die US-Regierung in den Gesprächen erhebt oder ob das ein bereits vereinbarter Bestandteil des Deals sein könnte. Der Umgang mit etwa 400 Kilogramm an hochangereichertem Uran Teherans ist ein zentraler Streitpunkt in den Verhandlungen. Am Wochenende hatte Trump angekündigt, dass ein Rahmenabkommen „weitgehend“ ausgehandelt worden sei.Irem YildirimMehrere Explosionen in Iran nahe Straße von Hormus Außer in der iranischen Stadt Bandar Abbas sind iranischen Medienberichten zufolge auch in anderen Küstengebieten an der ​Straße von Hormus Explosionen zu hören. Die Ursachen seien unklar. Der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge waren in Bandar Abbas drei Detonationen zu hören. Die Agentur Fars meldet ähnliche Geräusche in der Nähe der Städte Sirik und Dschask an der strategisch wichtigen Meerenge. Irem YildirimNetanjahu ordnet Verstärkung der israelischen Angriffe in Libanon an Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach eigenen Angaben eine Verstärkung der israelischen Militäroffensive gegen die pro-iranische Hizbullah-Miliz in Libanon angeordnet. „Ich habe eine noch größere Beschleunigung unserer Operationen befohlen“, sagte Netanjahu am Montag in einer auf der Onlineplattform Telegram veröffentlichten Videobotschaft. Als Ziel nannte er, die Hizbullah zu „zerschlagen“.Die Hizbullah greife Israel mit Drohnen an, darunter Glasfaserdrohnen, sagte Netanjahu. Doch arbeiteten israelische Teams bereits an „Gegenmaßnahmen“ gegen diese Drohnenangriffe. „Wir werden unsere Angriffe verstärken, unsere Feuerkraft vermehren, und wir werden sie zerschlagen“, sagte der israelische Regierungschef.Zuvor hatten zwei rechtsextreme Minister in Netanjahus Kabinett eine Ausweitung des Militäreinsatzes in Libanon gefordert. Es sei an der Zeit, dass Netanjahu gemeinsam mit US-Präsident Donald Trump „eine entschlossene Haltung einnimmt und ihm mitteilt, dass Israel wieder in den Krieg in Libanon eintritt“, erklärte Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir im Onlinedienst X. Irans Präsident ordnet Ende der Internetsperre anIrans Präsident Massud Peseschkian hat die Freischaltung des internationalen Internets angeordnet. Damit reagierte er auf eine Entscheidung eines „Sonderstabs“, der zuvor mehrheitlich für die Wiederfreigabe gestimmt hatte. Laut Nachrichtenagentur Fars musste der Beschluss vor Inkrafttreten noch vom Präsidenten bestätigt werden.Ein konkretes Datum für die Entsperrung wurde bislang nicht genannt. Mitte Mai hatten iranische Medien jedoch über eine mögliche Freischaltung am 5. Juni berichtet. Nach Angaben der Beobachtungsorganisation NetBlocks sind die meisten Iraner seit 87 Tagen vom Internet abgeschnitten. Lediglich einige Bürger könnten die staatlichen Sperren mit teuren VPN-Diensten umgehen.Die Regierung hatte den Zugang zum weltweiten Internet seit Kriegsbeginn am 28. Februar nahezu vollständig blockiert. Seither konnten die rund 90 Millionen Iraner nur das sogenannte „nationale Internet“ nutzen, in dem ausschließlich staatlich genehmigte Webseiten erreichbar sind. Mehr ladenTickarooLive Blog Software