Viele Angaben stammen von Konfliktparteien und lassen sich teilweise nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesIran greift US-Luftwaffenstützpunkt in Kuwait anLibanon meldet mehrere Tote nach heftigen Angriffen IsraelsIran und USA melden Angriffe rund um die Straße von HormusTrump und Iran nicht zufrieden mit Fortschritt bei VerhandlungenHamas bestätigt Tod ihres neuen Führers in Gaza Israels Armee meldet Angriff in BeirutIsraels Armee hat eigenen Angaben zufolge trotz geltender Waffenruhe in der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Sie sprach von einem „gezielten“ Angriff, weitere Details nannte das Militär bisher nicht.Während die gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz in Südlibanon zuletzt wieder zugenommen haben, gab es in Beirut seit Beginn einer offiziell seit Mitte April geltenden Feuerpause nur einen Angriff vor etwa drei Wochen. Ziel war israelischen Angaben zufolge damals ein Kommandeur der Radwan-Einheit der libanesischen Hisbollah-Miliz gewesen.Der jüngste Angriff traf ersten libanesischen Berichten zufolge ein Wohngebäude am Stadtrand der Hauptstadt, im Viertel Schwaifat. Über weiten Teilen Beiruts sind dpa-Reporterinnen zufolge seit den Morgenstunden Drohnen zu hören. Angaben zu möglichen Opfern gab es bislang nicht. Israels Armee nimmt seit Beginn der Waffenruhe laut israelischen Medienberichten auf Wunsch der US-Regierung nur noch selten Ziele in Beirut ins Visier.Iran greift US-Luftwaffenstützpunkt in Kuwait anKuwait ist nach Angaben des Militärs mit Raketen und Drohnen angegriffen worden, sehr wahrscheinlich aus Iran. Die Luftabwehr sei im Einsatz, um die Attacken abzuwehren, teilt das Militär am frühen Morgen auf X mit. In Kuwait befindet sich ein Luftwaffenstützpunkt des US-amerikanischen Militärs – und die Revolutionsgarde teilte der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim zufolge mit, sie habe einen US-Stützpunkt in der Golf-Region angegriffen. Dies sei eine Reaktion auf einen US-Angriff am frühen Morgen in der Nähe des Flughafens Bandar Abbas gewesen.Kuwait hat die Raketen- und Drohnenangriffe auf sein Staatsgebiet scharf verurteilt. Das Außenministerium des Golfstaates bezeichnet die Angriffe als schwere Eskalation und eklatante Verletzung der Souveränität und Sicherheit des Landes. Die Behörde forderte Iran auf, die Angriffe unverzüglich und bedingungslos einzustellen. Kuwait mache die Regierung in Teheran voll für die Vorfälle verantwortlich, hieß es weiter.Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe gegen Iran am 28. Februar hatte Teheran bereits Raketen und Drohnen auf Kuwait und andere mit den USA verbündete Golfstaaten abgefeuert. Trotz der seit dem 8. April geltenden Waffenruhe wurden zuletzt auch aus den Vereinigten Arabischen Emiraten vereinzelt neue Angriffe gemeldet. Laura OtterDie Lage vor OrtIrans Außenminister verurteilt US-Angriffe und Trumps Aussagen zu OmanDas iranische Außenministerium hat die nächtlichen US-Angriffe im Landessüden scharf verurteilt. Außenamtssprecher Ismail Baghai sprach in einer Mitteilung seines Ministeriums von wiederholten Verstößen gegen die Waffenruhe. Er bekräftigte auch die Entschlossenheit seines Landes, auf die Angriffe im Rahmen des Selbstverteidigungsrechts zu reagieren.Baghai kritisierte außerdem Aussagen von US-Präsident Donald Trump, der dem Golfstaat Oman gedroht hatte. „Oman wird sich wie alle anderen verhalten, oder wir müssen sie in die Luft jagen. Das verstehen sie“, sagte der Republikaner. Trump reagierte damit auf Berichte über Gespräche zwischen Iran und dem Oman über eine gemeinsame Regulierung der Straße von Hormus. Baghai sagte, der Oman habe stets eine „konstruktive, wirksame und verantwortungsvolle Rolle für Frieden und Sicherheit in der Region gespielt“. Dass Oman mit Blick auf die Meerenge ähnliche Ziele wie Iran verfolgt, gilt aber ohnehin als unwahrscheinlich.Laura OtterÖlpreise ziehen deutlich an Die Ölpreise haben im frühen Handel kräftig zugelegt. Am Markt wurde auf die neuen Angriffe in der Golfregion und eine weitere Sanktionsrunde der USA gegen Iran verwiesen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der globalen Referenzsorte Brent zur Lieferung im Juli stieg um mehr als 3,58 Prozent auf 97,67 US-Dollar. Damit blieb die Notierung aber weiter unter der psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar. Am Mittwoch war der Brent-Preis zeitweise noch um mehr als fünf Prozent gefallen.Die faktische Blockade der Straße von Hormus belastet die Weltwirtschaft massiv – und ist für Iran das Druckmittel schlechthin in den Verhandlungen. Trotz der jüngsten Preisreaktion steuert Rohöl weiter auf den zweiten Wochenverlust in Folge zu.Iran und USA melden Angriffe rund um die Straße von HormusIm Süden Irans sind nahe der Stadt Bandar Abbas an der Straße von Hormus drei Explosionen gemeldet worden. Die Nachrichtenagentur Fars berichtet zunächst, der genaue Ort und die Ursache seien unklar, die Luftverteidigung sei aktiviert worden. Bandar Abbas gilt als wichtiges militärisches Zentrum Irans am Persischen Golf. Es sind keine Opfer oder Schäden gemeldet worden.Ein Vertreter der USA, der anonym bleiben wollte, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, das Militär habe vier iranische Kampfdrohnen abgeschossen und eine Bodenkontrollstation in der Hafenstadt Bandar Abbas angegriffen. Dort sei die iranische Seite im Begriff gewesen, eine fünfte Drohne zu starten. „Diese Aktionen waren maßvoll, rein defensiv und dienten der Aufrechterhaltung der Waffenruhe.“ Die Drohnen seien laut Wall Street Journal auf amerikanische und zivile Schiffe abgefeuert worden. Die USA hatten bereits Anfang der Woche Angriffe auf Iran geflogen und auch diese mit Selbstverteidigung begründet. Die iranische Agentur Tasnim bestätigt Schüsse der Revolutionsgarde auf einen US-Öltanker und einen Luftwaffenstützpunkt. Die Revolutionsgarde erklärte, sie habe den US-Luftwaffenstützpunkt beschossen, von dem aus der Angriff auf die Kontrollstation nahe Bandar Abbas gestartet worden sei. Jede „weitere Aggression“ werde jeweils eine „entschlossenere“ Antwort nach sich ziehen. USA sanktionieren Behörde zur Kontrolle der MeerengeReedereien müssen sich für eine Durchfahrt durch die Straße von Hormus seit Beginn der Blockade mit iranischen Kontaktstellen koordinieren – und dürfen danach nur einen Korridor nahe der iranischen Küste passieren. Dafür verlangt Teheran hohe Gebühren. Das US-Finanzministerium setzte die für das Management und die Gebührenerhebung zuständige Behörde deswegen nun auf die Sanktionsliste. Der Plan, eine Gebühr für die Passage der Meerenge zu erheben, verstoße gegen internationales Recht, erklärte das US-Finanzministerium. Die Regierung in Washington warnt Reeder vor einer Zusammenarbeit mit der iranischen Behörde, um die Meerenge zu passieren. Dies könne als Unterstützung der Revolutionsgarden aufgefasst und daher ebenfalls mit Sanktionen belegt werden.Israels Armee greift im Süden Libanons anTrotz Waffenruhe geht der Krieg zwischen Israel und der Hisbollah in Libanon faktisch weiter: Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut im Süden Libanons Stellungen der proiranischen Hisbollah-Miliz angegriffen. Es sei „Infrastruktur“ der Schiiten-Miliz in der Stadt Tyrus attackiert worden, teilte die Armee am frühen Morgen mit. Zugleich meldete die Armee, ein mutmaßlicher Drohnenangriff auf israelische Truppen im Süden des Nachbarlandes sei abgewehrt worden. Das „verdächtige“ Flugobjekt sei über einem Gebiet abgefangen worden, in dem Israels Soldaten im Einsatz seien. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.Trump und Iran nicht zufrieden mit Fortschritt bei VerhandlungenAus der Sicht von US-Präsident Donald Trump ist der Verhandlungsstand zu einem möglichen Ende des Iran-Kriegs bisher nicht zufriedenstellend. In einer Sitzung seines Kabinetts im Weißen Haus sagte der Republikaner, Iran sei sehr entschlossen: „Sie wollen unbedingt ein Abkommen schließen.“ Trump erneuerte die Drohung, dass man entweder einen Deal abschließen oder weiter kämpfen werde – er sprach davon, dann „die Sache zu Ende“ zu bringen.Trump verneinte, dass es mögliche Sanktionslockerungen für Iran geben könnte. Auch über Gelder, die Iran für sich beanspruche, habe man im Moment weiter die Kontrolle. Trump war von einer Reporterin gefragt worden, ob die USA erwögen, Sanktionen gegen Iran zu lockern, damit das Land wieder sein Rohöl verkaufen dürfe. Die USA haben Iran seit Jahrzehnten mit Sanktionen belegt, um dessen Einnahmen aus dem Ölverkauf zu schwächen. Auch Vermögenswerte sind eingefroren.Iran hat nach Angaben eines Parlamentspolitikers in den Verhandlungen mit den USA über ein mögliches Kriegsende an Kernforderungen festgehalten. Ebrahim Azizi nannte als „rote Linien“ das Recht auf Urananreicherung, die Kontrolle über die Straße von Hormus sowie die Aufhebung der Sanktionen und erklärte, Irans Position werde sich durch Donald Trumps Rhetorik nicht ändern. Damit ist weiterhin unklar, ob es zu einem Rahmenabkommen zwischen Iran und den USA kommen wird. Trump hatte am Wochenende Hoffnungen auf eine schnelle Einigung geweckt, diese aber später wieder etwas gedämpft, indem er sagte, beide Seiten müssten sich die nötige Zeit nehmen. Israel meldet Angriff auf Hamas-Kommandeure in Gaza Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben im nördlichen Gazastreifen zwei ranghohe Mitglieder der islamistischen Terrororganisation Hamas angegriffen. Nach israelischen Medienberichten handelte es sich um Kommandeure der Palästinenserorganisation. Aus palästinensischen Kreisen gab es noch keine Bestätigung für ihren Tod.Die von der Hamas kontrollierte Gesundheitsbehörde teilte jedoch mit, mindestens fünf Menschen seien bei einem israelischen Luftangriff auf ein Haus in der Stadt Gaza getötet worden. Nach Angaben von Sanitätern gab es zudem 15 Verletzte. Erst am Vorabend hatte die israelische Armee in Gaza nach Militärangaben den neuen militärischen Führer der Hamas im Gazastreifen bei einem Angriff getötet.Hamas bestätigt Tod ihres neuen Führers in Gaza Nicht einmal zwei Wochen nach der Tötung seines Vorgängers hat Israel auch den neuen militärischen Führer der Hamas im Gazastreifen bei einem Angriff getötet. Mohammed Odeh sei nach monatelanger Überwachung am Dienstag in der Stadt Gaza ausgeschaltet worden, teilten Israels Armee und der Inlandsgeheimdienst Schin Bet am Mittwochmorgen mit. „Odeh gehörte zu den letzten hochrangigen Kommandeuren des militärischen Arms der Hamas, die an der Planung und Ausführung des Massakers vom 7. Oktober beteiligt waren“, teilten Armee und Schin Bet weiter mit. Der militärische Arm der Hamas bestätigte am Abend den „Märtyrertod“ Mohammed Odehs sowie seiner Familie. Auch aus medizinischen Kreisen im Gazastreifen hieß es, Odeh sowie vier Angehörige seien bei israelischen Luftangriffen in der Stadt Gaza ums Leben gekommen. Insgesamt habe es dabei sechs Tote gegeben.Israel hatte vor rund anderthalb Wochen bereits den Tod von Odehs Vorgänger, Iss al-Din al-Haddad, bei einem israelischen Luftangriff bestätigt. Der israelische Verteidigungsminister bezeichnete ihn damals ebenfalls als einen der Drahtzieher des Hamas-Massakers. Israelischen Angaben zufolge soll Odeh kurz nach Al-Haddads Tötung die Führung des militärischen Flügels der Hamas im Gazastreifen übernommen haben. Die Hamas bestätigte das allerdings nicht offiziell.Erneut libanesischer Soldat bei israelischem Angriff getötetNach libanesischen Armeeangaben ist erneut ein Soldat bei einem israelischen Angriff nahe der Stadt Nabatija in Südlibanon getötet worden, Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht. Erst am Dienstag war bei einem Angriff ein Soldat getötet worden. Er sei bei einem israelischen Angriff in der Bekaa-Ebene ums Leben gekommen, teilte die Armee mit. Sein Leichnam konnte am Nachmittag geborgen werden. Das israelische Militär teilte mit, die Angelegenheit zu prüfen.Im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah ist die libanesische Armee keine Konfliktpartei. Auch die libanesische Regierung zählt nicht als Kriegspartei. Sie hatte sich Mitte April mit der israelischen Regierung auf eine Waffenruhe geeinigt. Die gegenseitigen Angriffe werden jedoch sowohl von der Hisbollah als auch von Israel weiter fortgesetzt."Kampfzone" Südlibanon: Israels Armee ruft Bevölkerung zur Flucht aufDie israelische Armee hat große Teile des Südlibanons zur „Kampfzone“ erklärt und die Bevölkerung zur Flucht aufgerufen. Alle Bewohner südlich des Sahrani-Flusses sollten sich in Richtung Norden in Sicherheit bringen, teilte ein Militärsprecher in arabischer Sprache auf der Plattform X mit. Der Sahrani-Fluss verläuft etwa 40 Kilometer nördlich der libanesisch-israelischen Grenze. In einer Videobotschaft erklärte der Sprecher, die Menschen sollten sich von Infrastruktur der proiranischen Hisbollah-Miliz fernhalten. Die israelische Armee bereite sich darauf vor, „mit äußerster Härte“ gegen die Miliz vorzugehen.Zuvor hatte das israelische Militär bereits unter anderem die Bewohner der Städte Tyrus und Nabatija zur Evakuierung aufgefordert. Unter der Bevölkerung brach erneut Panik aus. Auf Straßen in Richtung der Hauptstadt Beirut entstanden Augenzeugen zufolge lange Staus. Trotz einer zwischen der libanesischen und israelischen Seite vereinbarten Waffenruhe gehen die Kampfhandlungen zwischen Israel und der Hisbollah weiter. Die Lage hatte sich in den vergangenen Tagen deutlich zugespitzt. Israels Militär gab dabei zuletzt an, seine Einsätze im Südlibanon auszuweiten. Israel ist weiterhin mit Truppen in Libanon aktiv und liefert sich dort auch Bodenkämpfe mit der Hisbollah. Wieso Israel seine Angriffe gegen Libanon verstärken will, hat Sina-Maria Schweikle beschrieben:Weißes Haus bezeichnet iranischen Bericht über Entwurf für Absichtserklärung als erfundenDas Weiße Haus weist einen Bericht staatlicher iranischer Medien über einen Entwurf für eine Absichtserklärung zwischen den USA und Iran als unwahr zurück. Es handele sich um eine komplette Erfindung, teilt das US-Präsidialamt mit.Dem staatlichen Fernsehen in Iran liegt nach eigenen Angaben ein Entwurf für ein inoffizielles Rahmenabkommen mit den USA vor. Demzufolge sollen die USA ihre Truppen in unmittelbarer Nähe zu Iran abziehen und die Seeblockade aufheben. Im Gegenzug verpflichte sich Iran, die Anzahl der Handelsschiffe, die die Straße von Hormus passieren, innerhalb eines Monats wieder auf das Vorkriegsniveau zu bringen. Diese Absichtserklärung sei bisher nicht finalisiert. Ohne Bestätigung werde Iran keine Schritte unternehmen. Aus dem TV-Bericht geht nicht hervor, von wem der angebliche Entwurf stammt.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
News zu Nahost: Israels Armee meldet Angriff in Beirut
Seit Tagen gibt es schwere Angriffe in Südlibanon. Nun nimmt das israelische Militär eigenen Angaben zufolge auch ein Ziel in der libanesischen Hauptstadt ins Visier.














