Viele Angaben stammen von Konfliktparteien und lassen sich teilweise nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesIsrael bestätigt Tod des neuen Hamas-Führers in GazaIsrael weitet Militäreinsatz in Libanon aus Israel will neuen Hamas-Chef im Gazastreifen angegriffen habenSyrische Übergangsregierung: Reste von Assads Chemiewaffenprogramm gefundenChamenei: Es wird für die USA keinen sicheren Hafen mehr in der Region geben"Kampfzone" Südlibanon: Israels Armee ruft Bevölkerung zur Flucht aufDie israelische Armee hat große Teile des Südlibanons zur „Kampfzone“ erklärt und die Bevölkerung zur Flucht aufgerufen. Alle Bewohner südlich des Sahrani-Flusses sollten sich in Richtung Norden in Sicherheit bringen, teilte ein Militärsprecher in arabischer Sprache auf der Plattform X mit. Der Sahrani-Fluss verläuft etwa 40 Kilometer nördlich der libanesisch-israelischen Grenze. In einer Videobotschaft erklärte der Sprecher, die Menschen sollten sich von Infrastruktur der proiranischen Hisbollah-Miliz fernhalten. Die israelische Armee bereite sich darauf vor, „mit äußerster Härte“ gegen die Miliz vorzugehen.Zuvor hatte das israelische Militär bereits unter anderem die Bewohner der Städte Tyrus und Nabatija zur Evakuierung aufgefordert. Unter der Bevölkerung brach erneut Panik aus. Auf Straßen in Richtung der Hauptstadt Beirut entstanden Augenzeugen zufolge lange Staus. Trotz einer zwischen der libanesischen und israelischen Seite vereinbarten Waffenruhe gehen die Kampfhandlungen zwischen Israel und der Hisbollah weiter. Die Lage hatte sich in den vergangenen Tagen deutlich zugespitzt. Israels Militär gab dabei zuletzt an, seine Einsätze im Südlibanon auszuweiten. Israel ist weiterhin mit Truppen in Libanon aktiv und liefert sich dort auch Bodenkämpfe mit der Hisbollah. Wieso Israel seine Angriffe gegen Libanon verstärken will, hat Sina-Maria Schweikle beschrieben:Iran verurteilt US-Angriffe als groben Verstoß gegen Waffenruhe Das iranische Außenministerium hat die jüngsten US-Angriffe als groben Verstoß gegen die Waffenruhe verurteilt und mit Vergeltung gedroht. „Zweifellos wird die Islamische Republik Iran keinen provokativen Akt unbeantwortet lassen und nicht das geringste Zögern bei der Verteidigung der nationalen Souveränität Irans dulden“, heißt es in einer Erklärung des Ministeriums. Diese aggressiven Handlungen hätten den „boshaften Willen“ der US-Regierung offenbart.Mehr zu den Hintergründen der erneuten Angriffe der USA lesen Sie hier:Weißes Haus bezeichnet iranischen Bericht über Entwurf für Absichtserklärung als erfundenDas Weiße Haus weist einen Bericht staatlicher iranischer Medien über einen ​Entwurf für eine Absichtserklärung zwischen den USA und Iran als unwahr zurück. ⁠Es handele sich um eine komplette Erfindung, teilt das US-Präsidialamt mit.Dem staatlichen Fernsehen in Iran liegt ​nach eigenen Angaben ​ein Entwurf für ein inoffizielles Rahmenabkommen mit ‌den USA vor. Demzufolge sollen die ‌USA ihre Truppen in unmittelbarer Nähe zu Iran abziehen und die Seeblockade aufheben. Im Gegenzug verpflichte ​sich Iran, ​die Anzahl der Handelsschiffe, die die Straße ​von Hormus passieren, innerhalb eines Monats wieder auf das Vorkriegsniveau zu bringen. Diese Absichtserklärung sei bisher nicht finalisiert. Ohne Bestätigung werde Iran ‌keine Schritte unternehmen. Aus dem TV-Bericht geht nicht hervor, von wem der angebliche ‌Entwurf stammt.31 Tote bei Luftangriffen im Süden und Osten Libanons Bei erneut schweren israelischen Luftangriffen im Süden und Osten Libanons sind nach dortigen Angaben mindestens 31 Menschen getötet und 40 weitere verletzt worden. Die Angriffe ereigneten sich am Dienstag, wie das libanesische Gesundheitsministerium in der Nacht mitteilte. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte jüngst, dass die Armee den Einsatz in Libanon verstärke. Israels Armee verkündete zudem am Dienstag eine Ausweitung ihrer Bodeneinsätze im Süden des Nachbarlandes.Die israelische Luftwaffe griff libanesischen Angaben zufolge dreimal auch die Umgebung des Karaun-Stausees südöstlich der Hauptstadt Beirut an. Die Behörde für den Litani-Fluss warnte vor „katastrophalen Risiken für Anwohner, Infrastruktur und wichtige Einrichtungen stromabwärts“. Karaun ist der größte Stausee des Landes und entscheidend für die Versorgung mit Wasser und Strom in der Region.Israels Armee teilte unterdes am Morgen mit, sie habe in Südlibanon ein Hisbollah-Mitglied getötet, das versucht habe, dort eine Drohne zu bergen. In der Nacht hatte es nach Beschuss aus Libanon zudem im Norden Israels Luftalarm gegeben. Das Geschoss aus dem Nachbarland traf Militärangaben zufolge auf offenes Gelände.Israel bestätigt Tod des neuen Hamas-Führers in GazaNicht einmal zwei Wochen nach der Tötung seines Vorgängers hat Israel eigenen Angaben zufolge auch den neuen militärischen Führer der Hamas im Gazastreifen bei einem Angriff getötet. Mohammed Odeh sei nach monatelanger Überwachung am Dienstag in der Stadt Gaza ausgeschaltet worden, teilten Israels Armee und der Inlandsgeheimdienst Schin Bet am Morgen mit. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz hatten zuvor einen Angriff auf Odeh eingeräumt.„Odeh gehörte zu den letzten hochrangigen Kommandeuren des militärischen Arms der Hamas, die an der Planung und Ausführung des Massakers vom 7. Oktober beteiligt waren“, erklärten Armee und Schin Bet.Aus Kreisen der Hamas hieß es ebenfalls, Odeh sei getötet worden. Eine offizielle Bestätigung der Terrororganisation für dessen Tod gab es aber bisher nicht. Medizinische Kreise im Gazastreifen meldeten, Odeh sowie vier Angehörige seien bei israelischen Luftangriffen in der Stadt Gaza ums Leben gekommen. Insgesamt habe es dabei am Dienstag sechs Tote gegeben.Israel hatte vor etwa anderthalb Wochen bereits den Tod von Odehs Vorgänger, Iss al-Din al-Haddad, bei einem israelischen Luftangriff bestätigt. Der israelische Verteidigungsminister bezeichnete ihn damals ebenfalls als einen der Drahtzieher des Hamas-Massakers. Israelischen Angaben zufolge soll Odeh kurz nach Al-Haddads Tötung die Führung des militärischen Flügels der Hamas im Gazastreifen übernommen haben. Die Hamas bestätigte das allerdings nicht offiziell.UN-Sicherheitsrat verurteilt Angriff auf Atomkraftwerk in den VAE Der ⁠UN-Sicherheitsrat verurteilt den Angriff auf das Atomkraftwerk Barakah in ​den ​Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Der ‌Angriff verstoße gegen ‌das Völkerrecht, teilt das Gremium in einer Erklärung ​mit. Verantwortliche ​für die Attacke nennt ​der Rat nicht. Die VAE hatten vergangene Woche mitgeteilt, aus ‌dem Irak seien sechs Drohnen gestartet, von ‌denen ‌eine das Kraftwerk getroffen habe. ​Im Irak hatten sich von Iran unterstützte ​Milizen während des Krieges ‌zwischen den USA, Israel und Iran zu Angriffen auf "feindliche Stützpunkte im Irak und in der Region" ⁠bekannt. Israel weitet Militäreinsatz in Libanon aus Israel hat Libanon nach Angaben aus deren Sicherheitskreisen mit über 120 Luftschlägen angegriffen. Dies sei eine der schwersten Bombardierungen seit Wochen, heißt es. Bei einem Angriff auf die Stadt Burdsch al-Schamali im Süden des Landes werden der staatlichen Nachrichtenagentur NNA zufolge mindestens zehn Menschen getötet. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärt, das Militär weite seine Einsätze in dem Land aus. Netanjahu teilte mit, Israel vertiefe seine Vorstöße im Nachbarland. Das Militär sei mit starken Kräften im Einsatz und bringe Gebiete unter seine Kontrolle. "Wir befestigen den Sicherheitsstreifen, ​um die nördlichen Gemeinden zu schützen", erklärte der Regierungschef. Zwei Insidern zufolge rückten die israelischen Truppen über ⁠die Demarkationslinie hinaus vor. Diese sogenannte Gelbe Linie hatte Israel selbst nach einer Feuerpause mit der radikal-islamischen Hisbollah-Miliz vom 16. April gezogen. Sie ​ist Teil ​einer geplanten Pufferzone, die fünf bis zehn Kilometer tief ‌in den Südlibanon reicht. Ein israelischer Militärangehöriger ‌sagte, die Armee gehe gezielt jenseits dieser Verteidigungslinie vor, um Bedrohungen für die israelische Bevölkerung abzuwenden.Bislang ist offen, ob ein mögliches Waffenstillstandsabkommen mit ​Iran auch ​die Kämpfe zwischen Israel und der vom Iran ​unterstützten Hisbollah beenden würde. Die Miliz erklärte am Dienstag, sie habe anrückende israelische Truppen nahe der südlibanesischen Stadt Sawtar al-Scharkija mit Drohnen, Raketen und Artillerie angegriffen. Das ‌israelische Militär bombardierte seinerseits mehrere Städte im Südlibanon sowie in der Bekaa-Ebene und forderte die Bevölkerung ‌zur Räumung bestimmter Gebiete auf. Israel will neuen Hamas-Chef im Gazastreifen angegriffen habenIsraels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte mit, das Militär habe einen Angriff gegen den neuen Chef des bewaffneten Flügels der Hamas, Mohammed Odeh, ausgeführt. Der Angriff habe sich im Gazastreifen ereignet. Weitere Details nannte Netanjahu zunächst nicht. Mohammed Odeh sei einer der Drahtzieher des Terrorüberfalls vom 7. Oktober 2023, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz am Abend. Aus Israel und dem Gazastreifen gab es zunächst keine Angaben dazu, ob Odeh tatsächlich getroffen oder gar getötet wurde. Aus medizinischen Kreisen im Gazastreifen hieß es allerdings, dass bei einem israelischen Angriff auf ein Haus in der Stadt Gaza mehrere Menschen ums Leben gekommen seien. Zudem habe es dabei mehrere Verletzte gegeben. Es war zunächst aber unklar, ob es sich bei dem Luftschlag um den Angriff auf Odeh handelte. Iran lässt angeblich 25 Schiffe Straße von Hormus passieren Nach Angaben der iranischen Revolutionsgarde passierten in den vergangenen 24 Stunden 25 Öltanker, Containerschiffe und andere Handelsschiffe die Straße von Hormus mit Erlaubnis Irans. Dies meldet die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf die Marine der Elitetruppe. Dax knickt ein – Nahost-Lage bleibt fragil Der deutsche Aktienmarkt zollt seiner jüngsten Kursrallye Tribut. Angesichts der wieder angespannteren Lage im Iran-Krieg hielten sich die Gewinnmitnahmen in Grenzen. Allerdings „wachsen schon wieder die Zweifel, ob es tatsächlich zeitnah zu einer schnellen und reibungslosen Einigung zwischen den Kriegsparteien kommen kann“, warnte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. Und für die Experten von Index-Radar „bleibt der fundamentale Nährboden dieser Rally fragil“.Der Dax schloss 0,80 Prozent tiefer bei 25 184,89 Punkten. Am Pfingstmontag hatte der Leitindex dank der anhaltenden Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs wieder die 25 000-Punkte-Marke geknackt und war zeitweise bis auf 25 438 Punkte geklettert – nahe an das Rekordhoch vom Januar bei 25 507 Punkten. Für den MDax, der die mittelgroßen Börsenunternehmen enthält, ging es am Dienstag letztlich um 0,33 Prozent auf 32 698,65 Punkte bergab.Belastung kam von den gestiegenen Ölpreisen, die einen Teil der jüngsten Verluste wieder wettmachten. US-Militärschläge gegen iranische Raketenstellungen und Boote trotz der Waffenruhe dämpften Hoffnungen auf ein Abkommen zum Ende des Iran-Kriegs sowie zur Öffnung der Straße von Hormus und sorgten für Preisauftrieb am Ölmarkt.Syrische Übergangsregierung: Reste von Assads Chemiewaffenprogramm gefundenDie syrische Übergangsregierung hat nach eigenen Angaben Überreste des geheimen Chemiewaffenprogramms des ehemaligen syrischen Präsidenten Baschar al-Assad aufgespürt. Darunter seien Grundstoffe und Munition, die denen ähnelten, die während des langen Bürgerkriegs für tödliche Gasangriffe verwendet worden seien, sagt Mohamad Katoub, Syriens Ständiger Vertreter bei der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) in Den Haag, der Nachrichtenagentur Reuters. Die Behörden hätten zudem 18 Verdächtige wegen mutmaßlicher ​Beteiligung an Assads Chemiewaffenprogramm festgenommen, darunter hochrangige Militärs, Politiker und technische Experten. Israel enteignet heilige Stätte des Islam in besetzten Gebieten Mit dem Grab des Propheten Samuel hat Israel erstmals eine islamische heilige Stätte in den besetzten palästinensischen Gebieten enteignet. Nach Angaben der israelischen Friedensorganisation „Peace Now“ erließ Israels Zivilverwaltung einen Enteignungsbeschluss für insgesamt knapp 11 Hektar Land in Nabi Samuel nahe Jerusalem. Auf dem Gebiet befinde sich auch die Moschee mit der als Grab des Propheten Samuel verehrten Stätte. Sie ist bisher im Besitz der islamischen Waqf-Behörde, die auch die heiligen islamischen Stätten auf dem Tempelberg verwaltet.2018 war nach Einsprüchen von Anwohnern zunächst ein 2013 vorgelegter Bebauungsplan für das Gebiet abgelehnt worden. Nun setzte die israelische Koordinationsstelle für Regierungsaktivitäten in den besetzten Gebieten (Cogat) das Vorhaben durch.Auf dem enteigneten Gebiet liegen laut „Peace Now“ auch ein archäologischer Park, Ackerflächen, eine Quelle sowie Zufahrtsstraßen. Die Organisation wirft der Behörde unter Finanzminister Bezalel Smotrich (Religiöser Zionismus) vor, auf diese Weise die Annektierung des Westjordanlands voranzutreiben. Die Enteignung einer religiösen Stätte drohe, „einen politischen Konflikt in einen Religionskrieg zu verwandeln“.Vor Oman: Treibstoff nach Explosion an Tanker ausgetretenVor der Küste Omans hat sich nach einem mutmaßlich iranischen Angriff an einem Tanker eine Explosion ereignet. Der Kapitän habe eine Explosion am Schiffsrumpf gemeldet, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mit. Die Besatzung sei in Sicherheit, es sei aber Treibstoff ausgetreten und ins Meer geströmt. Schiffe in der Nähe wurden aufgerufen, die Gegend vorsichtig zu befahren. Weil sich die Explosion nahe der Wasserlinie ereignete, könnte es sich um einen Angriff mit einem Drohnenboot handeln oder mit einer Haftmine, die am Schiffsrumpf angebracht wurde.Chamenei: Es wird für die USA keinen sicheren Hafen mehr in der Region gebenDie USA können sich nach einer Erklärung des obersten iranischen ​Führers Ayatollah Modschtaba Chamenei nicht mehr auf den Schutz ihrer Militärstützpunkte durch die Golfstaaten ⁠verlassen. Es werde für die USA in der Region keinen sicheren Hafen mehr geben, betont Chamenei in der Mitteilung auf seinem Telegram-Kanal. Chamenei ​war ​zum Nachfolger seines Vaters ernannt worden, nachdem dieser ‌zu Beginn des Kriegs getötet worden war. ‌Er soll allerdings selbst verletzt worden sein. Öffentlich ist er seit seiner Ernennung nicht in Erscheinung getreten, was Spekulationen über ​seinen Gesundheitszustand schürt.Auch die iranische Revolutionsgarde (IRGC) droht dem Erzfeind erneut: Man behalte sich das Recht auf Vergeltung vor – für jegliche Verletzungen der Waffenruhe durch die USA. Sie hätten auf eine US-Drohne vom Typ RQ-4 und ein Kampfflugzeug des Typs F-35 gefeuert und eine US-Drohne vom Typ MQ-9 Reaper geortet, hieß es in einer Mitteilung am Vormittag (Ortszeit). Die Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim berichteten, die IRGC hätte eine US-Kampfdrohne vom Typ MQ-9 abgeschossen.Am frühen Nachmittag (Ortszeit) schrieb das iranische Außenministerium, die USA hätten in den vergangenen 48 Stunden grob gegen die Waffenruhe verstoßen. Dies zeuge inmitten diplomatischer Bemühungen von einem Vertrauensbruch, berichtete Tasnim unter Berufung auf die Stellungnahme. Es habe „mehrere Fälle von Piraterie gegen iranische Handelsschiffe gegeben“. Die iranische Führung bezeichnet die US-Seeblockade als Piraterie. Inmitten der Waffenruhe und laufenden Verhandlungen zur Beilegung des Kriegs hatte das US-Militär in der Nacht bekanntgegeben, Ziele in Iran angegriffen zu haben.Iranische Medien: Teheran fordert Freigabe von Vermögenswerten in Höhe von 24 Milliarden DollarIn den Verhandlungen um ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Kriegs zwischen den USA und Iran machen iranische Medienberichte eine Forderung deutlich: Es geht auch um Geld. Mit Inkrafttreten eines Rahmenabkommens zwischen den Kriegsparteien müsste die Hälfte von insgesamt 24 Milliarden Dollar (rund 21 Milliarden Euro) eingefrorener Vermögenswerte zur Verfügung gestellt werden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf eine namentlich nicht genannte Quelle des iranischen Vermittlerteams. Die restliche Summe müsse innerhalb einer 60-Tage-Frist, die für das Rahmenabkommen von beiden Kriegsparteien genannt wurde, überwiesen werden, hieß es bei Tasnim weiter. Auch die Agentur Fars berichtete, ohne eine Freigabe von Geldern sei keine Einigung möglich.Erst am Montag war eine hochrangige iranische Delegation um den Verhandlungsführer und Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf im Golfstaat Katar zu Gesprächen. Dabei sei es nach Tasnim-Informationen auch um die Forderungen zu den Vermögenswerten gegangen. In Katar sind iranische Einnahmen des sanktionierten Ölgeschäfts eingefroren. Schätzungen über die Menge der weltweit eingefrorenen iranischen Mittel gehen weit auseinander. Diese schließen teilweise Immobilien oder Buchungswerte mit ein, die in der Realität weniger wert sein könnten. Woher die iranische Zahl von 24 Milliarden Dollar stammt, blieb bisher unklar.Mehr ladenTickarooLive Blog Software