Der SPD-Gesundheitspolitiker Christos Pantazis hat die Einbeziehung von Beamtinnen und Beamten in die gesetzliche Krankenversicherung gefordert. Es sollte „geprüft werden, neue Staatsdienerinnen und Staatsdiener regelhaft in die gesetzliche Krankenversicherung einzubeziehen“, erklärte Pantazis am Dienstag. „Das wäre ein wichtiger Beitrag für mehr Solidarität, mehr Gerechtigkeit und mehr finanzielle Stabilität in unserem Gesundheitssystem.“ Für die heutigen Beamtinnen und Beamten gelte aber Bestandsschutz.Pantazis nannte die Debatte um eine Einbeziehung der Beamten in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) „richtig, notwendig und längst überfällig“. Das Gesundheitssystem stehe unter erheblichem finanziellem Druck. „Deshalb müssen wir die Frage stellen, wie wir die Finanzierung der Gesundheitsversorgung dauerhaft gerechter, stabiler und solidarischer organisieren.“ Beamte können sich die Versicherung aussuchen Ein solidarisches Gesundheitssystem funktioniere nur, wenn sich langfristig alle entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit beteiligen, betonte Pantazis. „Es ist auf Dauer kaum vermittelbar, dass ausgerechnet einkommensstarke und krisenfeste Gruppen weitgehend außerhalb der solidarischen Beitragsfinanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung stehen.“Zuletzt hatte am Montag der Wirtschaftsweise Achim Truger die Einbeziehung von Beamtinnen und Beamten in die GKV gefordert.Aktuell gibt es fast zwei Millionen Staatsdienerinnen und Staatsdiener in Deutschland. Sie können zu Beginn ihrer Laufbahn wählen, ob sie in der gesetzlichen oder der privaten Krankenversicherung versichert sein wollen. Aufgrund finanzieller Vorteile sind rund 93 Prozent aller Beamtinnen und Beamten privat krankenversichert. (AFP)
Kassen in Geldnot: SPD-Politiker will Beamte in die gesetzliche Krankenversicherung holen
Einkommensstarke Gruppen dürften nicht mehr außerhalb der solidarischen Beitragsfinanzierung stehen, heißt es von der SPD. Schon ein Wirtschaftsweiser hatte eine Neuregelung für Beamte gefordert.










