Ein Meister in einer aufstiegsberechtigten Spielklasse, der nicht aufsteigt – eine größere Ungerechtigkeit als diese im Fußball kann es sonst nirgendwo geben. Trotzdem erwischt es jedes Jahr ein Team, das die Saison in seiner Regionalliga dominiert, am Ende aber an einem etwas besseren oder im entscheidenden Moment nur glücklicheren Gegner scheitert und im miesesten Fall daran sogar zerbricht. Oder im besten Fall, so wie der 1. FC Lokomotive Leipzig, den Frust aus Trikots, Shorts, Stutzen und vor allem aus dem Kopf schüttelt und einen neuen Anlauf nimmt. Diesmal am Donnerstag (28. Mai, 19 Uhr), im heimischen Bruno-Plache-Stadion gegen die Würzburger Kickers, und am Montag (1. Juni, 18.30 Uhr), im Rückspiel in der nach Nürnberg zweitgrößten Stadt Frankens.Schuld ist die Krux, dass es zwar fünf Regionalligen, von dort aber nur vier Aufsteiger in die 3. Liga gibt. So sind die Tage nach dem Triumph in der Meisterschaft und dem Abpfiff des Aufstiegsrückspiels solche zwischen Himmel und Hölle. Seit Jahren wird dieser unhaltbare und unfaire Zustand kritisiert, es werden Vorschläge gemacht und Lösungen aufgezeigt, schönen und salbungsvollen Worten sind jedoch keine Taten gefolgt.
Trauma: Im Vorjahr verlor Lok die Aufstiegsspiele zur 3.Liga gegen den TSV Havelse mit 3:0 n.V.






