PfadnavigationHomeSportFußball3. LigaAufstiegsduell in LeipzigWürzburg siegt nach SpielunterbrechungStand: 21:49 UhrLesedauer: 3 MinutenKein Durchblick: Das Duell zwischen Lokomotive Leipzig und den Würzburger Kickers musste unterbrochen werden Quelle: picture alliance/Frank Scheuring/foto-scheuringDie Würzburger Kickers haben sich eine gute Ausgangsposition im Kampf um den Aufstieg in die Dritte Liga verschafft. Der Bayern-Vertreter gewann das Hinspiel bei Lok Leipzig. Die Partie musste nach einer Stunde unterbrochen werden.Es ist die letzte Entscheidung im deutschen Profifußball, und die Würzburger Kickers haben im Kampf um den Drittliga-Aufstieg nun die besseren Karten. Der Bayern-Vertreter erkämpfte sich mit dem 1:0 (1:0) im Hinspiel beim Nordost-Meister 1. FC Lok Leipzig eine gute Ausgangsposition vor dem Rückspiel am Montag (18.30 Uhr/MagentaSport) in Würzburg. Vor 10.787 Zuschauern im Bruno-Plache-Stadion schoss Liam Omore (50. Minute) den entscheidenden Treffer für die Unterfranken. Der legitime Nachfolger des ersten deutschen Fußball-Meisters VfB Leipzig (1903) nimmt inmitten der „Aufstiegsreform 2025 – Meister müssen aufsteigen“ zum dritten Mal Anlauf für die dritte Liga. 2020 verlor das Team gegen den SC Verl, im Vorjahr scheiterte Lok gegen den TSV Havelse. Die Kickers gingen dank des Prestige-Erfolgs im bayerischen Landespokal gegen 1860 München mit viel Schwung ins Spiel. Das Team von Trainer Michael Schiele zeigte sich spritziger, bissiger und hatte durch Jermain Nischalke (23.) die erste große Chance im Spiel, als er frei auf Lok-Torwart Andreas Naumann zulief. Dann köpfte Tarsis Bonga Sekunden später den Ball an die Lattenunterkante. Lok wachte kurz auf, hatte durch Eren Öztürk (27.) auch den ersten Abschluss. Doch Gästekeeper Johann Hipper parierte. Nach dem Wechsel belohnten sich die Kickers mit der Führung. Omore traf nach einer Bonga-Vorarbeit per Kopf. Schiedsrichter Lars Erbst musste die Partie nach einer guten Stunde wegen Rauchschwaden nach abgebrannter Pyrotechnik kurz unterbrechen. Der eingewechselte Cherif Cisse (71.) hätte alles klarmachen können, als er aus der eigenen Hälfte frei auf Lok-Keeper Naumann zulief. Doch sein Schuss zum möglichen 2:0 ging weit über das Tor.Aufstiegsformat wird verändertDass ein Meister in die Extrarunde muss, ist bei Vereinen und Fans umstritten. Doch auch der DFB als Ausrichter der Partien hält das Aufstiegssystem mittlerweile selbst für gescheitert. Die Absurdität wird dieses Jahr durch viele Zufälle auf die Spitze getrieben. Lesen Sie auch„Der DFB erkennt den grundsätzlichen Bedarf nach einer Reform der Aufstiegsregelung auf der vierten Spielklassenebene“, ließ der Dachverband zuletzt verlauten. Bislang gibt es bei fünf Regionalligen vier Aufsteiger. Die Staffelsieger aus Südwest und West werden jedes Jahr durchgewunken, die Meister aus Nord, Bayern und Ost müssen in zwei von drei Jahren unverschuldet „nachsitzen“. Lesen Sie auchIn der nächsten Woche tagen die Verbandsbosse, um das Kompassmodell als viergleisige Regionalliga auszuarbeiten. Tommy Haeder von der Klub-Initiative „Aufstiegsreform“ sagt: „Ich kriege fast Wut, wenn wir über den DFB sprechen. Diejenigen, die den DFB repräsentieren, sind die Präsidenten der Regionalverbände. Also just dieselben Personen, die als Regionalverband sagen, wir wollen doch gern eine Lösung, und der DFB soll mal, sitzen dann im DFB-Präsidium am Tisch und sagen, müsst ihr euch mal als Regionalverbände einigen.“Siebenmal lief die Relegation nach demselben Muster: Immer gewann bisher das Team, das im Rückspiel Heimrecht hatte. Auch dafür gibt es keine sportlichen Gründe. Es entscheidet das Los.lwö