Der Name ist schon mal eine Ansage: „Luce“ ist italienisch für Strom, abgeleitet natürlich von der Ursprungsbedeutung „Licht“. Für Ferrari ist ein Elektroauto nicht einfach ein weiteres Angebot, es ist natürlich auch ein Wagnis angesichts der Tifosi, die sich schon immer und ganz mehrheitlich über die vielzylindrigen Verbrenner begeisterten – mehr als viele Anwohner selbstredend. Aber die Zeiten sind nun mal so, dass sich ein Hersteller ohne Elektroauto schmerzhaften Strafzahlungen stellen oder – weniger teuer – einen Geschäftspartner mit Elektroautos suchen muss. Doch nun einfach einen elektrischen Ferrari Purosangue zu kreieren, würde dem Selbstverständnis der Marke aus Maranello widersprechen. „Der Ferrari Luce bringt zusammen, was wir sind und was wir sein wollen“, sagt John Elkann, der Aufsichtsratsvorsitzende von Ferrari.

(Bild: Mercedes)

Ein bisschen Apple-Design-DNS

Der Ferrari Luce ist sicher nicht zufällig kein flacher Zweisitzer, kein SUV und auch kein klassischer Gran Turismo. Das fünfsitzige, viertürige Crossover mit vier Elektromotoren, 772 kW, einer Batterie mit einer Kapazität von 122 kWh, 800-Volt-Architektur, aktivem Fahrwerk, Hinterachslenkung und einem Design, das man so bei Ferrari noch nicht gesehen hat. Nicht Flavio Manzoni und das Centro Stile allein prägten die Form, sondern LoveFrom, das Kreativkollektiv um Jony Ive und Marc Newson. Jony Ive war maßgeblich am Design des iMac G3 mit dem bunten, transparenten All-in-One-Design, das Apple rettete, beteiligt und am Entwurf des iPod mit dem Click-Wheel-Design.