Nicht nur wegen Trumps strategisch dummer Politik wird China immer einflussreicher. Das hat auch Folgen für Europa.
E s läuft gerade ausgesprochen gut für Xi Jinping. In nur wenigen Tagen hat der chinesische Staatschef die Präsidenten der USA und Russlands empfangen. Und beide wirkten in der Großen Halle des Volkes wie Bittsteller, die um die Gunst des mittlerweile wohl mächtigsten Mannes der Welt buhlen mussten.
Während Trump seinen chinesischen Amtskollegen mit Komplimenten überhäufte, zeigte dieser seinem Gast – trotz pompöser Jubelkulisse – unmissverständlich die politischen roten Linien auf: Sollten die USA die Taiwanfrage „falsch“ managen, würde dies zu einem Konflikt führen, warnte Xi wenig subtil.
Auch Wladimir Putin musste das neue Machtgefälle stillschweigend akzeptieren. Zwar fiel der Staatsbesuch des „alten Freundes“ herzlicher aus. Doch schlussendlich ließ Xi keinen Zweifel daran aufkommen, wer in dieser strategischen Partnerschaft die Hosen anhat. Die erhoffte Gaspipeline „Kraft Sibiriens 2“, die der russische Präsident bereits seit Jahren möchte, hat er auch bei seinem 25. Chinabesuch nicht durchgewunken bekommen.










