Kurz nach dem Besuch von US-Präsident Trump in Peking empfängt Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping schon den nächsten Staatschef: Wladimir Putin. Vor dem Gipfeltreffen in der chinesischen Hauptstadt haben die beiden Autokraten die enge Zusammenarbeit der beiden Länder hervorgehoben. Putin sprach trotz »ungünstiger äußerer Umstände« von einer »starken, positiven Dynamik« in den Wirtschaftsbeziehungen und erklärte, die Partnerschaft habe ein »beispiellos hohes Niveau« erreicht.Xi sagte nach chinesischen Angaben, China und Russland hätten das gegenseitige politische Vertrauen sowie die strategische Kooperation weiter vertieft und wollten sie entschlossen vorantreiben. Ein Schwerpunkt ist nach Putins Worten die Energiekooperation, die er als »Lokomotive« der Beziehungen bezeichnete. Vor dem Hintergrund der Krise im Nahen Osten stellte er Russland als verlässlichen Rohstofflieferanten dar, China derweil als verantwortungsbewussten Abnehmer. Xi forderte demnach mit Blick auf die Region einen umfassenden Waffenstillstand: Verhandlungen seien besonders wichtig, um Störungen für Energieversorgung, Lieferketten und Handel zu begrenzen.

Gespräche über GaspipelineNach Angaben aus Moskau ist Russland führender Energieexporteur für China: 2025 seien 101 Millionen Tonnen Erdöl sowie 49 Milliarden Kubikmeter Erdgas über Pipelines und als Flüssigerdgas geliefert worden. Putin verwies zudem auf den stark gewachsenen bilateralen Handel, der seit Jahren bei über 200 Milliarden US-Dollar liege, und nannte als weitere Prioritäten gemeinsame Projekte in Industrie, Landwirtschaft, Verkehr und Hochtechnologie. Auch Gespräche über die geplante Gaspipeline »Power of Siberia 2« über die Mongolei nach China werden erwartet.