Dank eines florierenden US-Geschäfts ist der Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont im Geschäftsjahr 2025/26 deutlich gewachsen. Der Umsatz kletterte in den zwölf Monaten bis Ende März währungsbereinigt um 11 Prozent auf 22,4 Milliarden Euro, wie der Hersteller von Cartier-Schmuck und IWC-Uhren am Freitag mitteilte. In der Region Nord- und Südamerika (Americas) verbuchte der nach der französischen LVMH weltweit zweitgrößte Branchenvertreter ein Plus von 17 Prozent.Verwaltungsratschef Johann Rupert (75) erklärte, die US-Wirtschaft entwickle sich weiterhin gut. „Die Kennzahlen der US-Wirtschaft sehen immer noch besser aus als die vieler anderer Volkswirtschaften, und die positive Grundstimmung ist weiterhin vorhanden“, sagte Rupert vor Journalisten. Es sei „surreal“, wie viel einige Menschen in bestimmten US-Branchen, etwa dem Technologiesektor, verdienten.
Analysten hatten mit mehr gerechnetDer Jahresgewinn des Genfer Konzerns kletterte dank eines guten Tagesgeschäfts und des Ausbleibens einer Wertberichtigung wie im Vorjahr um gut ein Viertel auf 3,48 Milliarden Euro. Analysten hatten allerdings noch etwas mehr erwartet.Gegenwind kam etwa von den höheren Goldpreisen. Richemont gab wie üblich keine Prognose ab, warnte aber, dass das unsichere Umfeld anhalten dürfte. „Kurzfristig sehen wir für Richemont Risiken durch eine eingetrübte Konsumentenstimmung, insbesondere in Europa, den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten“, erklärte ZKB-Analyst Gian Marco Werro.











