Ein Kommunist, der gutes Essen schätzt: Als Gastro-Kolumnist und Vereinsgründer kämpfte Carlo Petrini um Genuss für alle. Seine »Slow Food«-Idee wirkte weltweit. Nun ist der Aktivist gestorben, er wurde 76 Jahre alt.
22.05.2026, 11.39 Uhr
Publizist und Soziologe Petrini: Qualität und Lokalbezug
Es begann mit einem Protest gegen eine McDonald's-Filiale in Rom, daraus wurde ein weltweites Netzwerk für gute Ernährung: Der Gründer der Genussbewegung »Slow Food«, Carlo Petrini, ist im Alter von 76 Jahren gestorben. Der Italiener starb am Donnerstagabend nach langer Krankheit in seiner Heimatstadt Bra, einer 30.000-Einwohner-Gemeinde in der norditalienischen Region Piemont, wie die Organisation mitteilte .
Petrini hatte den Verein Slow Food (Langsam Essen) Mitte der Achtzigerjahre mit dem Ziel gegründet, ein »Recht auf Genuss« sowie auf gute, saubere und faire Lebensmittel für alle zu fördern. Inzwischen ist die Bewegung in zahlreichen Ländern vertreten, auch in Deutschland . Sie versteht sich ausdrücklich als Gegenmodell zum sogenannten Fast Food, dem schnellen Essen, aus den USA. Die Bewegung lebt von lokalen Gruppen, die Kochkurse, Verkostungen und Besuche bei Herstellern organisieren.










