Die AfD in Thüringen will nach eigenem Bekunden zeigen, wie CDU-Ministerpräsident Mario Voigt tickt. Dafür haben die Populisten Plagiatsjäger Stefan Weber bezahlt, damit dieser die Doktorarbeit von Voigt noch einmal untersucht.Das sagt allerdings nichts über Voigts Charakter aus, dafür sehr viel über das Ticken von AfD und Weber. Der AfD geht es augenscheinlich nicht darum, unbekannte Missstände öffentlich zu machen. Voigts Doktorarbeit ist schließlich längst ein Fall fürs Gericht, nachdem die Technische Universität Chemnitz ihm den Doktortitel Ende Januar aberkannt hat.„Lächerliche PR-Aktion“Es geht der Höcke-Truppe vielmehr darum, das Thema wieder an die Öffentlichkeit zu zerren, um den Ministerpräsidenten in ein möglichst schlechtes Licht zu rücken: als jemanden, der charakterschwach sei, lüge und betrüge. Es ist das altbekannte perfide Spiel der AfD, auf das leider viel zu viele Bürger hereinfallen.Und was Plagiatsjäger Weber angeht: Er lässt sich (gegen Geld) vor diesen Karren spannen. Fraglich ist allerdings schon, wie gut er selbst seine Arbeit macht. Schließlich hat Weber Voigts Doktorarbeit schon vor der Landtagswahl 2024 untersucht. Dass er nun mehr als hundert weitere Plagiatsstellen gefunden haben will, kann bedeuten, dass er damals seinen Job nicht richtig gemacht hat.Oder er hat nun schlicht und einfach noch etwas gefunden, weil er etwas finden sollte, damit Höcke und er ihre Show abziehen können. Zu Recht spricht selbst die Linkspartei von einer „lächerlichen PR-Aktion“.