Zum ersten Jahrestag der EU-Sanktionen gegen den Berliner Journalisten Hüseyin Doğru wurde eine internationale Solidaritätskampagne ins Leben gerufen. Unterstützt von Politikern, Künstlern, Journalisten und Intellektuellen aus mehreren europäischen Ländern fordern die Initiatoren von der Bundesregierung die sofortige Aufhebung der Maßnahmen. In einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung bezeichnen die Unterstützer das Vorgehen als einen „Angriff auf Pressefreiheit und Rechtsstaatlichkeit“.Brüssel hatte am 20. Mai 2025 restriktive Maßnahmen gegen den Berliner Journalisten wegen des Vorwurfs verhängt, er verbreite russische Propaganda. Seitdem sind Doğrus Konten gesperrt, seine Vermögenswerte eingefroren und seine Reisefreiheit massiv eingeschränkt. Dem Journalisten stehen derzeit lediglich 506 Euro im Monat zur Verfügung, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Zudem sind jegliche Geld- oder Sachspenden an ihn untersagt, da sie rechtlich als Sanktionsumgehung gewertet werden.
Die finanziellen Folgen treffen auch seine Ehefrau und die drei gemeinsamen kleinen Kinder schwer: die Familie gerät durch die Restriktionen zunehmend in eine existenzbedrohende Lage. Zeitweise wurde sogar das Konto seiner Ehefrau gesperrt, da es laut der Zentralstelle für Sanktionsdurchsetzung, eine Behörde der Generalzolldirektion, der Sanktionsumgehung diene. Der Familie fehlen inzwischen die Mittel für die Miete und den täglichen Bedarf.










