Wladimir Putins vierte Chinareise seit dem russischen Einmarsch in der Ukraine Anfang 2022 unterstreicht den kardinalen Schwenk in der geoökonomischen Ausrichtung seines Landes. Russland geht in eine ungleiche Partnerschaft mit der fernöstlichen Supermacht – eine Entwicklung, die auch den wirtschaftlichen Machtverlust ganz Europas illustriert.
Mit seinem Krieg in der Ukraine hat der russische Präsident das alte europäische Geschäftsmodell zerstört. Jahrzehntelang sicherten preisgünstige Energieimporte aus Russland die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie.
Auf dem Höhepunkt der europäisch-russischen Wirtschaftsbeziehungen 2013, im Jahr vor dem Beginn des Ukrainekonflikts, lag der EU-Außenhandel mit Russland bei fast 400 Milliarden US-Dollar. Seitdem geht es bergab; 2025 war er auf nur mehr 64 Milliarden Dollar geschrumpft. Der Rückgang gegenüber 2021 betrug 80 Prozent.
Im Vergleich dazu der russische Handel mit China: 2013 knapp 90 Milliarden Dollar, 2020 rund 108 Milliarden, 2024 dann 245 Milliarden – ein Plus von mehr als 170 Prozent. Der Rückgang von knapp sieben Prozent im vergangenen Jahr signalisierte die einsetzende Konsolidierung.
Energie bleibt der dominierende Sektor












