Wenn Wladimir Putin am 19. Mai 2026 zum 25. Mal nach China reist – nur Tage nach Donald Trumps Staatsbesuch in Peking – inszenieren Xi Jinping und sein „alter Freund“ mehr als bilaterale Routine. Sie demonstrieren, dass die geopolitische Statik des frühen 21. Jahrhunderts gekippt ist. Zum 30. Jahrestag der „strategischen Partnerschaft der Koordinierung“ und zum 25. Jahrestag des Freundschaftsvertrags von 2001 lautet die Botschaft an Washington, Brüssel und Berlin: Der Versuch der USA, „einen Keil zwischen Moskau und Peking zu treiben, ist zum Scheitern verurteilt“ – so befindet es der britische Regionalexperte Ian Storey gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Eine Partnerschaft mit harten Zahlen

Die neue Kooperation, die Freundschaftsbekundungen – all das ist längst keine Rhetorik mehr. Das bilaterale Handelsvolumen erreichte 2025 laut Chinas Handelsministerium rund 228 Milliarden US-Dollar – das dritte Jahr in Folge oberhalb der 200-Milliarden-Marke.

China ist seit 16 Jahren Russlands größter Handelspartner. Putin selbst betonte in seiner Videobotschaft vor der Abreise, die Abrechnungen erfolgten „fast vollständig in Rubel und Yuan“ – ein zentraler Baustein der BRICS-Strategie zur Entdollarisierung.