Die Sondierungsgespräche von CDU, Grünen und SPD gehen in die entscheidende Phase. Denn für diesen Mittwochabend haben die Grünen ihre Mitglieder zu einer Versammlung eingeladen, um ihnen einen „Vorschlag für die zukünftige Konstellation im Römer“ vorzulegen. Bis zum Abend war nicht klar, ob dies gelingt. Die Grünen wollten sich dem Vernehmen nach am Abend noch einmal intern beraten.In den vergangenen Tagen waren noch einmal mehrere Gespräche in unterschiedlicher personeller Zusammensetzung geführt worden. Wie zu hören ist, hatten sich die Fronten dabei zwischenzeitlich noch einmal verhärtet. Es soll abermals die zentrale Machtfrage im Mittelpunkt gestanden haben: Können die Grünen ihren Wunsch durchsetzen, Volt an einer Koalition zu beteiligen, insbesondere auch mit einem eigenen Dezernatsposten, oder müssen die Grünen für diese Zusammenarbeit auf ein Dezernat zugunsten von Volt verzichten? Um über eine Mehrheit im Stadtparlament zu verfügen, ist rechnerisch die Beteiligung von Volt nicht nötig. Darauf hatten CDU und SPD wiederholt hingewiesen.Immer wieder sei es um Befindlichkeiten gegangen„Wir arbeiten an einer für alle gesichtswahrenden Lösung“, hieß es am Dienstag aus den Reihen der Sondierungskommission der drei Parteien. Und: Alle Seiten bemühten sich um eine Einigung. „Ein belastbares Zwischenergebnis gibt es jedoch noch nicht“, teilte CDU-Parteichef Nils Kößler auf Anfrage mit.Noch einmal verwiesen Beteiligte darauf, dass es immer wieder um Befindlichkeiten und Verletzungen gehe, die in den vergangenen Jahren in der Zusammenarbeit im Römer entstanden seien. „Das ist nun aber überwunden.“Sollten die Sondierungsgespräche doch noch scheitern, stünde Frankfurt mehr als neun Wochen nach der Kommunalwahl ohne Aussicht auf eine tragfähige Koalition da. Nach der Wahl am 15. März hatte es vier Optionen gegeben, die rein rechnerisch möglich gewesen wären. Sie wären dann alle am Votum einer Partei gescheitert.