PfadnavigationHomeSatireArtikeltyp:SatireNur fairWal Timmy wird geborgen und bekommt StaatsbegräbnisStand: 12:43 UhrLesedauer: 3 MinutenHurra! Für Timmy soll es wieder zurück nach Deutschland gehenQuelle: picture alliance/dpa/Christoph ReichweinEndlich mal wieder gute Nachrichten vom Pannen-Wal Timmy: Der vor Dänemark liegende Meeressäuger soll in einer aufwendigen Rettungsaktion nach Deutschland zurückgebracht werden und dort seine letzte Ruhestätte finden.Das ist konsequent! Der vor der Küste der dänischen Insel Anholt liegende Buckelwal soll jetzt doch nicht mehr länger das sichtbare Opfer natürlicher Prozesse sein. Derzeit laufen deshalb die Planungen auf Hochtouren, dem von deutschen Medien auf den Namen Timmy getauften Meeressäuger eine würdevolle Bestattung zukommen zu lassen und ihn vor gierigen Selfie-Touristen oder Möwen in Sicherheit zu bringen. „Wir hielten es zunächst für eine absurde Fake-Nachricht“, erläutert ein Sprecher der dänischen Umweltbehörde das Gerücht, wonach der Wal zunächst aufwendig geborgen und dann mit einem Schlepper zurück nach Deutschland gebracht werden soll, „aber offenbar handelt es sich bei der ganzen Sache doch um eine vollkommen seriöse Satire.“Buckelwal soll in Berlin beigesetzt werdenWie es heißt, will ein Verbund von Aktivisten und wohlmeinenden Geldgebern das verendete Tier wegen seiner rissigen Haut zunächst mit Zinksalbe behandeln und anschließend von Hand in eine genügend große Barge ziehen. Dafür müsse man allerdings erst eine zwei Kilometer lange Schlepprinne in die Bucht von Anholt graben, ist aus den Kreisen der Rettungsmission zu hören, die sich nach eigenen Worten schon auf die stimmungsvollen Streitereien untereinander freue.Lesen Sie auchWenn man Timmy dann an Bord habe, ohne dass er explodiert sei, stehe einer Rückkehr nach Deutschland nichts mehr im Wege, zeigt man sich zuversichtlich. In Berlin haben unterdessen bereits die Vorbereitungen für die Beerdigung begonnen – im Dorotheenstädtischer Friedhof in Mitte wurde eine Grube für den 60 Meter langen Mahagoni-Sarg ausgehoben, in der Timmy seine Ruhe finden soll. Dafür mussten allerdings die Gräber von Nicht-Meeressäugern wie Bertolt Brecht weichen. Auch Friedrich Merz meldet sich zu WortBundeskanzler Friedrich Merz soll einem Staatsbegräbnis für den Buckelwal zugestimmt haben, um sich nicht noch unbeliebter bei den für ihre grenzenlose Tierliebe bekannten Deutschen zu machen. Hinter vorgehaltener Hand scheint es der Kanzler auch gar nicht abwarten zu können, bis der Wal endlich unter der Erde ist. „Ganz schlechtes Vorbild, der liegt doch nur auf der faulen Haut!“, soll Merz geäußert haben.Lesen Sie auchWährend viele Bundesbürgerinnen und Bundesbürger erleichtert darüber sind, dass der Wal für die unnötige Quälerei in seinen letzten Lebenswochen entschädigt wird, regt sich aber auch Protest gegen die Beisetzung von Timmy. So wurden Forderungen laut, den Buckelwal im nächsten Jahr für Deutschland zum ESC zu schicken – wahrscheinlich bekomme man mit einem stinkenden Walkadaver auf der Bühne deutlich mehr Punkte aus Europa als mit störendem Gesang.Folgen Sie GLASAUGE trotzdem auf Facebook, X oder Instagram – und verpassen Sie künftig keine Scherzartikel und Zusatzsatiren!