PfadnavigationHomeSatireArtikeltyp:SatireWeg frei für TimmyNeuer Plan für Wal – Poel und Dänemark werden gesprengtVeröffentlicht am 27.04.2026Lesedauer: 2 MinutenEin Problem weniger für den BuckelwalQuelle: picture alliance/dpa/Press Association Images/Mod/Royal NavyWeil die Pläne zur Rettung des in der Ostsee festsitzenden Wals immer komplizierter werden, soll nun eine vergleichsweise einfache Maßnahme Timmy den Weg in die Freiheit bringen.Was hat man sich nicht schon alles ausgedacht, um den vor der Insel Poel liegenden Buckelwal aus seiner misslichen Lage zu befreien? Das vom Boulevard auf den Namen Timmy getaufte Tier sollte etwa mit einem Luftkissen vorsichtig angehoben und anschließend auf einer zwischen zwei Pontons gespannten Plane sanft in den Atlantik gezogen werden. Eine andere, in den vergangenen Tagen verfolgte Idee sieht den Transport in einem schwimmenden Aquarium vor, was allerdings auf eine ähnlich große Kritik bei Meeresbiologen stößt wie der bislang vielversprechendste Ansatz.So soll Bundeskanzler Friedrich Merz dem Wal einen Besuch abstatten und ihn mit dem Verweis auf die massive Unsicherheit seiner Altersvorsorge aus seinem Ruhestand aufscheuchen. Dieser Hauruck-Ansatz („Die gesetzliche Rente allein wird allenfalls noch die Basisabsicherung sein“) stößt allerdings auf den heftigen Widerstand von Aktivisten. So etwas könne man vielleicht mit Menschen machen, aber doch nicht mit einem fühlenden Wesen, lautet der Tenor.Neuer Plan soll Wal die Freiheit bringenUm die Diskussion wieder etwas sachlicher zu führen und dem Meeressäuger eine realistische Option auf die Rückkehr in seine heimischen Gefilde zu ermöglichen, hat ein bislang noch nicht in Erscheinung getretenes Rettungsbündnis nun einen neuen Plan vorgestellt: Anstatt mit komplizierten Fahrrinnenverbreiterungen und aufwendigen Speziakonstruktionen zu operieren, sei es doch viel einfacher, die Insel Poel, Fehmarn, Ostholstein sowie Dänemark behutsam zu sprengen. Durch den Wegfall der störenden Landmassen sei es für Timmy nämlich deutlich leichter, den Weg zurück in den Atlantik zu finden, so die Organisation, die auf namhafte Unterstützung aus den USA und aus Russland zählen darf.Lesen Sie auchGibt es jetzt wieder berechtigte Hoffnung für den Buckelwal? Wie es heißt, ist Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) zögerlich. Es müssten höchstwahrscheinlich noch einige behördliche Genehmigungen eingeholt werden, bevor man das alles in die Luft sprengen könne, gibt Backhaus zu bedenken. Zumal eventuell auch eine Entfernung Schwedens, Norwegens und Großbritanniens notwendig werden könnte, um es dem bekanntlich unter einem schlechten Orientierungssinn leidenden Timmy nicht unnötig schwer zu machen.Kritik an Ausradierung von Poel und Dänemark Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass auch dieser Plan auf Skepsis bei Wal-Ultras stößt – viele fordern inzwischen eine radikale Tieferlegung Europas auf 20 Meter unter dem Meeresspiegel. Lesen Sie auchFolgen Sie GLASAUGE trotzdem auf Facebook, X oder Instagram – und verpassen Sie künftig keine Scherzartikel und Zusatzsatiren!