PfadnavigationHomePolitikDeutschlandGespräche mit Gewerkschaften„In Zeiten von Merkel und Scholz hat es regelmäßig Austausch gegeben“ – Verdi-Chef klagt über MerzStand: 20:55 UhrLesedauer: 2 MinutenFrank Werneke, Bundesvorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)Quelle: Markus Scholz/dpaFrank Werneke wirft Bundeskanzler Merz vor, die Gewerkschaften bei den Reformplänen bislang zu übergehen. Das sei früher anders gewesen. Gleichzeitig stellt der Verdi-Chef klar: Wenn es nur darum geht, Arbeitnehmerrechte abzubauen, „gibt's da nichts, was wir anbieten können“.Verdi-Chef Frank Werneke hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vorgeworfen, für die Reformpläne der Bundesregierung bislang keinen Konsens mit den Gewerkschaften gesucht zu haben. Jetzt solle es im Juni ein erstes Gespräch im Kanzleramt geben – das sei auch gut, sagte Werneke in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“. „In Zeiten von Angela Merkel und Olaf Scholz hat es regelmäßig Austauschrunden im Kanzleramt gegeben der Sozialpartner“, sagte er mit Blick auf Merz' Vorgänger im Kanzleramt.„Bislang hat die Bundesregierung alle möglichen Kommissionen eingesetzt zur Rente, zu Gesundheit, zur Zukunft des Sozialstaates, ohne jegliche Beteiligung der Sozialpartner, ohne Arbeitgeberverbände, ohne Gewerkschaften“, kritisierte Werneke in Bezug auf die amtierende schwarz-rote Bundesregierung.Lesen Sie auchAuf die Frage, wie kompromissbereit die Gewerkschaften seien, sagte der Verdi-Chef: „Wir sind immer dazu bereit, da, wo wir Veränderungsbedarfe sehen, unsere Vorschläge einzubringen, uns mit den Vorschlägen der Arbeitgeber und der Bundesregierung auseinanderzusetzen, zum Beispiel beim Thema Rente.“ Man habe auch Diskussionsbedarf zum Thema Zukunft der Pflege und des Gesundheitswesens.Kein „Ja“ zu höherem RenteneintrittsalterDer Verdi-Chef stellte zugleich aber klar: „Wenn es nur darum geht zu sagen, da sollen Arbeitnehmerrechte abgebaut werden, der Kündigungsschutz soll verschlechtert werden, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, dann gibt's da nichts, was wir anbieten können.“ So sei ein höheres Renteneintrittsalter nichts, wozu man Ja sagen werde.Lesen Sie auchZur angestrebten Flexibilisierung des Acht-Stunden-Tages meinte Werneke, es gebe bereits „Hunderte von Tarifverträgen mit hochflexiblen Arbeitszeitmodellen“. „Es gibt überhaupt gar keinen Handlungsbedarf“, sagte er. „Was diskutiert wird und was ja auch Teil des Koalitionsvertrages ist, ist, dass die Möglichkeit geschaffen werden soll, durch Direktionsrecht der Arbeitgeber, 13 Stunden am Stück zu arbeiten. Und das ist gegen jeden Gesundheitsschutz. Und deshalb ist das aus meiner Sicht auch kein Reformschritt.“dpa/saha
Gespräche mit Gewerkschaften: „In Zeiten von Merkel und Scholz hat es regelmäßig Austausch gegeben“ – Verdi-Chef klagt über Merz - WELT
Frank Werneke wirft Bundeskanzler Merz vor, die Gewerkschaften bei den Reformplänen bislang zu übergehen. Das sei früher anders gewesen. Gleichzeitig stellt der Verdi-Chef klar: Wenn es nur darum geht, Arbeitnehmerrechte abzubauen, „gibt's da nichts, was wir anbieten können“.






