PfadnavigationHomeGeldVerbraucherWeine im WELT KaufberaterVom Star-Kritiker empfohlen – Wir testen die besten RotweineVeröffentlicht am 27.03.2026Lesedauer: 6 MinutenDer preisgekrönte Kochbuchautor und Food-Blogger Michael Quandt ist zugleich als Wein-Experte bekanntQuelle: Axel SpringerItalien ist nicht nur für seine Kulinarik, sondern auch für seine Rotweine weltberühmt. Wer den perfekten Tropfen sucht, kann sich dabei auf die Expertise von Luca Maroni verlassen.Luca Maroni ist einer der einflussreichsten Weinkritiker Italiens. Geboren 1961 in Rom, studierte er Wirtschaft und schloss 1986 mit Auszeichnung ab. Doch seine Leidenschaft gilt dem Wein – und das seit Jahrzehnten. Schon in den 1980er-Jahren begann Maroni professionell zu verkosten. Heute hat er nach eigenen Angaben weit über 300.000 italienische Weine bewertet.Seine Stärke liegt nicht nur in der Masse, sondern vor allem in der Klarheit seines Stils: Maroni liebt kräftige, fruchtbetonte Rotweine, die den Charakter ihrer Trauben und Regionen zeigen. Holzbetonte, säurelastige oder extrem tanninreiche Weine überzeugen ihn selten. Wer seine Empfehlungen liest, weiß sofort, worauf man sich geschmacklich einstellen kann.Der vielfach ausgezeichnete Kochbuchautor, engagierte Food-Blogger und Weinexperte Michael Quandt hat drei Weine verkostet, die von Luca Maroni besonders empfohlen werden.Testsieger: Botter Cuvée 16 La CollezioneDer Name ist Programm: sechzehn Prozent Alkohol – das ist ein Wein für Kenner, die es kraftvoll mögen. Im Glas präsentiert er sich dunkelrot mit bräunlich-schwarzen Reflexen, dicht und intensiv.In der Nase entfaltet sich ein intensives Bouquet aus dunklen Beeren, Brombeere, Tabak, Leder und Vanille. Opulent, würzig, kraftvoll, ohne überladen zu wirken. Die Cuvée kombiniert Montepulciano und Negroamaro mit zehn Prozent weiterer, nicht genannter Rebsorten – eine perfekte Mischung aus süditalienischer Würze und dunkler Frucht.Am Gaumen zeigt sich der Wein ebenso beeindruckend: kräftige Holznote, intensive Beerenaromen, gut integrierte Tannine und eine dezente Säure, die das Ganze zusammenhält. Halbtrocken, aber ohne klebrige Süße, endet der Abgang lang und elegant.Ein echter Kraftprotz aus Süditalien: viel Alkohol, viel Frucht, viel Holz und dennoch erstaunlich gut balanciert. Wer intensive Rotweine liebt, wird begeistert sein. Einziger Kritikpunkt: Auf der Flasche fehlt der Jahrgang, was bei einem Wein dieser Kategorie unnötig intransparent ist.Wertung (Erläuterung siehe unten – orientiert sich am europaweit verbreiteten 20-Punkte-System):Farbe: 2 von 2 PunktenKlarheit und Reinheit: 1 von 2 PunktenGeruch: 3 von 4 PunktenGeschmack: 5 von 7 PunktenGesamteindruck: 5 von 5 PunktenGesamt: 16 Punkte, sehr gutWeich, fruchtig und unkompliziert: Vino Pellegrino Lo Stivale The BlendDieser Wein zeigt, dass italienischer Rotwein nicht immer wuchtig sein muss. Tiefdunkelrot mit purpurfarbenen Reflexen wirkt er schon im Glas warm und einladend. In der Nase zeigen sich dunkle Kirsche, Pflaume und dezente Gewürznoten.Die Cuvée aus Nero d’Avola, Sangiovese und Corvina liefert einen fruchtbetonten, halbtrockenen Wein. Am Gaumen ist er weich, die Tannine bleiben im Hintergrund, die Säure sorgt für Balance. Der Abgang ist mittellang, unaufgeregt und angenehm.Ein idealer Alltagswein für Pizza, Pasta oder einen entspannten Abend. Kein Drama, kein Tiefgang-Wunder, dafür charmant und zugänglich. Einziger Kritikpunkt: Auch hier fehlt der Jahrgang auf der Flasche.Wertung (Erläuterung siehe unten – orientiert sich am europaweit verbreiteten 20-Punkte-System):Farbe: 2 von 2 PunktenKlarheit und Reinheit: 1 von 2 PunktenGeruch: 3 von 4 PunktenGeschmack: 4 von 7 PunktenGesamteindruck: 4 von 5 PunktenGesamt: 14 Punkte, gutWürzig und ausgewogen: Borgo al Pascolo Primitivo di Manduria 2023Dieser Primitivo di Manduria zeigt sich tiefrot mit violetten Reflexen. Im Glas wirkt er kraftvoll, in der Nase überraschen Sauerkirsche, Johannisbeere und feine Kräuteraromen.Am Gaumen setzt sich das Bild fort: eher würzig und leicht nussig-erdig, zurückhaltende Frucht, sparsame Tannine und saubere Säure. Der Wein ist insgesamt halbtrocken, ausgewogen, der Abgang jedoch eher kurz.Ein solider Vertreter seiner Art, unkompliziert und gut trinkbar. Für Pasta- oder Pizzaabende in Ordnung, für große Rotweinmomente fehlt etwas Charakter.Wertung (Erläuterung siehe unten – orientiert sich am europaweit verbreiteten 20-Punkte-System):Farbe: 2 von 2 PunktenKlarheit und Reinheit: 1 von 2 PunktenGeruch: 3 von 4 PunktenGeschmack: 4 von 7 PunktenGesamteindruck: 4 von 5 PunktenGesamt: 14 Punkte, gutSo testen wir: Nach diesen Kriterien urteilt der Wein-ExperteDie Bewertung der Weine erfolgt auf einer Skala von null bis 20 Punkten. Aus der erreichten Gesamtpunktzahl ergibt sich die jeweilige Note. Dabei gilt:18 bis 20 Punkte entsprechen Note eins (hervorragend)16 bis 17 Punkte entsprechen Note zwei (sehr gut)14 bis 15 Punkte entsprechen Note drei (gut)12 bis 13 Punkte entsprechen Note vier (befriedigend)10 bis 11 Punkte entsprechen Note fünf (ausreichend)null bis zehn Punkte entsprechen Note sechs (ungenügend)Die Gesamtpunktzahl setzt sich aus mehreren Einzelkriterien zusammen. Bewertet werden Farbe, Klarheit und Reinheit, Geruch, Geschmack sowie der Gesamteindruck.Farbefehlerhaft oder unschön: null Punkteansprechend: ein Punktbesonders ansprechend: zwei PunkteKlarheit und Reinheittrüb oder matt: null Punkteklar und sauber: ein Punktbrillant und kristallklar: zwei PunkteGeruchkein oder fehlerhafter Geruch: null Punkteschwach oder unklar: ein Punktsauber und angenehm: zwei Punktesehr fein und duftig: drei Punktebesonders charaktervoll: vier PunkteGeschmackfehlerhaft: null Punkteohne Ausdruck: ein Punktdünn: zwei Punktegeradlinig: drei Punkteausdrucksstark: vier bis fünf Punktegehaltvoll und aromatisch: sechs Punktestilistisch herausragend: sieben PunkteGesamteindruckunausgewogen: null Punktekurz und wenig harmonisch: ein Punktsolide: zwei bis drei Punkteausgewogen mit gutem Abgang: vier Punktesehr harmonisch mit langem Abgang: fünf PunkteLesen Sie auchUnser FazitDrei Rotweine aus Italien, drei unterschiedliche Charaktere: Am meisten Eindruck hinterlässt die Botter Cuvée 16. Sie ist kraftvoll, dicht und richtet sich klar an alle, die intensive, alkoholstarke Weine bevorzugen. Trotz ihrer Wucht bleibt sie ausgewogen und wirkt nie überladen.Deutlich zugänglicher zeigt sich Lo Stivale The Blend. Dieser Wein setzt auf weiche Frucht und unkomplizierten Trinkfluss. Damit eignet er sich besonders für den Alltag oder als Begleiter zu klassischen Gerichten wie Pizza und Pasta.Der Primitivo di Manduria 2023 geht geschmacklich in eine etwas andere Richtung. Hier stehen würzige und leicht erdige Noten im Vordergrund. Das ist solide gemacht und ausgewogen, im Abgang aber weniger präsent als der Testsieger.Unterm Strich zeigt sich: Wer einen ausdrucksstarken Rotwein sucht, wird hier fündig. Die Unterschiede liegen vor allem in Intensität und Stil. Von kraftvoll bis unkompliziert ist für verschiedene Vorlieben etwas dabei.Warum Sie dem WELT Kaufberater vertrauen können: Für unseren Wein-Kaufberater kooperieren wir mit dem Fachhändler Vicampo, der mit zahlreichen Weingütern im In- und Ausland verbunden ist. So stellen wir sicher, dass die getesteten und empfohlenen Weine für Sie in ausreichender Menge verfügbar sind und schnell geliefert werden können.Wichtig für Sie zu wissen: Die Bewertungen unseres Wein-Experten erfolgen unabhängig. Vicampo hat keinen Einfluss auf die Ergebnisse. Das zeigt sich auch an der Bandbreite der vergebenen Noten, die von hervorragend bis befriedigend und ausreichend reicht.Lesen Sie auch
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