Hier können Sie die Folge direkt hören:Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:Ob Ramadan, christliche Fastenzeit oder unabhängig von religiösen Motiven: der bewusste Verzicht auf Zucker, Alkohol oder Social Media, das Fasten, hat für viele Menschen eine besondere Bedeutung. In dieser Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es darum, welche psychologischen und religiösen Effekte hinter dem freiwilligen Verzicht stecken. Warum fühlen sich manche Menschen nach einigen Tagen sogar besser als zuvor? Welche Rolle spielen Selbstkontrolle und Gewohnheiten? Und wann kann Fasten auch belastend werden? Zu Gast ist der Psychiater und Psychotherapeut Deniz Karagülle sowie die Religionswissenschaftlerin Theresia Heimerl. Warum sich Verzicht gut anfühlen kannWer bewusst auf etwas verzichtet, durchbricht eingespielte Gewohnheiten. Genau das kann das Gefühl von Selbstwirksamkeit stärken – also die Erfahrung, das eigene Verhalten aktiv steuern zu können. Diese Form der Selbstkontrolle wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden aus und kann langfristig zu mehr emotionaler Stabilität beitragen. Zu Beginn fällt der Verzicht vielen jedoch schwer. Körper und Gehirn reagieren zunächst mit Unruhe, Heißhunger oder einem starken Verlangen nach dem Gewohnten. Nach einigen Tagen kann sich dieser Zustand verändern: Viele berichten dann von mehr Klarheit, einer stabileren Stimmung und einem stärkeren Gefühl, die eigenen Bedürfnisse kontrollieren zu können. Fasten in der GemeinschaftFasten ist nicht nur eine individuelle Erfahrung, sondern oft auch ein soziales Ritual – etwa während religiöser Fastenzeiten. Gemeinsame Praktiken wie das abendliche Fastenbrechen können das Gefühl von Zugehörigkeit stärken und den Verzicht emotional aufladen. Auch aus psychologischer Sicht spielt das soziale Umfeld eine wichtige Rolle. Wer gemeinsam mit anderen fastet, fühlt sich weniger allein und erlebt mehr Unterstützung. Gleichzeitig kann die Gruppe motivieren und helfen, den Verzicht durchzuhalten. Allerdings kann sie auch Druck erzeugen – insbesondere dann, wenn Fasten weniger aus eigener Überzeugung als aus sozialen Erwartungen heraus erfolgt. Zwischen Selbstdisziplin und BelastungFasten kann positive Effekte haben, ist aber nicht für alle Menschen und jede Form gleichermaßen geeignet. Entscheidend ist vor allem die Motivation: Wer aus innerer Überzeugung verzichtet, erlebt den Prozess oft als sinnvoll und stärkend. Wird der Verzicht hingegen als Zwang oder Teil eines Selbstoptimierungsdrucks empfunden, kann er auch Stress auslösen. Ein wichtiges Signal ist das eigene Wohlbefinden. Bleibt die positive Wirkung aus oder treten körperliche oder psychische Belastungen auf, kann das darauf hindeuten, dass die gewählte Form des Fastens nicht geeignet ist.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.
Fasten – Warum Verzicht glücklich machen kann - WELT
Fasten hat für viele eine religiöse Bedeutung, für andere ist es ein persönlicher Verzicht. Doch was passiert dabei im Kopf? Ein Psychiater und eine Religionswissenschaftlerin erklären, warum sich Verzicht positiv anfühlen kann und welche Rolle Gemeinschaft und Motivation dabei spielen.







