Das Beste kam zum Schluss: Vor 60 Jahren präsentierte Battista Pininfarina seinen letzten Geniestreich, den Alfa Spider. Gekleidet in anfangs mutige, dann ewig schöne Formen, visualisierte dieser Sonnenkönig fast drei Jahrzehnte lang italienisches Dolce Vita und automobile Leidenschaft – bis ein kleiner Japaner übernahm.SP-X/Köln. Heute sind sie fast ausgestorben, die bezahlbaren offenen Zweisitzer. Cabrios scheinen nicht mehr in eine Zeit zu passen, in der die Welt durch multiple Krisen erschüttert wird. Vielleicht lohnt sich ein Blick zurück ins Frühjahr 1966, damals als kleine Sonnenstürmer wie der neue Alfa Romeo Spider die Leichtigkeit des italienischen Dolce Vita in die trübe Stimmung der ersten Nachkriegsrezession brachten.
Während die deutsche Alfa-Werbung den bei der Carrozzeria Pininfarina eingekleideten Sportler sofort zum „Schönsten unter der Sonne“ erklärte, störten sich die Fans klassischer Zweisitzer zunächst am langen hinteren Überhang des rundlichen Spiders, der einige Alfa-Werksangehörige an einen Tintenfischknochen erinnerte. Prompt war der Spitzname „Ossio di Seppia“ in der Welt, und Alfa suchte eilig mit einem Wettbewerb nach einem ebenso markanten wie klangvollen Namen für den Nachfolger der legendären Giulia Spider: Duetto sollte der neue Spider nun heißen, aber daraus wurde nichts, reklamierte doch ein italienischer Kekshersteller Namensschutz.






