Außerdem geht es um die Frage: Wirkt sich die Ernährung der Mutter auf die Muttermilch aus? Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:Das Hören begleitet die meisten Menschen von Geburt an und macht Sprache, Musik oder Vogelgezwitscher erst erfahrbar. Doch obwohl es selbstverständlich wirkt, ist unser Gehör ein hochsensibles Sinnesorgan. Und einmal geschädigt, lässt es sich nicht mehr vollständig reparieren. In dieser Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ erklärt der HNO-Arzt Dr. Michael Fuchs vom Universitätsklinikum Leipzig, wie unser Gehör funktioniert, warum ein gesunder Hörsinn so wichtig ist und was man tun sollte, wenn das Hörvermögen nachlässt.Ein fein abgestimmtes SystemBeim Hören läuft ein komplexer Prozess ab: Schallwellen treffen auf das Trommelfell, werden von den kleinsten Knochen des Körpers – Hammer, Amboss und Steigbügel – verstärkt und ins Innenohr weitergeleitet. Dort wandeln Sinneszellen in der Hörschnecke die mechanischen Schwingungen in elektrische Signale um, die das Gehirn schließlich entschlüsselt. Die Hörrinde im Schläfenlappen entschlüsselt die Signale – dort entsteht unser bewusster Eindruck von Sprache, Musik oder Geräuschen. „Unser Ohr ist eigentlich für die Stille gebaut“, erklärt der HNO-Arzt Dr. Michael Fuchs vom Universitätsklinikum Leipzig. Heute leben wir in einer Welt voller Lärm – Konzerte, Kopfhörer, Maschinen. All das setzt dem Gehör zu. Schon ab 85 Dezibel kann dauerhafter Schaden entstehen, bei 100 Dezibel reichen wenige Minuten.Wenn das Ohr schlappmacht Die ersten Warnsignale sind meist unauffällig: Sprache im Hintergrundlärm wird schwerer verständlich, Türklingeln oder andere hohe Töne verschwinden aus dem Hörfeld. Viele Betroffene ziehen sich in der Folge zurück, weil Gespräche anstrengender werden – mit dem Risiko sozialer Isolation und kognitiven Abbaus. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass das Gehirn bei nachlassendem Hörvermögen nach und nach verlernt, Sprache richtig zu verarbeiten.Darum empfehlen Fachleute, frühzeitig aktiv zu werden. Eine Versorgung mit Hörgeräten kann entscheidend sein, um die Fähigkeit zum Sprachverstehen zu erhalten. Wer zu lange wartet, riskiert, dass das Gehirn die Hörverarbeitung teilweise dauerhaft verlernt. Frühzeitiges Handeln senkt zudem das Risiko, dass Hörverlust die geistige Gesundheit beeinträchtigt.Vorbeugen ist möglichGehörschutz bei Konzerten, in Stadien oder in lauten Arbeitsumgebungen ist eine wirksame Maßnahme. Auch bewusstes Verhalten im Alltag trägt dazu bei: Laute Musik über Kopfhörer sollte die Ausnahme bleiben, da die empfindlichen Sinneszellen sonst unter Dauerstress geraten. Klar ist: Das Ohr ist ein Hochleistungssystem, aber es ist nicht unerschöpflich.Vorsorge lohnt sich also doppelt – sie schützt das Gehör und trägt dazu bei, die geistige Fitness langfristig zu bewahren.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.
Warum wir besser auf unser Gehör achten sollten - Podcast - WELT
In Deutschland sind nach Schätzungen rund zehn Millionen Menschen hörgemindert, etwa jede dritte Person über 65 ist von Altersschwerhörigkeit betroffen. Das hat Folgen weit über das reine Sprachverstehen hinaus: Studien zeigen, dass unbehandelter Hörverlust das Risiko für Demenz erhöhen kann. Ein HNO-Arzt erklärt, wie wir unser Gehör schützen können.






