Dass Geschichte sich wiederholt, ist als Idee jetzt auch schon oft genug wiederholt worden. Guten Künstlern gelingt es aber immer noch, sich auszumalen, wie die nächste Wiederholung aussehen könnte, bevor sie eintritt. Der amerikanische Regisseur Paul Thomas Anderson versucht eine solche Prognose. In „One Battle After Another“: Hier extrapoliert er auf der Grundlage des Pynchon-Romans „Vineland“, wohin sich Amerika bewegen könnte, wenn Abschottungsbefürworter und Militarismus das Sagen haben, was schon bei Pynchon der Fall ist, der seine Handlung 1984 ansetzte, als Ronald Reagan abermals zum Präsidenten gewählt wurde. Da blickten die Figuren also auf ihre rebellische Jugend in den Sechzigerjahren zurück, als sie gegen Nixon kämpften und dieser die Gesetze durch den „War on Drugs“ verschärfte. Regisseur Anderson zieht Parallelen zur Gegenwart und lässt seinen Film in einem gerade noch heutigen Amerika spielen, in dem einige Dinge sich noch mehr zugespitzt haben, als wir sie aus den Nachrichten kennen.
Paul Thomas Andersons „One Battle After Another“ mit Leonardo DiCaprio
Thomas Pynchon schreibt Bücher aus lauter doppelten Böden, Paul Thomas Anderson macht vergleichbare Filme. Mit „One Battle After Another“ kommen die beiden erneut auf großartige Weise zusammen.














