PfadnavigationHomePodcastsAha!Wissenschafts-PodcastGefangen im eigenen Körper: Was passiert bei einer Schlafparalyse?Veröffentlicht am 27.08.2025Lesedauer: 3 MinutenQuelle: picture alliance/Connect Images/LB StudiosStarre Muskeln bei wachem Geist – klingt wie ein Widerspruch, ist aber ein gut erforschtes Phänomen: die Schlafparalyse. Etwa acht Prozent der Bevölkerung erleben dieses Phänomen mindestens einmal im Leben. Ein Schlafforscher erklärt, warum der Körper dabei blockiert, ob die Paralyse gefährlich ist – und wann ein Schlaflabor sinnvoll sein kann.Außerdem geht es um den Unterschied zwischen den Geschlechtern in Sachen Nachhaltigkeit, den „Eco-Gender-Gap“. Hier können Sie die Folge direkt hören: Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:Du wachst auf, bist bei vollem Bewusstsein – und kannst dich nicht bewegen. Vielleicht spürst du sogar Druck auf der Brust oder siehst unheimliche Gestalten im Zimmer. So beschreiben Betroffene eine Schlafparalyse. Sie gehört zu den Parasomnien, also unerwünschtes oder auffälliges Verhalten im Schlaf. Etwa acht Prozent der Bevölkerung erleben dieses Phänomen mindestens einmal im Leben.In dieser Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ erklärt der Schlafforscher Dr. Michael Schredl, warum es zu einer Schlafparalyse kommt, was dabei im Gehirn und Körper passiert und wann ein Besuch im Schlaflabor Sinn machen könnte. Wenn der Körper blockiertTypisch für eine Schlafparalyse ist, dass man sich trotz Bewusstsein nicht bewegen kann. Viele berichten zusätzlich von Atemnot, Angst oder Panik. Diese Diskrepanz zwischen wachem Geist und „gelähmtem“ Körper sorgt für massiven Stress – auch wenn eine Episode meist nur wenige Sekunden bis Minuten andauert.Der Grund dafür liegt im REM-Schlaf: In dieser Schlafphase sind unsere Muskeln automatisch blockiert, damit wir Träume nicht körperlich ausagieren. Gerät das Aufwachen durcheinander, bleibt die Muskelblockade bestehen – während das Bewusstsein schon da ist.Auslöser und Risikofaktoren Besonders häufig tritt eine Schlafparalyse auf, wenn der Schlaf-Wach-Rhythmus gestört ist – etwa nach Nachtschichten oder unregelmäßigem Schlaf. In den meisten Fällen kommt es morgens beim Aufwachen dazu. Seltener kann die Paralyse auch beim Einschlafen auftreten.Was hilft Betroffenen?Das Wichtigste: Schlafparalysen hören immer von selbst auf. Manche Betroffene berichten, dass es hilft, bewusst kleine Bewegungen, etwa mit Fingern oder Zehen, einzuleiten, um schneller „aufzuwachen“. Für Menschen, die nur selten eine Schlafparalyse erleben, ist keine Behandlung notwendig. Häufen sich die Episoden jedoch oder treten zusätzlich Symptome wie übermäßige Tagesschläfrigkeit auf, kann ein Besuch im Schlaflabor sinnvoll sein. Dort werden Patientinnen und Patienten in der Regel über zwei Nächte beobachtet: Mit Messungen von Gehirnaktivität, Atmung, Muskelspannung und Bewegungen im Schlaf lässt sich feststellen, ob es sich um eine isolierte Schlafparalyse handelt – oder ob eine andere Schlafstörung wie Narkolepsie dahintersteckt. Ergänzt wird die Untersuchung häufig durch einen Tagschlaftest, bei dem geprüft wird, ob eine erhöhte Einschlafneigung vorliegt.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.
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Starre Muskeln bei wachem Geist – klingt wie ein Widerspruch, ist aber ein gut erforschtes Phänomen: die Schlafparalyse. Etwa acht Prozent der Bevölkerung erleben dieses Phänomen mindestens einmal im Leben. Ein Schlafforscher erklärt, warum der Körper dabei blockiert, ob die Paralyse gefährlich ist – und wann ein Schlaflabor sinnvoll sein kann.






