Die kupfernen Guglhupflampen hängen noch, ansonsten ist das einstige Café in der Kaufingerstraße kaum wiederzuerkennen: In einer Ecke stehen mehrere kleine Madonnen, in den Gängen bunt bemalte Stühle, durch den Gästebereich ziehen sich neuerdings dekorative halbhohe Wände aus Backstein und die Decke hat die Künstlerin Theodora Spasova in dem ihr ganz eigenen Stil gestaltet. Nicht nur optisch hat sich das einstige Café Guglhupf unweit des Marienplatzes verändert, mit gleich drei neuen Betreibern und damit drei ganz unterschiedlichen Konzepten weht hier von diesem Freitag an auch ein ganz neuer Wind. Bis dahin dürften auch die vielen jetzt noch unausgepackten Kartons verschwunden sein.
Dem einstigen Café Guglhupf am nächsten ist mit ihrem Konzept sicherlich Stefanie Brunner. Seit April ist sie die Frau hinter „Zum Herzkindl“, ihre erste Station war bis Ende Juli der Kulturdachgarten auf dem ehemaligen Gasteig. Dort hat sie an einem kleinen Stand Kaffee, Kuchen und belegte Brote verkauft. Mit dem ersten eigenen Café, in dem es auch Eis geben soll, beginnt für die Jungunternehmerin ein neues und aufregendes Kapitel. Von früh bis nachmittags wird sie nicht nur einen recht großen Gastbereich im Inneren des Cafés bespielen, sondern zudem auch Plätze im Innenhof sowie draußen, mitten in der Fußgängerzone. Für Brunner ist das alles ein ziemlich großes Ding, sie weiß ja, dass es Erwartungen an die Nachfolger des Café Guglhupfs gibt. Sie hofft, dass ihr die Leute eine Chance geben.






