Lärm und Müll. Beides verursachen Feiernde laut Beschwerden von Anwohnern, wenn sie im Uni-Viertel vor Kiosken herumstehen und trinken. Dagegen will das Kreisverwaltungsreferat (KVR) nun vorgehen. Die Behörde hat an insgesamt fünf Spätis und einen weiteren Betrieb mit Konzession Informationsschreiben verschickt mit der Auflage, dass diese nach 22 Uhr kein Bier in Flaschen beziehungsweise keine alkoholischen To-go-Getränke mehr verkaufen dürfen.
Betroffen sind unter anderem der Café Kiosk in der Schellingstraße 45 sowie der in der Barer Straße 45 und der Sina Kiosk in der Schellingstraße 36. Sie alle hätten nun laut KVR bis Donnerstag Zeit, sich zu den „angedachten Maßnahmen“ zu äußern, danach würden die entsprechenden Bescheide versandt.
Das KVR begründet diesen Schritt damit, dass die Bezirksinspektion Mitte bei Kontrollen der betroffenen Betriebe „wiederholt Verstöße gegen das Gaststättengesetz festgestellt und Bußgelder verhängt“ habe. Zudem hätten Einsätze vom Allparteilichen Konfliktmanagement (Akim) und der Moderation der Nacht (Mona) bislang „nicht die gewünschte Wirkung erzielt“, weshalb man jetzt zu dieser Maßnahme greife. Ob diese wirkungsvoll sei, werde „fortlaufend evaluiert“, und falls erforderlich, werde dann entsprechend reagiert. Und noch etwas betont das KVR: Grundsätzlich würden nie ganze Straßen oder Viertel mit einer einschränkenden Maßnahme belegt, sondern immer nur konkrete Betriebe.






