London (dpa) - Mit dem silbernen Teller des unterlegenen Finalisten in der Hand konnte Deutschlands bester Tennisspieler Alexander Zverev nach seiner Endspiel-Niederlage in Wimbledon schon wieder lächeln. Die Krönung seines starken Turniers hat der 29-Jährige aber verpasst. Der French-Open-Sieger verlor das Finale des prestigeträchtigen Rasenturniers im Südwesten Londons trotz eines eindrucksvollen Beginns gegen den italienischen Weltranglisten-Ersten Jannik Sinner nach 3:46 Stunden mit 7:6 (9:7), 6:7 (2:7), 3:6, 4:6.„Jannik, ich mag dich nicht mehr wirklich“, witzelte Zverev angesichts dessen, dass er dem Topstar nun zehnmal in Serie unterlegen war. An sein Team gerichtet sagte Zverev: „Wir hatten ziemlich gute zwei Monate - auch wenn wir dieses Finale verloren haben. Mit 29 Jahren habe ich zum ersten Mal gedacht, ich kann diese Trophäe gewinnen“.Plattform XDie SZ-Redaktion hat diesen Artikel mit einem Inhalt von Plattform X angereichertUm Ihre Daten zu schützen, wurde er nicht ohne Ihre Zustimmung geladen.Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Plattform X angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an den Betreiber des Portals zur Nutzungsanalyse übermittelt. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie unter sz.de/datenschutz.Die Hoffnungen auf den zweiten Grand-Slam-Titel nur fünf Wochen nach dem Premieren-Triumph in Paris und auf den ersten deutschen Wimbledon-Gewinner seit Michael Stich vor 35 Jahren erfüllten sich nicht.Sinner warnt vor Zverev als Konkurrent„Du warst heute so nah dran. Wenn du so weiterspielst, bin ich sehr sicher, dass du diesen auch zu Hause haben wirst“, würdigte Sinner mit Blick auf den goldenen Pokal in seinen Händen. „Ich weiß, eins deiner Ziele ist, Nummer eins der Welt zu werden. Du bist sehr nah dran. Wir müssen sehr vorsichtig sein.“ Am Montag wird Zverev wieder auf Weltranglistenplatz zwei klettern. Er war in diesem Jahr erstmals in Wimbledon über das Achtelfinale hinausgekommen.Sinner, der in den früheren Runden des Turniers verwundbar schien, triumphierte zum zweiten Mal nacheinander in London und holte seinen fünften Grand-Slam-Titel. „Er hat einmal mehr gezeigt, warum er der beste Spieler der Welt ist. Es war großartig, den Centre Court mit dir zu teilen am Finaltag. Unglücklicherweise ging es nicht für mich aus“, sagte Zverev.Zverev wäre dritter deutscher männlicher Sieger gewesenAnerkennend hatte Zverev seinem Kontrahenten nach 3:46 Stunden Spielzeit auf die Brust geklopft. Dann saß die deutsche Nummer eins mit verschränkten Armen auf seinem Stuhl. In seinem fünften Grand-Slam-Finale musste sich Zverev zum vierten Mal geschlagen geben. Seine beste Wimbledon-Auflage reichte dem US-Open-Finalisten von 2020 somit nicht, um sich als erst dritter deutscher männlicher Tennisspieler in den Siegerlisten zu verewigen. Nur Boris Becker (1985, 1986, 1989) und Michael Stich (1991) stehen auf der Ehrentafel. „Er spielt gegen den besten Spieler der Welt, der einmal mehr zeigt, warum er da steht“, sagte Ex-Wimbledonsieger Michael Stich als Experte bei Prime Video. „Wenn man alle vier Sätze nimmt: Ich glaube, dann ist es schon so, dass Jannik vielleicht für zwei, drei, vier Prozent der etwas bessere und konstantere Spieler war.“Nach zahlreichen Rückschlägen in Wimbledon in den vergangenen Jahren hatte der Hamburger den Schwung von Paris mit nach London genommen. Mit herausragenden Aufschlägen, Entschlossenheit und aggressivem Spiel setzte Zverev als erster deutscher männlicher Finalist seit Becker 1995 den Topfavoriten Sinner zunächst unter Druck. Der Italiener steigerte sich aber, Zverev gelang im gesamten Match kein Break.Königlich besetzte TribünePrinzessin Kate und Prinz William sowie ihre Kinder George und Charlotte sowie Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sahen, wie Zverev am wichtigsten Tag seines Wimbledon-Wegs einen erfolgreichen Start hinlegte. Mit seinen Aufschlägen brachte er das Publikum mehrmals zum Raunen. Bundeskanzler Friedrich Merz und seine Frau schauten sich das Finale aus der ersten Reihe in der Roxal Box an. Mike Egerton/PA Wire/dpaEmotionaler Jubel über ersten SatzgewinnIm Tiebreak setzte der Spitzenspieler mit einer unerreichbaren Vorhand zum Satzgewinn das erste Ausrufezeichen - jubelnd ging er in die Knie. Es war sein erster Satzgewinn gegen den Südtiroler seit Oktober 2025. In sechs Duellen in Serie war es ihm nicht gelungen, nur einen Durchgang zu holen.Alexander Zverev jubelt über den ersten Satzgewinn. Frank Molter/dpaSobald sich Sinner zum Seitenwechsel setzte, wickelte er ein kühlendes Eis-Handtuch um seinen Nacken. Bei den French Open hatte Zverev davon profitiert, dass der Südtiroler in der Hitze körperlich eingebrochen und sensationell in der zweiten Runde ausgeschieden war.Bei unter 30 Grad Celsius war das Wetter am Wimbledon-Finaltag nicht der entscheidende Faktor. Zverev spielte weiter aggressiv, ging ins Risiko. Gegen die Aufschläge des 1,98 Meter großen Hamburgers fand Sinner lange kein Mittel - bis zum zweiten Tiebreak, in dem Zverev sein Niveau nicht halten konnte und deutlich den Kürzeren zog.Zu Beginn des dritten Satzes nahm Zverev gleich mehrere Energiegels beim Seitenwechsel zu sich. Sinner wirkte frischer, kam zunehmend besser in die Partie und besser mit den Aufschlägen des Hamburgers zurecht.Schrecksekunde und SchlägerwurfDoch plötzlich wackelte Sinner. Bei seiner ersten Breakchance im gesamten Match sorgte Zverev allerdings für einen Schreckmoment, rutschte aus, blieb mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen, fasste sich ans Knie. Sinner eilte herüber, und half dem Kontrahenten auf - und Zverev konnte weiterspielen. Nachdem er zweieinhalb Sätze kein Break kassiert hatte, gab die deutsche Nummer eins kurz darauf erstmals den Aufschlag zum 3:5 ab. Enttäuscht schleuderte der 29-Jährige seinen Schläger zur Seite.Nach dem nächsten Satzverlust verschwand Zverev vom Centre Court. Der Weg zum Triumph war nun noch weiter geworden. Mit dem Aufschlagverlust im vierten Satz war das Endspiel entschieden.© dpa-infocom, dpa:260712-930-374636/3

London (dpa) - Den deutschen Tennisstar Alexander Zverev trennt noch ein Coup über den italienischen Titelverteidiger und Weltranglisten-Ersten Jannik Sinner vom Wimbledon-Titel.…

London (dpa) - Sein größter Wimbledon-Tag beginnt für Alexander Zverev im Idealfall nach zehn Stunden Schlaf. Für ihn sei das normal, er versuche immer so lang zu schlafen, sagte…

Neun Niederlagen in Serie: Alexander Zverev hat seit fast drei Jahren nicht gegen Tennis-Topstar Jannik Sinne gewonnen. Ob sich das in seinem ersten Wimbledon-Finale ändert?

London (dpa) - Alexander Zverev kann gegen Jannik Sinner nicht gewinnen - so lief es jetzt zumindest neun Spiele nacheinander. In sechs Partien in Serie hat der Hamburger keinen…

Alexander Zverev hat sein erstes Wimbledon-Finale verloren. 31 Jahre nach Boris Becker unterlag der Deutsche vor den Augen von Friedrich Merz dem Südtitoler Jannik Sinner. In…

London (dpa) - Tennisprofi Alexander Zverev hat den ersten deutschen Wimbledon-Sieg im Männer-Einzel seit Michael Stich 1991 verpasst. Der French-Open-Sieger verlor das Endspiel…

Zverev unterliegt Sinner im Wimbledon-Finale – die zehnte Niederlage in Serie gegen den Weltranglistenersten trotz starkem Turnier in London.

Alexander Zverev steht als erster deutscher Mann seit 1995 im Wimbledon-Finale. Doch der Traum vom zweiten Grand-Slam-Triumph in seiner Karriere erfüllt sich nicht.

Tennisprofi Alexander Zverev hat den ersten deutschen Wimbledon-Sieg im Männer-Einzel seit Michael Stich 1991 verpasst. Der French-Open-Sieger verlor das Endspiel des…

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Alexander Zverev steht als erster deutscher Mann seit 1995 im Wimbledon-Finale. Doch der Traum vom zweiten Grand-Slam-Triumph in seiner Karriere erfüllt sich nicht.

Der deutsche Tennisprofi Alexander Zverev hat den zweiten Grand-Slam-Titel seiner Karriere verpasst. Gegen Jannik Sinner lieferte er eine starke Leistung, musste sich aber am Ende…

London (dpa) - Mit dem silbernen Teller des unterlegenen Finalisten in der Hand konnte Deutschlands bester Tennisspieler Alexander Zverev nach seiner Endspiel-Niederlage in…

Die internationale Presse feiert den Wimbledon-Titelverteidiger – ein bisschen Lob für Alexander Zverev ist aber auch dabei.

Im Wimbledon-Finale hält Alexander Zverev gegen Jannik Sinner lange mit. Und verliert, weil er schon wieder kein Mittel findet gegen die Aufschläge der Nummer 1 der Welt.

So stark wie selten zuvor und doch nicht gut genug, um Jannik Sinner zu schlagen. Die internationale Presse zollt Alexander Zverev nach dem Wimbledon-Finale Respekt – und feiert…