Der Fluch hat auch auf Rasen Bestand. Alexander Zverev hat das Wimbledon-Finale gegen Jannik Sinner mit 7:6, 6:7, 3:6, 4:6 verloren – es war die zehnte Niederlage in Serie gegen den Weltranglistenersten.Nach mehr als dreieinhalb Stunden verwandelte Sinner auf dem Centre Court seinen ersten Matchball. Für den 29-jährigen Hamburger platzte damit der Traum vom zweiten Grand-Slam-Titel innerhalb weniger Wochen.

Ein Break entscheidet das Finale

Dabei hatte der Abend vielversprechend begonnen. Zverev holte den ersten Satz im Tiebreak – und beendete damit eine Serie von 14 verlorenen Sätzen gegen Sinner.Doch der Titelverteidiger drehte die Partie. Den zweiten Satz sicherte sich der Südtiroler ebenfalls im Tiebreak, im dritten zog er auf 6:3 davon.Die bittere Wahrheit des Abends: Zverev nahm Sinner im gesamten Finale kein einziges Mal den Aufschlag ab. Als der Italiener im vierten Satz zum 5:3 durchbrach – mit starkem Return und einem Inside-out-Vorhandwinner –, war die Entscheidung gefallen.

Der Channel Slam bleibt ein Traum

Zverev war nach seinem Triumph bei den French Open als einer der formstärksten Spieler der Welt nach London gereist. Als siebter Spieler der Open Era hätte er Paris und Wimbledon im selben Jahr gewinnen können – den sogenannten Channel Slam, den zuletzt Carlos Alcaraz schaffte.