Berlin/Zwickau (dpa) - Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser (SPD), hat den Volkswagen-Konzern vor einer Schließung des Werks in Zwickau gewarnt. „Ich erwarte vom VW-Vorstand eine klare Zukunftsperspektive für die vier infrage stehenden VW-Werke“, sagte Kaiser vor einer Aufsichtsratssitzung, in der es um die geplanten Sparmaßnahmen geht. Mit Blick auf Ostdeutschland dürfe es nicht zu einem Kahlschlag bei den Arbeitsplätzen kommen. „Die Folgen einer Werksschließung in Zwickau wären fatal. Damit würde die ostdeutsche Automobilindustrie als ein wichtiger Innovationsmotor in Gänze getroffen.“ Schon jetzt sorge die Diskussion für enorme Verunsicherung in der Region, sagte Kaiser der „Leipziger Volkszeitung“ und der „Sächsischen Zeitung“. Der VW-Aufsichtsrat berät heute über weitere Sparmaßnahmen. Laut „Manager Magazin“ könnten bis zu 100.000 Stellen weltweit wegfallen, doppelt so viele wie bisher geplant. Vier Werken des VW-Konzerns in Deutschland droht demnach sogar die Schließung: Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm. Kaiser verwies auf die Unterstützung des Bundes für die Branche. „Die Bundesregierung weiß um die Schwierigkeiten der Automobilindustrie. Mit der neuen Kaufprämie für E-Fahrzeuge ist ein wichtiger Schritt zur Unterstützung gemacht worden.“ Zugleich sprach sich die Politikerin für weitere Investitionen am Standort Zwickau aus: „Wenn die deutsche Automobilindustrie eine Zukunft haben will, muss sie genau dort investieren, wo in Ostdeutschland eines der modernsten Werke entstanden ist, mit großem Know-how und gut qualifizierten Beschäftigten.“Diskussion über Zwickau „vollkommen schleierhaft“ Der Geschäftsführer der Leipziger Initiative Automotive Cluster Ostdeutschland, Jens Katzek, sagte den beiden Zeitungen: „Mir ist vollkommen schleierhaft, wie man eine solche Diskussion über Zwickau führen kann.“ Und: „Wenn ich Aufsichtsrat wäre, würde ich darauf gucken: Wie kann ich gute Produkte in der Zukunft herstellen? Dafür brauche ich eine ziemlich gute Mannschaft und ich brauche neue Produktionsanlagen.“ Beides sei in Zwickau vorhanden, das Werk vollständig auf Elektromobilität umgestellt.© dpa-infocom, dpa:260709-930-356181/1

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Die Ostbeauftragte Kaiser fordert von Volkswagen eine klare Perspektive für Zwickau – und warnt vor fatalen Folgen für die ostdeutsche Automobilindustrie.

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VW-Chef Blume plant ein drastisches Sparprogramm: Der Aufsichtsrat berät über Werksschließungen und Stellenabbau.

Schicksalsstunden bei Volkswagen: Beschäftigte stemmen sich mit Protesten gegen drohende Werksschließungen und Stellenabbau, während der Aufsichtsrat hinter verschlossenen Türen…

HomeWirtschaftVideo Streit um Stellenabbau und Werksschließungen bei Volkswagen9. Juli 2026, 17:16 UhrBegleitet von Protesten an allen heimischen Standorten berät der Aufsichtsrat…

Wolfsburg/Osnabrück/Stuttgart (dpa) - Die IG Metall wehrt sich mit bundesweiten Aktionen gegen drohende Werksschließungen und einen weiteren Stellenabbau bei Volkswagen. Der…

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Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Sparpläne bei Volkswagen“. Lesen Sie jetzt „Auch ohne VW: Körber sieht Zukunft für Autobau in Zwickau“.

Zwickau/Berlin (dpa/sn) - Der Zwickauer CDU-Bundestagsabgeordnete Carsten Körber sieht auch im Fall einer Schließung des Volkswagen-Werks eine Zukunft für den Automobilbau in der…